Wetter im Death Valley: Vorhersage, Klima und aktuelle Bedingungen
Death Valley ist ein Wüstenbecken, das 86 m unter dem Meeresspiegel liegt. Felswände ringsum halten die heiße Luft fest und verhindern ihren Austausch. Das Klima ist extrem trocken: Pro Jahr fallen etwa 50 mm Niederschlag, also so viel wie in einer französischen Stadt in einem einzigen Regenmonat. Die klare Antwort: Von Oktober bis April ist der Park eindrucksvoll und gut zu bereisen, ab Mai wird es anspruchsvoll und von Juni bis September ohne sorgfältige Vorbereitung potenziell gefährlich.
Aktuelle Messwerte sind momentan nicht verfügbar. Die saisonalen Mittelwerte stehen weiter unten.
Messwerte von Open-Meteo · wird aktualisiert… · Zeitzone des Parks
Das Klima im Death Valley Monat für Monat
Die folgenden Werte beziehen sich auf Furnace Creek, die Referenzstation im Zentrum des Beckens. In höheren Bereichen wie Dante's View auf 1.669 m und Telescope Peak auf 3.367 m liegen die Temperaturen deutlich niedriger.
| Monat | Tiefstwert | Höchstwert | Niederschlag |
|---|---|---|---|
| Januar | 4 °C | 18 °C | 5 mm |
| Februar | 7 °C | 23 °C | 6 mm |
| März | 12 °C | 28 °C | 5 mm |
| April | 17 °C | 34 °C | 3 mm |
| Mai | 23 °C | 40 °C | 3 mm |
| Juni | 29 °C | 45 °C | 1 mm |
| Juli | 32 °C | 47 °C | 4 mm |
| August | 31 °C | 45 °C | 5 mm |
| September | 26 °C | 40 °C | 4 mm |
| Oktober | 18 °C | 33 °C | 3 mm |
| November | 9 °C | 24 °C | 5 mm |
| Dezember | 4 °C | 18 °C | 6 mm |
Im Juni, Juli und August fallen zusammen kaum 10 mm Niederschlag. Diese extreme Trockenheit verstärkt zusammen mit der Beckenlage die Hitze auf ein Niveau, das es sonst nirgendwo in Nordamerika gibt.
Das Klima nach Jahreszeit
Winter (Dezember bis Februar)
Der Winter ist die große Überraschung im Death Valley. Tagsüber werden 17 bis 23 °C erreicht. Nachts sinken die Temperaturen auf etwa 4 bis 7 °C und können unten im Becken nahe an 0 °C kommen. Die umliegenden Gipfel, von denen einige über 3.000 m hoch sind, tragen dann Schnee. So entsteht ein eindrucksvoller Kontrast zu den tiefer gelegenen Salzebenen. Das flache, goldene Winterlicht eignet sich ideal zum Fotografieren. Du kannst wandern, ohne die Hitze fürchten zu müssen, solltest aber ab Sonnenuntergang eine warme Schicht dabeihaben.
Frühling (März bis Mai)
Das ist die meistbesuchte Jahreszeit im Park, und das hat gute Gründe. Im März und April schwanken die Temperaturen je nach Tag zwischen 12 und 34 °C. Nach einem ausreichend feuchten Winter können Wildblumen wie desert gold, Phacelia und dune primrose die Ebene von Badwater mit einem spektakulären Farbteppich bedecken. Ab Mitte Mai steigt das Thermometer auf etwa 40 °C. Das ist das Zeichen, dass sich das angenehme Zeitfenster schließt.
Sommer (Juni bis September)
Sagen wir es direkt: Der Sommer im Death Valley ist keine gewöhnliche Reisezeit. Im Juli steigt die Temperatur unten im Becken regelmäßig über 48 °C. Nachts sinkt sie nicht unter 30 °C. Die Salzoberfläche von Badwater kann 90 °C erreichen. Der NPS empfiehlt ausdrücklich, von April bis Oktober zwischen 10 und 16 Uhr jede Aktivität im Freien zu vermeiden. Besucher, die an extreme Hitze nicht gewöhnt sind, sollten sich von Juni bis September auf klimatisierte Bereiche beschränken. Der nordamerikanische Monsun bringt von Juli bis Mitte September gelegentlich kurze, heftige Schauer, die in den Canyons Sturzfluten auslösen.
Herbst (Oktober bis November)
Im Oktober kehren gut verträgliche Bedingungen zurück. Die Höchstwerte liegen im Oktober wieder unter 35 °C und im November bei etwa 24 °C. Der Himmel ist fast immer blau, und es sind deutlich weniger Menschen unterwegs als im Frühling. Das ist ein ausgezeichnetes Zeitfenster, um die Dünen von Mesquite Flat oder die farbenprächtigen Landschaften von Artists Palette ohne den Druck der heißesten Tagesstunden zu erkunden.
Ist es im Death Valley kalt oder heiß? Rekorde und Extreme
Beides, ohne Zwischenstufen. Death Valley hält den offiziell anerkannten Weltrekord für die höchste Lufttemperatur: 56,7 °C wurden am 10. Juli 1913 in Furnace Creek gemessen (Weltorganisation für Meteorologie). Umgekehrt sank das Thermometer an derselben Station in außergewöhnlichen Winternächten bereits unter -9 °C. Die Spanne zwischen den absoluten Extremen beträgt an diesem geografischen Punkt mehr als 65 °C.
Das ist keine bloße Quizkuriosität. Die Geografie erklärt alles: Das Becken unter dem Meeresspiegel hält die heiße Luft wie ein Schnellkochtopf fest, und die fast vollständig fehlende Feuchtigkeit verhindert die natürliche nächtliche Abkühlung. Die Trockenheit verstärkt die gefühlte Hitze weit über das hinaus, was ein Thermometer erahnen lässt.
Was du je nach Jahreszeit anziehen und mitnehmen solltest
November bis April. Nimm mehrere Schichten mit: ein T-Shirt oder leichtes Hemd für den Tag sowie Fleece oder eine Jacke für den Abend und kühle Morgenstunden. Geschlossene Wanderschuhe sind unverzichtbar, weil der Untergrund felsig ist und das Salz im Becken dünne Sohlen angreift. Hut und Sonnenbrille gehören das ganze Jahr ins Gepäck. Die von den Salzebenen reflektierte Sonne ist intensiver, als sie selbst im Januar wirkt.
Mai bis Oktober. Jetzt gelten völlig andere Regeln. Trage leichte lange Ärmel als Sonnenschutz und kein ärmelloses Oberteil sowie einen Hut mit breiter Krempe. Plane mindestens 4 Liter Wasser pro Person und Stunde zu Fuß ein, bei Temperaturen über 40 °C noch mehr. Verlasse das Fahrzeug nur vor 9 Uhr oder nach 18 Uhr. Prüfe vor der Fahrt den Reifendruck. Hitze lässt die Reifen sich ausdehnen und kann auf überhitztem Asphalt einen Schaden verursachen. Lass niemals ein Kind oder Tier in einem stehenden Fahrzeug, auch nicht für wenige Minuten.
Warnungen und Bedingungen, die du im Blick behalten solltest
Extreme Hitze. Wenn die Lufttemperatur über 38 °C steigt, gibt der NPS eine Heat Advisory heraus. Ab 43 °C gilt eine Excessive Heat Warning. Bleib dann in klimatisierten Räumen. Das Furnace Creek Visitor Center und die Station in Stovepipe Wells sind die beiden wichtigsten Zufluchtsorte an der zentralen Parkachse.
Sturzfluten. Die Topografie des Parks verwandelt schon einen leichten Schauer auf den Bergkämmen in einen Strom am Grund eines Canyons. Eine Flut kann bei wolkenlosem Himmel im Tal eintreffen, gespeist von einem Gewitter, das 30 km entfernt unsichtbar bleibt. Bevor du einen engen Canyon betrittst, prüfe, ob der Himmel über allen umliegenden Höhenzügen klar ist. Informiere dich vor jeder Tour in engem Gelände über die Warnungen des National Weather Service für das Gebiet.
Straßensperrungen. Nebenstrecken wie Artists Drive, Titus Canyon und die Salzpisten nach Badwater werden nach Regenfällen oder extremer Hitze regelmäßig gesperrt. Prüfe den aktuellen Straßenzustand auf der offiziellen Parkseite oder in unserem kompletten Death-Valley-Guide, bevor du eine Fahrt abseits befestigter Straßen planst.
Häufige Fragen
Was ist der Temperaturrekord im Death Valley?
Der weltweite Lufttemperaturrekord liegt bei 56,7 °C. Er wurde am 10. Juli 1913 in Furnace Creek (Station Greenland Ranch) gemessen und von der Weltorganisation für Meteorologie anerkannt. Die Bodentemperatur kann auf den Salzebenen im Hochsommer über 90 °C steigen.
Wie warm ist es im Death Valley?
Im Death Valley reichen die Temperaturen unten im Becken von mindestens 4 °C im Januar bis maximal 47 °C im Juli. Von November bis März liegen die Tageshöchstwerte zwischen 18 und 28 °C. Das ist ein sehr angenehmer Bereich zum Wandern und Erkunden der Trails.
Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Besuch im Death Valley?
Das hängt von der Jahreszeit ab. Von November bis April kannst du den Park unter idealen und sicheren Bedingungen erkunden. Von Mai bis Oktober ist die Hitze intensiv und kann für unvorbereitete Besucher gefährlich werden. Deinen Reisetermin passend zu deinen Interessen findest du auf unserer Seite zur besten Reisezeit.
Wie hoch ist die Durchschnittstemperatur im Death Valley?
Die jährliche Durchschnittstemperatur in Furnace Creek liegt bei etwa 25 °C, doch dieser Wert täuscht. Die Winter sind mild, mit 4 bis 18 °C im Januar, die Sommer extrem, mit 32 bis 47 °C im Juli. Im Death Valley zählt die Jahreszeit, nicht der Jahresdurchschnitt.
