Unabhängige Reiseführer zu den US-Nationalparks
Siebdruck-Illustration: Weiße Salzpolygone des Badwater Basin, dunkle Berge und flaches Licht am tiefsten Punkt.

Was du in Death Valley unternehmen kannst: Highlights und Aktivitäten

Von Jocelyn Pion · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer Death Valley

Der Death Valley National Park erstreckt sich auf 13.650 km² zwischen Kalifornien und Nevada. Hier findest du Landschaften, die es sonst nirgends in Nordamerika gibt. Die fünf Orte, die ganz oben auf deine Liste gehören, sind Badwater Basin, die tiefste Salzebene des Kontinents auf 86 m unter dem Meeresspiegel, Zabriskie Point mit seinen goldenen Badlands im ersten Morgenlicht, die Artists Drive mit ihrem vielfarbigen Berghang, die Mesquite Flat Sand Dunes und der überwältigende Panoramablick von Dante's View. Diese fünf Ziele bilden das Grundgerüst eines gelungenen Besuchs. Alles andere lässt sich darum herum planen.

Death Valley kurz und knapp: Regionen, Zufahrten und Fortbewegung

Der Park wird von einer Nord-Süd-Achse durchzogen, der CA-190. Vier Zentren gliedern deinen Besuch.

Furnace Creek ist das Hauptzentrum des Parks. Hier befinden sich das Visitor Center, fast alle Unterkünfte und die Tankstellen. Von hier aus kannst du ganz natürlich in alle Richtungen aufbrechen.

Südlich von Furnace Creek führt die Salzebene entlang der Artists Drive und des Devils Golf Course hinunter zum Badwater Basin.

Im Osten überblicken Zabriskie Point und Dante's View das Tal von den Höhenzügen der Black Mountains aus.

Weiter nördlich ist Stovepipe Wells der zweite Ort mit Versorgungsmöglichkeiten und das Tor zu den Mesquite Flat Sand Dunes und dem Mosaic Canyon.

Der äußerste Norden mit Ubehebe Crater, Scotty's Castle und Racetrack Playa erfordert längere Fahrten. Für einige Pisten brauchst du außerdem ein Fahrzeug mit großer Bodenfreiheit.

Der Park ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet, ohne saisonale Einschränkungen bei der Zufahrt. Der Eintritt kostet 30 US-Dollar pro Fahrzeug und gilt sieben Tage lang. Der Jahrespass für den Park kostet 55 US-Dollar. Einzelheiten zur Anfahrt, zu den verschiedenen Eingängen und zu den Transportmöglichkeiten findest du in unseren praktischen Informationen zur Anreise nach Death Valley. Bevor du auf unbefestigten Pisten fährst, sieh in unserem Überblick über die je nach Fahrzeug befahrbaren Straßen in Death Valley nach.

Wie viel Zeit brauchst du für Death Valley?

Mit zwei vollen Tagen deckst du die großen Ziele im zentralen Tal ab: Badwater Basin, Zabriskie Point, Dante's View, Artists Drive und die Dünen. Ein dritter Tag bietet Zeit für den äußersten Norden mit Ubehebe Crater, Titus Canyon und Racetrack Playa oder für eine anspruchsvollere Wanderung wie den Aufstieg zum Telescope Peak.

Ein Tagesausflug von Las Vegas und zurück ist mit etwa zwei Stunden Fahrzeit über die US-95 und anschließend die NV-373 technisch machbar. Badwater Basin, Artists Drive und ein Sonnenuntergang am Zabriskie Point ergeben dann ein knapp, aber noch vertretbar geplantes Programm. Trotzdem ist der Tag straff, und nach einem Tag in der Hitze summiert sich die Ermüdung vom Fahren schnell.

Der Guide zu den Routen in Death Valley enthält detaillierte Programme für einen, zwei oder drei Tage, mit Entfernungen, Fahrzeiten und je nach Jahreszeit empfohlenen Uhrzeiten.

Die Highlights nach Regionen

Region Furnace Creek: das Herz des Parks

Siebdruck-Illustration: Palmen und Gebäude von Furnace Creek bilden eine grüne Oase inmitten des weiten Mineralien-Tals.

Das Furnace Creek Visitor Center ist der logische erste Halt bei jedem Besuch. Dort bekommst du die offizielle NPS-Karte, die Wetterberichte des Tages, die von April bis Oktober unverzichtbar sind, sowie Informationen über gesperrte Pisten. Die Mitarbeitenden des Parks kennen den aktuellen Straßenzustand.

Nur wenige Schritte entfernt erzählt Harmony Borax Works unter freiem Himmel die Geschichte des Bergbaus im Park. Die Ruinen der Boraxfabrik aus dem 19. Jahrhundert erreichst du über einen ebenen, 500 m langen Hin- und Rückweg. Noch heute siehst du die Gerippe der Wagen, die von den berühmten Gespannen mit zwanzig Maultieren, den „Twenty Mule Teams“, zur Küste gezogen wurden, um Borax abzutransportieren.

Salt Creek liegt einige Kilometer nordwestlich und ist Lebensraum einer der ungewöhnlichsten Arten des Parks, des Salt-Creek-Pupfish (Cyprinodon salinus). Dieser Fisch überlebt in dem brackigen Wasser seit der Zeit, als die Region von Seen bedeckt war. Ein Holzsteg folgt dem Creek auf einigen hundert Metern. Früh am Morgen, vor 9 Uhr, kannst du die Fischschwärme von der Brücke aus sehen.

Östliche Region: Badlands, Aussichtspunkte und farbige Canyons

Siebdruck-Illustration: Wanderer bewegen sich zwischen den goldenen Felswänden des Golden Canyon auf die geformten Felsen der Red Cathedral zu

Zabriskie Point ist das berühmte Bild von Death Valley: Eine Terrasse aus Vulkangestein fällt zu einem Labyrinth erodierter Grate ab, den Zabriskie Badlands mit ihren gelben, goldenen und ockerfarbenen Schichten. Im ersten Morgenlicht, wenn die tief stehende Sonne die Gesteinsschichten färbt, ist der Anblick beeindruckend. Der Parkplatz füllt sich zu den besten Lichtzeiten schnell. Komm 30 Minuten vor Sonnenaufgang an, damit du einen Platz bekommst. Im Hochsommer bedeutet das 5:30 Uhr.

Den Twenty Mule Team Canyon kannst du auf einer 6 km langen Piste mit dem Auto erkunden. Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit sind nicht zu empfehlen. Die creme-, lavendel- und perlgrauen Bentonitformationen bilden einen starken Kontrast zum blauen Himmel. Das ist eines der bestgehüteten Geheimnisse des Parks und deutlich weniger besucht als die bekanntesten Ziele.

Dante's View liegt auf 1.669 m Höhe. Vom Aussichtspunkt überblickst du die gesamte Breite des Tals auf einmal: Links unten liegt Badwater Basin, dessen weiße Salzfläche mit bloßem Auge zu erkennen ist, gegenüber erhebt sich Telescope Peak auf 3.368 m. Die Zufahrtsstraße ist bis nach oben asphaltiert, für Wohnmobile mit mehr als 9 m Länge jedoch gesperrt. Im Juli und August ist es hier 10 bis 15 °C kühler als unten im Tal. Fahr in der Mitte des Tages hinauf, wenn die Hitze im Tal unerträglich wird.

Golden Canyon erkundest du zu Fuß vom Parkplatz an der Badwater Road aus. Der Trail führt zwischen leuchtend roten und orangefarbenen Wänden in den Canyon hinein. Bis zur Red Cathedral sind es 2 km pro Strecke, ohne technische Schwierigkeiten. Eine gute Wahl mit Kindern, denn der Weg ist eben, farbenfroh und stellenweise schattig.

Südliche Region: Salz, Farben und geologische Formationen

Siebdruck-Illustration: Rosa, grüne und ockerfarbene Kurven der Artists Palette, durchzogen von der schmalen Straße des Artists Drive

Badwater Basin ist mit 86 m unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas. Du gehst auf einer Salzkruste, die von regelmäßigen Polygonen geprägt ist. Dieses Kristallisationsphänomen erneuert sich nach jedem Regen. Plane 30 bis 45 Minuten ein, um die großen Polygone zu erreichen und zurückzugehen. Vorsicht: Im Sommer kann der Boden über 70 °C heiß werden. Auch für diesen kurzen Ausflug brauchst du geschlossene Schuhe. An der gegenüberliegenden Felswand zeigt ein Schild die Meereshöhe an, 86 m über deinen Füßen.

Die Artists Drive ist eine 14 km lange Einbahnstraße ab der Badwater Road. Ihr Höhepunkt ist die Artists Palette, eine vielfarbige Felswand mit grünen, rosa, violetten und gelben Farbtönen, die durch Metalloxide im Vulkangestein entstehen. An einem eigenen Parkplatz kannst du aussteigen und zu Fuß näher herangehen. Die Straße ist für Fahrzeuge über 6 m Länge gesperrt, Wohnmobile eingeschlossen. Wenn du mit einem Wohnmobil unterwegs bist, lass es am Anfang der Schleife stehen und komm mit deinem Mietwagen oder Fahrrad zurück.

Der Devils Golf Course verdankt seinen Namen einer weiten Salze­bene mit so scharfkantigen Kristallen, dass sie Schuhsohlen aufschlitzen. Es gibt keinen markierten Trail, du bewegst dich frei zwischen den weißen, durchscheinenden Graten. Bei heißem, windstillem Wetter hörst du, wie die Kristalle unter der Hitze knacken und zusammenbrechen. In dieser stillen Umgebung ist das ein überraschendes Klangerlebnis.

Natural Bridge erreichst du von der Badwater Road über eine 4 km lange Piste. Der natürliche Kalksteinbogen ist etwa 12 m hoch und liegt 15 Gehminuten vom Parkplatz entfernt. Im Vergleich zu den Hauptzielen ist er wenig besucht.

Region Stovepipe Wells: Dünen und Mosaic Canyon

Siebdruck-Illustration: Goldene Kämme der Mesquite Flat Sand Dunes mit Fußspuren und violetten Bergen im Abendlicht

Die Mesquite Flat Sand Dunes sind die einzigen großen Dünen im Park, die du problemlos zu Fuß erreichst. Die höchsten sind etwa 30 m hoch. Es gibt keinen markierten Trail, du wählst deine eigene Route. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind hier außergewöhnlich, wenn die Kämme präzise Schattenlinien auf den hellen Sand zeichnen. Im ersten Morgenlicht bleiben die frischen Spuren von Füchsen, Kojoten und Klapperschlangen im Sand sichtbar. Im Sommer solltest du nur früh am Morgen zu den Dünen gehen, denn die Hitze dort ist heftig.

Mosaic Canyon liegt direkt westlich von Stovepipe Wells. Bei trockenem Wetter führt eine 4 km lange, mit einem Fahrzeug mit Zweiradantrieb befahrbare Piste dorthin. Der Trail dringt in einen Korridor aus von Hochwasser glatt poliertem Brekzienmarmor vor. An einigen Stellen verengen sich die Wände auf weniger als 1 m. Je nach Lust und Kondition gehst du 2 bis 4 km, ohne größere technische Schwierigkeiten. Am Morgen fällt das Licht besonders gut in den Canyon.

Äußerster Norden: Vulkankrater, legendäre Piste und verlassenes Schloss

Siebdruck-Illustration: Der gewaltige Ubehebe Crater mit roten und schwarzen Vulkanwänden, gesehen von seinem Aussichtspunkt

Der Ubehebe Crater ist ein 240 m tiefer und 800 m breiter Vulkankrater. Er entstand vor etwa 2.000 Jahren durch eine phreatomagmatische Explosion. Du kannst ihn auf einem gut ausgebauten 1,5 km langen Weg umrunden. Der Blick in den orange-schwarzen Kraterboden ist beeindruckend. Von Furnace Creek brauchst du etwa 1 Stunde und 15 Minuten bis dorthin.

Scotty's Castle ist ein exzentrisches Herrenhaus aus den 1920er-Jahren. Ein Millionär, Albert Johnson, ließ es für den charmanten Betrüger Walter Scott, auch „Death Valley Scotty“ genannt, errichten. Das Gebäude war seit den Überschwemmungen von 2015 geschlossen, eine teilweise Wiedereröffnung war im Gang. Prüfe unbedingt auf der NPS-Website den aktuellen Stand, bevor du diesen Abstecher planst, denn auch die Zufahrtsstraße kann je nach Bedingungen gesperrt sein.

Racetrack Playa ist die rätselhafteste Piste des Parks. Mehrere Kilogramm schwere Steine bewegen sich von allein über die lehmige Oberfläche und hinterlassen Spuren, die jahrelang sichtbar bleiben. Das 2014 von Forschenden aufgeklärte Phänomen hängt mit dünnen nächtlichen Eisschichten zusammen, die der Wind am frühen Morgen verschiebt. Die Zufahrt führt über 50 km unbefestigte Piste ab Ubehebe Crater, mit steinigen Abschnitten. Ein SUV mit großer Bodenfreiheit ist unverzichtbar. Wenn du dich auf solchen Pisten nicht sicher fühlst, ist ein echter Geländewagen besser. Komm früh am Morgen, denn das flache Licht macht die Spuren besser sichtbar.

Titus Canyon bietet eine 42 km lange Einbahnstraße ab Nevada, die über die NV-374 erreichbar ist. Der Canyon wird nach und nach zu einer beeindruckenden Schlucht. Empfehlenswerte Stopps sind die in den Fels gemeißelten Felsbilder der amerikanischen Ureinwohner und die Ruinen von Leadfield, einer Geisterstadt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Bei trockenem Wetter ist die Piste mit einem Fahrzeug mit Zweiradantrieb und großer Bodenfreiheit befahrbar. Bei Nässe wird die Straße wegen der Gefahr von Sturzfluten geschlossen.

Die schönsten Wanderungen in Death Valley

Der Park bietet Trails für jedes Niveau. Leicht sind Golden Canyon, 4 km hin und zurück und fast eben, Natural Bridge, 30 Minuten ab dem Parkplatz, sowie die Ubehebe-Crater-Runde mit 1,5 km. Mittleres Niveau hat Mosaic Canyon mit bis zu 4 km sowie der Darwin-Falls-Trail, der zu einem Wasserfall in einem grünen Canyon im Westen des Parks führt. Eine ernsthafte Herausforderung außerhalb der Sommersaison ist der Aufstieg zum Telescope Peak mit 28 km hin und zurück und 1.700 m Höhenunterschied ab dem Mahogany-Flat-Campingplatz.

Die wichtigste Sicherheitsregel lautet: Vermeide von Mai bis Oktober zwischen 10 und 16 Uhr jede Wanderung im Tal. Die Bodentemperatur kann über 70 °C steigen, und Hitzschläge treten schnell auf, auch bei trainierten Wanderern. Nimm mindestens 1 Liter Wasser pro geplanter Anstrengungsstunde mit, trage einen Hut und informiere vor dem Aufbruch jemanden über deine Route.

Der Wanderführer für Death Valley beschreibt jeden Trail mit genauer Entfernung, Höhenunterschied, Schwierigkeitsgrad und der besten Jahreszeit.

Weitere Aktivitäten nach deinen Interessen

Wildtierbeobachtung

Siebdruck-Illustration: Ein Wüsten-Dickhornschaf steht bei Tagesanbruch auf einem felsigen Grat in den Bergen des Death Valley.

Death Valley beherbergt eine unauffällige, aber vielfältige Tierwelt. Am häufigsten begegnet dir der Kojote, meist morgens in der Nähe der Campingplätze und Picknickbereiche. Der Kolkrabe, auf Englisch Common Raven, ist im gesamten Park präsent. Reptilienfans entdecken an den heißen Straßen leicht Zebra-tailed Lizards.

Der Pupfish von Saratoga Springs und der von Salt Creek leben in abgelegenen Quellen. Sie sind Überbleibsel der feuchten Quartärzeit, als die Region von Seen bedeckt war. Diese winzigen Fische in ihrem unwirtlichen Lebensraum zu beobachten, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Der Guide zur Tierwelt von Death Valley stellt die typischen Arten des Parks vor und nennt die besten Bedingungen und Orte für ihre Beobachtung.

Astrofotografie und nächtliche Beobachtung

Siebdruck-Illustration: Die gebogene Milchstraße über den wandernden Felsen der Racetrack Playa an einem vollkommen dunklen Nachthimmel.

Death Valley gehört zu den amerikanischen Nationalparks, die am wenigsten von Lichtverschmutzung betroffen sind. In mondlosen Nächten ist die Milchstraße von fast jedem Punkt des Parks aus mit bloßem Auge sichtbar. Die Mesquite Flat Sand Dunes, Badwater Basin und Racetrack Playa sind die bevorzugten Orte der Astrofotografen: weiter freier Horizont und keine störenden Lichtquellen. Nimm ein stabiles Stativ mit und berücksichtige die nächtlichen Temperaturen, die selbst im Sommer in bestimmten Höhenlagen kühl sind.

Super Bloom: Wenn die Wüste blüht

Siebdruck-Illustration: Frühlingsteppich aus desert gold, der die verschneiten Berge über dem sonst trockenen Tal einrahmt

Nach einer niederschlagsreichen Regenzeit bedeckt sich die Wüste im Frühling auf vielen Kilometern mit Wildblumen. Das als Super Bloom bezeichnete Phänomen bleibt unberechenbar. In manchen Jahren sind die Teppiche aus Phacelien und Wüstenmohn spektakulär, in anderen bleibt die Vegetation unscheinbar. Das günstige Zeitfenster reicht normalerweise von Mitte Februar bis Mitte April. Der offizielle Park-Account in den sozialen Netzwerken und die NPS-Website veröffentlichen aktuelle Blütenberichte, sobald sich das Schauspiel ankündigt.

Fahrrad und Tagesausflüge

Siebdruck-Illustration: Badwater Road durchquert das Mineralien-Tal, mit einem einzelnen Auto und der Panamint Range am Horizont

Auf allen asphaltierten Straßen des Parks ist das Rennrad erlaubt. Die Runde um das Tal mit Furnace Creek, Badwater Basin und Artists Drive ist etwa 60 km lang und hat wenig Höhenunterschied. Sie kommt jedoch nur im Winter von November bis März infrage. Im Sommer schließen die Temperaturen lange Radtouren im Tal aus. Mountainbikes sind auf einigen klar ausgewiesenen unbefestigten Pisten erlaubt. Prüfe die Einschränkungen vor Ort im Visitor Center.

Mit der Familie

Siebdruck-Illustration: Eine Familie geht auf dem barrierefreien Steg von Badwater Basin vor der weiten weißen Salzebene.

Außerhalb der Sommersaison lässt sich Death Valley problemlos mit Kindern besuchen. Die Mesquite Flat Sand Dunes sind ideal: weicher Untergrund, völlige Bewegungsfreiheit und kein vorgeschriebener Trail. Auch Natural Bridge mit 15 Gehminuten ohne Höhenunterschied, Golden Canyon mit seinem ebenen und farbenfrohen Weg sowie der Besuch im Visitor Center eignen sich gut für kleine Kinder. Das NPS-Junior-Ranger-Programm mit einem im Visitor Center erhältlichen Aktivitätsheft beschäftigt die Kinder während des gesamten Besuchs. Am Ende bekommen sie ein offizielles Abzeichen. Unser Guide für Death Valley mit der Familie bündelt praktische Tipps, geeignete Ziele und besondere Sicherheitshinweise für Familien.

Was du rund um Death Valley unternehmen kannst

Las Vegas ist der häufigste Ausgangspunkt. Über die US-95 und danach die NV-373 oder die NV-160 brauchst du je nach Parkeingang etwa zwei Stunden. Die Stadt ist auch ein sinnvoller Übernachtungsort, wenn du nicht im Park schlafen möchtest, denn das Unterkunftsangebot in Furnace Creek ist begrenzt und teuer.

Rhyolite ist eine Geisterstadt 5 km vom Eingang bei Beatty in Nevada entfernt und liegt technisch gesehen außerhalb der Parkgrenzen. Die Ruinen einer Betonbank, eines dreistöckigen Hotels und eines Bahnhofs zeugen vom kurzen Bergbauboom zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Stopp dauert eine halbe Stunde und lässt sich gut in die Fahrt von Las Vegas einbauen.

Im Westen ist Lone Pine in Kalifornien der Zugang über die US-395. Die Stadt ist für die Alabama Hills bekannt, ein Drehort für Hollywood-Western und Ausgangspunkt einer leichten Wanderung zwischen rundlichen Granitformationen mit dem Whitney Portal im Hintergrund.

Im Süden liegt das Mojave National Preserve etwa zwei Autostunden entfernt. Das wildere und weniger besuchte Schutzgebiet bietet eigene Dünen, die Kelso Dunes, sowie seine Joshua Trees.

Für Rundreisen ab Death Valley, die weitere Parks einschließen, liefern die Rubriken Roadtrips und Regionen die nötigen Anhaltspunkte für die Planung dieser Verbindungen.

Das Wichtigste: Was du in Death Valley zuerst sehen solltest

Wenn du nur einen Tag hast, fassen drei Ziele den Park gut zusammen: Badwater Basin für Talboden und Salz, Zabriskie Point für Licht und Badlands bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang sowie Artists Drive für die Farben. An zwei Tagen kommen Dante's View, die Mesquite Flat Sand Dunes und eine Wanderung im Golden Canyon oder Mosaic Canyon dazu. Ab drei Tagen steht dir der äußerste Norden offen: Ubehebe Crater, Titus Canyon und, mit dem passenden Fahrzeug, Racetrack Playa.

Death Valley belohnt frühes Aufbrechen. Das Licht ist besser, die Ziele sind weniger besucht und die Hitze bleibt bis 10 Uhr erträglich, selbst im Hochsommer. Plane deine Ausflüge entsprechend und prüfe jeden Morgen die Wettervorhersage. Unser Wetterführer für Death Valley erklärt die Logik der Jahreszeiten.

Häufige Fragen

Was kann man in Death Valley unternehmen und sehen?

In Death Valley kannst du etwa zehn wichtige Ziele sehen und erkunden, die sich auf vier geografische Regionen verteilen: Im Zentrum liegen Furnace Creek und seine Freilichtmuseen, im Osten Zabriskie Point und Dante's View, im Süden Badwater Basin, Artists Drive und Devils Golf Course, im Norden die Mesquite Flat Sand Dunes, Ubehebe Crater und Racetrack Playa. Die Aktivitäten reichen vom Wandern und der Astrofotografie über Scenic Drives bis zur Wildtierbeobachtung.

Wie viel Zeit brauchst du für Death Valley?

Zwei volle Tage reichen für die wichtigsten Ziele im zentralen Tal: Badwater Basin, Zabriskie Point, Dante's View, Artists Drive und die Dünen. An einem dritten Tag kannst du in den äußersten Norden mit Ubehebe Crater, Racetrack Playa und Titus Canyon fahren oder eine längere Wanderung unternehmen. Unser Guide zu Route und Dauer bietet detaillierte Programme.

Wie viele Tage brauche ich im Death Valley?

Drei Tage sind der gute Mittelweg für einen entspannten Besuch in Death Valley: zwei Tage für die Highlights im zentralen Tal und ein dritter Tag für den äußersten Norden oder eine anspruchsvolle Wanderung. Bei einem Tagesausflug ab Las Vegas kannst du Badwater Basin, Artists Drive und einen Sonnenuntergang am Zabriskie Point sehen, aber das Tempo ist straff.

Lohnt sich Death Valley?

Death Valley lohnt die Anfahrt eindeutig wegen seiner einzigartigen Landschaften in Nordamerika: endlose Salzflächen, helle Dünen am Fuß verschneiter Gipfel, vielfarbige Canyons und Panoramen auf 1.669 m Höhe. Der Park überrascht Besucher immer wieder, wenn sie mit der Vorstellung einer einfachen, flachen Wüste ankommen.

Was muss man in Death Valley unbedingt unternehmen?

Bei einem ersten Besuch gehören diese Erlebnisse in Death Valley ganz oben auf die Liste: über die Salzkruste des Badwater Basin gehen, den Sonnenaufgang am Zabriskie Point beobachten, die Artists Drive bis zur Artists Palette fahren, durch die Mesquite Flat Sand Dunes spazieren und das Tal von Dante's View aus überblicken.

Welche Wanderung ist in Death Valley empfehlenswert?

Welche Wanderung in Death Valley passt, hängt von deinem Niveau und der Jahreszeit ab. Für Anfänger und Familien eignen sich Golden Canyon mit 4 km hin und zurück und fast ebenem Weg sowie Natural Bridge mit 30 Minuten Gehzeit. Für mittleres Niveau kommen Mosaic Canyon und die Runde um den Ubehebe Crater infrage. Für erfahrene Wanderer außerhalb des Sommers ist der Aufstieg zum Telescope Peak mit 28 km hin und zurück und 1.700 m Höhenunterschied ab dem Mahogany-Flat-Campingplatz geeignet. Unsere Wanderseite beschreibt jede Möglichkeit.