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Siebdruck-Illustration: Wohnmobil auf der Parkstraße vor den gestreiften, kegelförmigen und farbenfrohen Tepees

Petrified Forest mit dem Wohnmobil: Campgrounds, Regeln und Tipps

Von David Sanchez · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer Petrified Forest

In Petrified Forest liegen 225 Millionen Jahre Erdgeschichte entlang von 45 Kilometern asphaltierter Straße mitten in Arizona. Für einen Roadtrip mit dem Wohnmobil bietet der Park fast alles: eine übersichtliche Nord-Süd-Achse, keine Tunnel und großzügige Parkplätze an den wichtigsten Aussichtspunkten. Der entscheidende Haken: Im Park gibt es keinen ausgestatteten Campground. Hier erfährst du, wie du deinen Aufenthalt im RV organisierst.

Kannst du in Petrified Forest mit dem Wohnmobil fahren und campen?

Die kurze Antwort lautet: Fahren ja, Campen mit Anschlüssen nein.

Die Hauptstraße ist durchgehend asphaltiert und hat weder Tunnel noch schwierige Engstellen. Alle Arten von Wohnmobilen, vom kompakten Van bis zum großen Class A, können sie problemlos befahren. Die Parkplätze an den wichtigsten Aussichtspunkten wie Painted Desert Rim, Blue Mesa und Crystal Forest bieten auch langen Fahrzeugen Platz.

Allerdings gibt es im Park keinen ausgestatteten RV-Campground. Die einzige erlaubte Übernachtung innerhalb des Parks ist Backcountry-Camping in der Wilderness, das ausschließlich Wanderern mit kostenlosem Permit offensteht. Mit dem Wohnmobil kommst du dort nicht hin.

Das Ergebnis in der Praxis: Fast alle Wohnmobilreisenden übernachten in einem RV Park in Holbrook, rund 40 Kilometer westlich des Nordeingangs, und fahren tagsüber in den Park.

Einschränkungen und reglementierte Straßen für Wohnmobile

Petrified Forest hat auf seiner Hauptstraße keine Einschränkungen für Fahrzeugabmessungen. Es gibt weder eine maximale Höhe noch ein Gewichtslimit oder eine verbotene Breite. Einige Punkte solltest du trotzdem beachten:

  • Parken: Die großen Parkplätze an den wichtigsten Aussichtspunkten bieten langen Fahrzeugen Platz. Einige Nebenwege zu den Wilderness-Gebieten sind jedoch nur für kurze Fahrzeuge geeignet. Im Visitor Center am Eingang erfährst du, welche Bereiche du meiden solltest.
  • Fahren abseits der Straße streng verboten: Wenn du die befestigte Straße verlässt, riskierst du eine Geldstrafe und beschädigst empfindliche Böden, die über Jahrhunderte entstanden sind. Sommerregen verwandelt die roten Böden innerhalb weniger Minuten in Schlamm.
  • Echtzeitwarnungen: Sommergewitter im Juli und August können vorübergehende Sperrungen verursachen. Informiere dich vor der Abfahrt über die NPS-Warnungen, besonders im Hochsommer.
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen: Ranger kontrollieren regelmäßig. Wildtiere können jederzeit die Straße queren, und die Beschilderung schreibt in sensiblen Bereichen niedrige Geschwindigkeiten vor.

Die Anfahrtsrouten und Eingänge von Phoenix, Albuquerque oder Flagstaff findest du im Anreiseguide für Petrified Forest.

Die Campgrounds des Parks

Petrified Forest hat keinen ausgestatteten Campground für RVs. Innerhalb der Parkgrenzen gibt es weder Stellplätze mit Wasser- und Stromanschluss noch Toiletten mit Duschen oder eine Dump Station. Das ist im Netz der amerikanischen Nationalparks ziemlich ungewöhnlich.

Backcountry-Camping (nur für Wanderer)

Die einzige Übernachtungsmöglichkeit im Park ist Backcountry-Camping in einem Wilderness-Gebiet. Das Permit ist kostenlos und wird am selben Tag im Visitor Center ausgestellt. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Wanderer mit Biwak. Motorisierte Fahrzeuge sind in der Wilderness nicht erlaubt.

RV Parks in Holbrook und Umgebung

Holbrook liegt rund 40 Kilometer westlich am I-40 und bietet mehrere RV Parks mit Wasser- und Stromanschlüssen. Rechne je nach Ausstattung mit 30 bis 50 US-Dollar pro Nacht. Für die große Mehrheit der Wohnmobilreisenden, die Petrified Forest besuchen, ist dies die übliche logistische Basis.

Die Unterkunftsmöglichkeiten in Petrified Forest und der Campingguide für den Park führen die Anlagen mit Kontaktdaten und aktuellen Vergleichen auf.

Wildcampen und Boondocking rund um den Park

Die BLM-Flächen (Bureau of Land Management) in Arizona bieten in bestimmten Gebieten Möglichkeiten zum Boondocking ohne Reservierung und Gebühren. Im Nordosten des Parks und rund um Painted Desert gibt es einige solche Dispersed-Camping-Stellen, die mit Fahrzeugen erreichbar sind.

Wenn du fast kostenlos in der Natur übernachten möchtest, prüfe vor dem Abstellen deines Wohnmobils die örtlichen Einschränkungen beim BLM Arizona. Manche Gebiete sind zum Schutz der Umwelt oder während der Brutzeit gesperrt.

Für längere Etappen entlang der Route 66 liefert unser Guide zu den Regionen Orientierung zu Stopps und sehenswerten Plätzen rund um Holbrook, Winslow und Flagstaff.

Entsorgung, Wasser und Versorgung (Dump Stations)

Dass es im Park keinen Campground gibt, bedeutet auch, dass dort keinerlei Versorgung angeboten wird. Plane deine Logistik vor der Einfahrt:

  • Trinkwasser: An den beiden Visitor Centern ist Wasser verfügbar, am Painted Desert Inn im Norden und am Rainbow Forest Museum im Süden. Fülle deine Tanks vor der Abfahrt, besonders im Sommer, wenn die Temperaturen regelmäßig über 38 °C steigen.
  • Dump Station: Im Park gibt es keine. Die RV Parks in Holbrook sind ausgestattet, manche kannst du auch ohne Übernachtungsreservierung tagsüber nutzen. Frag direkt bei den Betreibern nach.
  • Kraftstoff: Im Park gibt es keine Tankstelle. Tanke in Holbrook, bevor du hineinfährst, oder in Gallup, New Mexico, wenn du aus dem Osten kommst.

Welchen Campingplatz solltest du je nach Profil wählen?

Alle Wohnmobilreisenden übernachten außerhalb des Parks. Die Frage lautet also: Welche Basis passt zu deinen Reiseplänen?

  • Familie mit Kindern: Ein ausgestatteter RV Park in Holbrook mit saisonalem Pool, vollständiger Infrastruktur und Geschäften in der Nähe. Die Stadt lohnt sich auch wegen des Wigwam Motel, einer Route-66-Kuriosität, die Kinder lieben.
  • Fans des Sternenhimmels: Ein BLM-Stellplatz nördlich des Parkgebiets, weit entfernt von jeder Lichtverschmutzung. Der Nachthimmel Arizonas ist außergewöhnlich, und Painted Desert bietet bei Tagesanbruch eine eindrucksvolle Kulisse.
  • Wanderer, die bei Öffnung im Park sein möchten: Wähle einen RV Park westlich von Holbrook, möglichst nahe am I-40-Eingang. Frühes Ankommen erspart dir die Mittagshitze auf den Trails.

Welche Trails zu deinem Niveau und zur Tageszeit passen, zeigt der Wanderguide für Petrified Forest mit Details zu den Wegen und empfohlenen Zeitfenstern.

Ein Wohnmobil für den Besuch von Petrified Forest mieten

Du besitzt kein RV? Ein Mietfahrzeug ab einer größeren Stadt im Westen ist die flexibelste Lösung für einen Arizona-Roadtrip.

Die beiden nächstgelegenen Ausgangspunkte:

  • Phoenix: etwa 3,5 Stunden Fahrt (320 km über US-60 oder I-40).
  • Las Vegas: 5 bis 6 Stunden Fahrt (580 km über die I-40 durch New Mexico).

Welcher Fahrzeugtyp passt zu dir?

  • Van oder Class B: ideal, wenn du mehrere Parks nacheinander besuchst. In Petrified Forest gibt es keine Einschränkungen bei den Fahrzeugabmessungen, und in der Stadt ist er sehr wendig.
  • Class C: guter Kompromiss zwischen Komfort und Wendigkeit für eine Familie. Prüfe für die anderen Parks deiner Route, etwa Zion und Grand Canyon, die zulässigen Fahrzeuglängen.
  • Class A: für die Straße durch Petrified Forest bestens geeignet. Beachte jedoch die Einschränkungen in anderen Parks des Grand Circle, wo enge Parkplätze oder Tunnel problematisch sein können.

Reserviere zwischen Mai und September zwei bis drei Monate im Voraus. Die Nachfrage auf der Route 66 und der Arizona-Parkroute ist hoch. Unser kompletter Guide zu Petrified Forest schlägt dir eine Beispielroute für die Mietdauer vor.

Wohnmobil und Tiere, Budget, Reservierung: Das musst du wissen

Haustiere: Hunde sind im Park an der Leine erlaubt, die maximal 1,80 m lang sein darf. Auf markierten Trails, in der Wilderness und in Gebäuden sind sie verboten. Parkplätze und Picknickbereiche dürfen sie nutzen.

Eintritt: 25 US-Dollar pro Fahrzeug, gültig sieben Tage, auch für Wohnmobile. Wenn du mehrere Parks in Arizona und Utah besuchst, lohnt sich der America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar pro Jahr ab dem dritten Park. Die Eintrittspreise und Jahres-Pässe findest du auf der Seite zu Eintrittspreisen und Pässen der Nationalparks.

Übernachtungsbudget: 30 bis 50 US-Dollar pro Nacht im RV Park in Holbrook. Boondocking auf BLM-Flächen ist kostenlos, aber ohne jede Versorgung.

Wann reservieren: Petrified Forest ist weniger überlaufen als Zion oder Grand Canyon. Außer an den langen Wochenenden im Juli und August findest du in Holbrook normalerweise auch ohne langfristige Reservierung einen Stellplatz. Der Guide zur besten Reisezeit für Petrified Forest hilft dir, geeignete und ungünstige Zeitfenster einzugrenzen.

Zusammenfassung: Unser Wohnmobilplan für Petrified Forest

Petrified Forest lässt sich sehr gut mit dem Wohnmobil besuchen, solange du eine zentrale Einschränkung akzeptierst: Du übernachtest außerhalb des Parks. Unser Standardplan:

  1. Übernachte am Vorabend in einem RV Park in Holbrook mit Wasser, Strom und Dump Station.
  2. Fahre bei Öffnung durch den Nordeingang (I-40, Ausfahrt 311) oder den Südeingang (Hwy 180) in den Park, je nach Route deines Roadtrips.
  3. Fahre die 45 km lange Hauptstraße entlang und halte an den Aussichtspunkten Painted Desert Rim, Puerco Pueblo, Blue Mesa, Agate Bridge und Crystal Forest.
  4. Beende deinen Besuch am Rainbow Forest Museum im Süden.
  5. Verlasse den Park und fahre weiter zum nächsten Ziel, etwa Grand Canyon, Sedona oder Monument Valley.

Zwei Stunden reichen für die Durchquerung ohne Stopps. Plane einen ganzen Tag ein, wenn du die Trails und Panoramen genießen möchtest. Das ausführliche Programm findest du in unserem kompletten Guide zu Petrified Forest.

Häufige Fragen

Kannst du mit einem Wohnmobil durch Petrified Forest fahren?

Ja, du kannst Petrified Forest auf der Hauptstraße ohne besondere Einschränkungen bei den Fahrzeugabmessungen mit dem Wohnmobil durchqueren. Die 45 km lange asphaltierte Straße verbindet den Nordeingang (I-40, Ausfahrt 311) mit dem Südeingang (Hwy 180) und ist für alle Arten von Wohnmobilen geeignet.

Kannst du im Nationalpark Petrified Forest campen?

Im Nationalpark Petrified Forest kannst du nur zu Fuß beim Backcountry-Camping mit einem kostenlosen Permit übernachten, das dir im Visitor Center ausgestellt wird. Im Park gibt es keinen ausgestatteten Campground und keinen RV-Stellplatz. Wohnmobilreisende übernachten in Holbrook oder auf nahe gelegenen BLM-Flächen.

Wie viel kostet der Eintritt in Petrified Forest?

Der Eintritt in Petrified Forest kostet 25 US-Dollar pro Fahrzeug, egal ob Auto oder Wohnmobil, und ist sieben Tage gültig. Der America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar pro Jahr gilt für mehr als 2.000 staatliche Erholungsgebiete und lohnt sich ab dem Besuch des dritten Nationalparks.

Kannst du dein Wohnmobil in Petrified Forest überall abstellen?

Nein, du darfst nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen an den verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Visitor Centern parken. Außerhalb der vorgesehenen Bereiche anzuhalten oder die befestigte Straße zu verlassen, ist verboten und kann eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Welche Services gibt es im Park für Wohnmobile?

Trinkwasser gibt es an den beiden Visitor Centern. Im Petrified Forest gibt es dagegen weder eine Dump Station noch Stromanschlüsse oder eine Tankstelle. Besorge alle Vorräte und tanke, bevor du in den Park fährst.