Wetter im Hawaiʻi Volcanoes: Vorhersage, Klima und aktuelle Bedingungen
Vergiss das Postkartenbild von Hawaiʻi mit garantiertem Sonnenschein und 28 °C das ganze Jahr über. Im Hawaiʻi Volcanoes gelten andere Wetterregeln. Der Gipfel des Kīlauea liegt auf etwa 1.200 m Höhe. Dort kann es an jedem Tag des Jahres kühl, wolkig und regnerisch sein. Einige Kilometer tiefer ist die Küstenebene am Ende der Chain of Craters Road heiß, trocken und ständigem Wind ausgesetzt. Kurz gesagt: Rechne an der Caldera je nach Jahreszeit mit 14 bis 23 °C, häufigem Regen von November bis März und einem Temperaturunterschied von 7 bis 8 °C zwischen Krater und Küste. Die angenehmste Zeit, um das vulkanische Herz des Parks zu erkunden, liegt zwischen Mai und August.
Aktuelle Messwerte sind momentan nicht verfügbar. Die saisonalen Mittelwerte stehen weiter unten.
Messwerte von Open-Meteo · wird aktualisiert… · Zeitzone des Parks
Klima im Hawaiʻi Volcanoes Monat für Monat
Der Park erstreckt sich vom Meer bis zum Gipfel des Mauna Loa (4.169 m). Die folgende Tabelle bezieht sich auf den wichtigsten Besucherbereich rund um die Kīlauea Caldera (etwa 1.200 m Höhe), wo sich die Wanderwege, das Volcano House und das Visitor Center konzentrieren. Diese Durchschnittswerte dienen nur als Orientierung und können je nach lokalem Mikroklima stark schwanken.
| Monat | Höchsttemperatur | Tiefsttemperatur | Niederschlag ca. |
|---|---|---|---|
| Januar | 17 °C | 11 °C | 200 mm |
| Februar | 17 °C | 11 °C | 180 mm |
| März | 18 °C | 12 °C | 160 mm |
| April | 19 °C | 13 °C | 140 mm |
| Mai | 20 °C | 14 °C | 100 mm |
| Juni | 22 °C | 15 °C | 80 mm |
| Juli | 23 °C | 16 °C | 70 mm |
| August | 23 °C | 16 °C | 75 mm |
| September | 22 °C | 15 °C | 100 mm |
| Oktober | 21 °C | 14 °C | 130 mm |
| November | 19 °C | 13 °C | 170 mm |
| Dezember | 17 °C | 11 °C | 200 mm |
In der Küstenebene herrschen das ganze Jahr über 28 bis 30 °C. Es regnet dort wenig, dafür gibt es kräftigen Wind und eine intensive Reflexion auf dem schwarzen Vulkangestein. Zwei Landschaften, zwei passende Ausrüstungen im selben Rucksack.
Das Klima nach Jahreszeit
Winter (Dezember, Januar, Februar)
Am Gipfel ist dies die feuchteste Jahreszeit. Manchmal regnet es mehrere Tage hintereinander, Nebel hüllt die Caldera regelmäßig ein und die nächtlichen Temperaturen sinken oft unter 10 °C. Die Atmosphäre rund um die Fumarolen wirkt spektakulär, fast geisterhaft. Der Besucherandrang ist gering, und auf den Trails geht es ruhiger zu. Der Haken: Nimm eine wirklich wasserdichte Regenjacke und warme Schichten mit.
Frühling (März, April, Mai)
Ab April wird der Regen weniger hartnäckig. Die Temperaturen steigen allmählich. Der Mai markiert oft den Übergang zu stabileren Bedingungen: klare Vormittage und kurze Schauer am Nachmittag. Das ist ein gutes Zeitfenster, wenn du den sommerlichen Andrang vermeiden möchtest, ohne den anhaltenden Regen des Winters in Kauf zu nehmen.
Sommer (Juni, Juli, August)
Diese Zeit eignet sich am besten für einen Besuch im Herzen des Parks. Die Vormittage sind oft klar, die Temperaturen angenehm (tagsüber 20 bis 23 °C), und die Nächte kühl, aber gut auszuhalten (14 bis 16 °C). Die Sichtverhältnisse an der Caldera sind besser. Der Nachteil: Jetzt ist touristische Hochsaison, außerdem sind die Wirbelstürme im zentralen Pazifik besonders aktiv (siehe den Abschnitt zu den Warnhinweisen weiter unten).
Herbst (September, Oktober, November)
September und Oktober bleiben mild, allerdings besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko für tropische Wettersysteme. Im November kehrt der Regen allmählich zurück. Bei tropischen Tiefdruckgebieten, die vor der Küste vorbeiziehen, kann kräftiger Wind über die Küste hinwegfegen. Der Herbst ist eine ordentliche Übergangsjahreszeit, die wegen ihrer hellen Tage oft unterschätzt wird.
Ist es im Hawaiʻi Volcanoes kalt oder warm? Rekorde und Extreme
Das hängt ganz davon ab, wo du dich im Park aufhältst. An der Kīlauea Caldera wird es selten im Sinne eines Badeurlaubs heiß: Die sommerlichen Höchstwerte erreichen 23 °C, während die winterlichen Tiefstwerte bei klarem, windigem Wetter bis auf 5 °C sinken können. Schnee bleibt in diesem Bereich selten, ist an den Hängen des Mauna Loa oberhalb von 3.000 m aber nicht ausgeschlossen.
In der Küstenebene ist es genau umgekehrt: Die Sonne brennt, die im schwarzen Gestein gespeicherte Hitze lässt die Temperaturen noch höher steigen als die Umgebungsluft, und die wenigen Schattenplätze sind kostbar. Der gefühlte Unterschied zwischen den beiden Parkenden kann an einem einzigen Tag leicht mehr als 12 °C betragen.
Wie du dich je nach Jahreszeit kleidest
Die Grundregel gilt alle zwölf Monate: Zieh dich nach dem Zwiebelprinzip an. Der Temperaturunterschied zwischen Gipfel und Küste erstreckt sich über nur wenige Straßenkilometer.
Auf Gipfelhöhe (Kīlauea Caldera, oberer Abschnitt der Chain of Craters Road):
- Atmungsaktives T-Shirt plus Fleece oder Hoodie plus wasserdichte Windjacke, im Winter unverzichtbar und im Sommer bei plötzlichen Schauern nützlich
- Geschlossene Schuhe mit rutschfesten Sohlen, auf den Lavafeldern Pflicht, denn das ʻAʻā-Gestein zerreißt dünne Sohlen
- Eine Mütze und Handschuhe sind bei Sonnenaufgängen im Winter oder nachts zu empfehlen
In der Küstenebene:
- Leichte Kleidung, Hut und Sonnenbrille
- Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, denn die Reflexion auf dem schwarzen Gestein ist tückisch
- Für jeden Ausflug mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person, denn am Küstenweg gibt es keine Wasserstelle
Bei starkem Vog verbessert eine FFP2-Maske den Komfort für Menschen mit empfindlichen Atemwegen deutlich.
Warnhinweise und Bedingungen, die du im Blick behalten solltest
Der Vog. Das ist die parkspezifische Wettergefahr, die es sonst nirgendwo in den Vereinigten Staaten in dieser Form gibt. Kīlauea stößt ständig Schwefeldioxid (SO2) aus. Zusammen mit der Luftfeuchtigkeit bildet es einen sauren Dunst, der als „Vog“ (volcanic smog) bezeichnet wird. Je nach Richtung der Passatwinde kann er den ganzen Park oder Teile davon bedecken, die Sicht auf wenige hundert Meter reduzieren und Hals, Augen sowie Bronchien reizen. Das Hawaiian Volcano Observatory (HVO) veröffentlicht die SO2-Werte in Echtzeit.
Die Hurrikansaison. Sie dauert auf Hawaiʻi offiziell von Juni bis November, mit einem Aktivitätshöhepunkt im August und Oktober. Wirbelstürme, die die Inseln direkt treffen, sind selten. Doch schon ein tropisches Wettersystem in einiger Entfernung kann sintflutartigen Regen, Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h und Überschwemmungen in tiefer gelegenen Bereichen auslösen. Lies die Meldungen des National Weather Service (NWS Honolulu), sobald sich im zentralen Pazifik ein Tiefdruckgebiet bildet.
Straßensperrungen. Ein Ausbruch, ein Erdrutsch oder ein Lavastrom kann einzelne Abschnitte ohne Vorwarnung unpassierbar machen, besonders auf der Chain of Craters Road. Prüfe vor der Abfahrt die aktuellen Warnhinweise auf der offiziellen Parkseite.
Gewitter durch Konvektion. Im Sommer können sie sich am Nachmittag an den Hängen des Mauna Loa schnell bilden. Suche die Schutzmöglichkeiten, bevor du zu einer langen Wanderung aufbrichst, und beobachte ab 13 Uhr den Himmel.
Häufige Fragen
Ist es im Hawaiʻi Volcanoes National Park kalt?
Im Hawaiʻi Volcanoes kann es kalt werden, besonders an der Kīlauea Caldera (etwa 1.200 m Höhe). Die Winternächte sinken regelmäßig unter 10 °C, und Wind in Verbindung mit Nebel lässt Tage mit 14 oder 15 °C deutlich kälter wirken. Die Küstenebene bleibt dagegen das ganze Jahr über warm, mit etwa 28 bis 30 °C.
Wann ist Hurrikansaison auf Hawaiʻi?
Die Hurrikansaison auf Hawaiʻi dauert offiziell von Juni bis November, mit einem Aktivitätshöhepunkt im August und Oktober. Wirbelstürme, die die Inseln direkt erreichen, sind selten. Ein Hurrikan oder tropischer Sturm in der Nähe kann jedoch heftigen Regen, starke Winde und Überschwemmungen im Park verursachen.
Welcher Vulkan ist auf Hawaiʻi aktiv?
Kīlauea ist der wichtigste aktive Vulkan im Hawaiʻi Volcanoes. Er bricht seit Jahrzehnten mit Unterbrechungen aus und zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Der ebenfalls im Park gelegene Mauna Loa ist zuletzt 2022 ausgebrochen. Informiere dich vor deinem Besuch beim Hawaiian Volcano Observatory über die aktuelle Aktivitätslage.
Wann ist es auf Hawaiʻi am wärmsten?
Im gesamten Archipel sind die Temperaturen von Juni bis September am höchsten. Im Hawaiʻi Volcanoes sind Juli und August auf Gipfelhöhe die mildesten und sonnigsten Monate, mit Höchstwerten um 23 °C. An der Küste bleiben die Temperaturen dagegen praktisch das ganze Jahr über hoch, ohne eine kalte Jahreszeit.
