Unterwegs im Death Valley: Auto, Straßen und Parkplätze
Kurzantwort: Du erkundest Death Valley ausschließlich mit dem eigenen Auto. Im Park gibt es weder einen Shuttle noch Busse oder einen Zug. Ohne motorisiertes Fahrzeug bleibst du in deiner Mobilität auf die unmittelbare Umgebung von Furnace Creek beschränkt.
Anreise zum Death Valley
Im Death Valley gibt es keinen öffentlichen Nahverkehr. Um den Park zu erreichen, brauchst du ein motorisiertes Fahrzeug, egal ob du von Las Vegas (etwa 2 Stunden) oder von Los Angeles (etwa 4,5 Stunden) losfährst. Je nach Anfahrtsrichtung kannst du mehrere Parkeingänge nutzen. Routen, nahegelegene Flughäfen und organisierte Shuttles ab Las Vegas findest du im Guide zur Anreise ins Death Valley.
Das Eintrittsticket wird an jedem Zugang kontrolliert. Informationen zu den Preisen und zum America the Beautiful Pass findest du auf unserer Seite zu Eintrittspreisen und Pässen.
Unterwegs im Park
Mit dem Auto
Das Auto ist im Death Valley die einzige wirklich praktikable Möglichkeit, unterwegs zu sein. Der Park ist mehr als 13.500 km² groß, deshalb sind die Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten für jede andere Option viel zu weit.
Die Highway 190 bildet die wichtigste Ost-West-Verbindung. Asphaltierte Straßen führen zu allen bekannten Bereichen: Furnace Creek, Zabriskie Point, Badwater Basin, Artists Drive, Dante's View, Mesquite Flat Sand Dunes und Stovepipe Wells. Zwei Panoramastraßen sind Einbahnstrecken: Artists Drive (9 km) und Twenty Mule Team Canyon (7 km). Titus Canyon ist eine 43 km lange Einbahnstrecke. Wohnmobile und zu breite Fahrzeuge dürfen sie nicht befahren.
Halte dich unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen: 55 mph (88 km/h) auf freien Straßen sowie 35 mph (56 km/h) in Ortschaften und Wohngebieten. Ranger kontrollieren diese Abschnitte regelmäßig, besonders in der Umgebung von Furnace Creek.
Mit dem Shuttle
Im Death Valley gibt es keinen öffentlichen Shuttle. Anders als in Zion oder Yosemite betreibt der NPS keinen Shuttle innerhalb des Parks. Einige Anbieter organisieren geführte Touren ab Las Vegas. Sie eignen sich für einen ersten Eindruck, reichen aber nicht aus, wenn du den Park in deinem eigenen Tempo erkunden möchtest.
Mit dem Fahrrad
Auf den asphaltierten Straßen ist Radfahren erlaubt. In der Praxis machen die Entfernungen von mehr als 40 km zwischen Furnace Creek und Stovepipe Wells sowie die Hitze das Radfahren außerhalb des Zeitraums Oktober bis März unmöglich. Selbst dann solltest du nur früh am Morgen losfahren. Im Sommer treten Hitzschlag und Dehydrierung schnell auf. Ab Mai ist diese Option daher grundsätzlich keine gute Idee.
Wo du im Death Valley National Park parken kannst
Das Parken ist im gesamten Park kostenlos, ohne Parkuhr und ohne Reservierung. Jede Sehenswürdigkeit hat ihren eigenen Parkplatz.
In der Hochsaison, also von Februar bis April zur Blütezeit und an Herbstwochenenden, sind manche Parkplätze schon früh voll:
Badwater Basin: großer Parkplatz, der in der Saison jedoch vor 9 Uhr voll ist. Komm vor 8.30 Uhr oder nach 15.30 Uhr, dann findest du einen Platz, ohne warten zu müssen.
Zabriskie Point: schmaler Parkplatz, häufig wird auf den Seitenstreifen der Straße ausgewichen. Für den Sonnenaufgang solltest du vor 6.30 Uhr da sein. Für das Licht am späten Nachmittag kommst du am besten nach 16 Uhr.
Mesquite Flat Sand Dunes: geräumiger Parkplatz, der außerhalb der stärksten Wochenendzeiten nur selten voll ist.
Dante's View: Die 10 km lange Zufahrtsstraße ist schmal und kurvenreich. Wohnmobile mit mehr als 7 m Länge dürfen diese Straße nicht befahren. Der Parkplatz am Ende der Strecke ist ausreichend groß, füllt sich an Wochenendmorgen aber schnell.
Furnace Creek (Visitor Center): der größte Parkplatz im Park. Selbst in der Hochsaison findest du dort fast immer einen Platz.
Entfernungen und Fahrzeiten zwischen den Bereichen
Die Entfernungen innerhalb des Parks überraschen viele Besucher, die zum ersten Mal hier sind. Die folgenden Schätzungen gelten ab Furnace Creek, dem zentralen Ausgangspunkt des Parks:
| Ziel | Entfernung | Fahrzeit |
|---|---|---|
| Zabriskie Point | ~8 km | 10 Min. |
| Badwater Basin | ~27 km | 25 Min. |
| Dante's View | ~40 km | 45 Min. |
| Mesquite Flat Sand Dunes | ~38 km | 35 Min. |
| Stovepipe Wells | ~40 km | 40 Min. |
| Racetrack Playa | ~130 km (4×4-Piste) | 2 Std. 30 Min. bis 3 Std. |
Diese Zeiten berücksichtigen keine Stopps unterwegs, und du wirst welche einlegen. Wenn du die einzelnen Bereiche in einer sinnvollen Reihenfolge verbinden möchtest, sieh dir das Besuchsprogramm für 1, 2 oder 3 Tage an.
Sonderfälle: Wohnmobil, Van, eingeschränkte Mobilität und Tiere
Wohnmobil und großer Van: Die Hauptstraßen sind gut befahrbar, aber in mehreren Bereichen gelten Einschränkungen für die Fahrzeuggröße. Titus Canyon ist für Wohnmobile gesperrt. Für Racetrack Playa brauchst du ein 4×4-Fahrzeug in Standardgröße. Von der Fahrt nach Dante's View wird mit Fahrzeugen über 7 m Länge abgeraten. Informationen zu speziellen Parkplätzen und Entsorgungsstationen findest du im Guide zum Besuch des Death Valley mit dem Wohnmobil.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Das Furnace Creek Visitor Center, die wichtigsten Parkplätze und die untere Plattform am Badwater Basin sind für Rollstühle zugänglich. Dante's View hat eine ausgebaute Plattform, der Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt bleibt jedoch uneben.
Haustiere: Auf den asphaltierten Straßen und in den Campingplätzen sind Haustiere im Park erlaubt, auf Trails und außerhalb befestigter Bereiche dagegen nicht. Bei großer Hitze kann ein Hund, der im Auto zurückbleibt, selbst bei leicht geöffneten Fenstern in weniger als zehn Minuten sterben.
Praktische Tipps zur Mobilität: Treibstoff, Mobilfunk und Klimaanlage
Treibstoff: Im Park gibt es drei Tankstellen, in Furnace Creek, Stovepipe Wells und Panamint Springs. Die Preise liegen dort deutlich über denen in Las Vegas oder Ridgecrest. Tanke vor der Einfahrt in den Park voll, ganz gleich, welchen Eingang du nimmst.
Klimaanlage und Motorkühlung: Lange Pässe mit großen Höhenunterschieden, besonders Townes Pass, beanspruchen das Kühlsystem stark. Der NPS empfiehlt ausdrücklich, die Klimaanlage bei längeren Anstiegen auszuschalten. Wenn die Temperaturwarnleuchte aufleuchtet, halte im Schatten an und lass den Motor im Leerlauf laufen. Schalte ihn nicht sofort aus, denn die Kühlung arbeitet dann weiter. Nimm immer mehrere Liter zusätzliches Wasser mit, für den Kühler und für dich.
Mobilfunk: In weiten Teilen des Parks gibt es praktisch keinen Empfang. Je nach Anbieter ist in Furnace Creek und Stovepipe Wells manchmal ein schwaches Signal verfügbar. Lade deine Karten vor der Einfahrt offline herunter, etwa bei Google Maps oder Maps.me, und hole dir an den Eingängen die kostenlose Papierkarte. Die NPS App funktioniert teilweise offline und enthält Meldungen zu Straßensperrungen.
Wenn du verstehen möchtest, wie die Hitze deine Besuchsplanung je nach Jahreszeit beeinflusst, lies den Wetter-Guide zum Death Valley.
Häufige Fragen
Wie bewegt man sich im Death Valley National Park fort?
Im Death Valley bist du ausschließlich mit dem eigenen Auto unterwegs. Innerhalb des mehr als 13.500 km² großen Parks gibt es weder einen Shuttle noch öffentliche Verkehrsmittel.
Kann ich das Death Valley mit dem Auto durchqueren?
Ja. Die Highway 190 durchquert den Park auf einer vollständig asphaltierten Straße von Osten nach Westen. Für die reine Durchfahrt brauchst du etwa 1,5 Stunden, Stopps nicht eingerechnet.
Wie lange dauert die Durchquerung des Death Valley?
Die reine Fahrt dauert je nach Eingang zwischen 1,5 und 2 Stunden. Wenn du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigen möchtest, solltest du einen ganzen Tag einplanen.
Warum muss ich im Death Valley die Klimaanlage ausschalten?
Bei langen Passanstiegen, besonders am Townes Pass, belastet die Klimaanlage das Kühlsystem und kann den Motor überhitzen lassen. Schalte sie während des Anstiegs aus und erst oben auf der ebenen Strecke wieder ein.
Wo kann ich im Death Valley parken?
Das Parken ist auf allen Parkplätzen des Death Valley kostenlos. Stark besuchte Sehenswürdigkeiten wie Badwater Basin und Zabriskie Point sind in der Hochsaison vor 9 Uhr voll. Komm vor 8.30 Uhr oder nach 15.30 Uhr.
Gibt es im Death Valley National Park Mobilfunk?
Im Death Valley gibt es praktisch keinen Mobilfunkempfang. Bei manchen Anbietern ist in Furnace Creek und Stovepipe Wells ein schwaches Signal verfügbar. Lade deine Karten vor der Einfahrt offline herunter.
