Übernachten im Petrified Forest? Im Park, in Städten und auf Campingplätzen
Kurzantwort: Der Petrified Forest gehört zu den wenigen amerikanischen Nationalparks ohne Lodge und ohne erschlossenen Campingplatz innerhalb seiner Grenzen. Fast alle Besucher übernachten in Holbrook, der nächstgelegenen Stadt rund 30 km vom Nordeingang entfernt. Plane eine Nacht ein, wenn du den Park auf einem Arizona-Roadtrip durchquerst, und zwei Nächte, wenn du Painted Desert, die versteinerten Wälder im Süden und die Pueblo-Ruinen in Ruhe erkunden möchtest. Für die optimale Aufenthaltsdauer bietet dir unser Routen- und Zeitplan ein fertiges Programm.
Übernachten: Orte, Lodges und Campingplätze (0)
Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO ⚠ Daten zu Zugangsort & Lodge werden redaktionell geprüft.
Im Park oder außerhalb übernachten?
Die Antwort fällt hier schnell aus: Im Petrified Forest gibt es innerhalb der Parkgrenzen keine kommerzielle Unterkunft. Keine Lodge, kein Glamping, keine Hütte mit Blick auf die versteinerten Baumstämme. Das ist ein deutlicher Unterschied zu Zion oder dem Grand Canyon und macht deine Planung einfacher: Du übernachtest in Holbrook, fertig.
Die einzige Möglichkeit, innerhalb des Parks zu übernachten, ist Backcountry-Camping, für das du noch am selben Tag im Visitor Center eine kostenlose Genehmigung bekommst. Diese Option eignet sich nur für gut ausgerüstete Wanderer, belohnt dich dafür mit einem absolut dunklen Nachthimmel.
Die Entscheidung lässt sich in drei Fällen zusammenfassen:
- Du besuchst den Petrified Forest auf der Route 66 oder im Rahmen eines Arizona-Roadtrips? Dann reicht Holbrook für eine Nacht.
- Du widmest dem Park zwei Tage und möchtest Komfort? Holbrook bleibt die beste Basis, Winslow ist 55 km entfernt eine ungewöhnlichere Option.
- Du bist ein erfahrener Wanderer und möchtest unter dem Wüstenhimmel schlafen? Dann kommt Backcountry-Camping mit gründlicher Vorbereitung infrage.
Übernachten im Petrified Forest: Backcountry-Camping
Anders als die meisten Parks des National Park Service hat der Petrified Forest innerhalb seiner Grenzen weder eine Lodge noch ein Hotel. Die Painted Desert Inn, sein bekanntestes historisches Gebäude, ist heute ein Museum und Besucherzentrum. Übernachtungsgäste nimmt sie nicht auf.
Das Fehlen kommerzieller Unterkünfte bewahrt zugleich die wilde, wenig besuchte Atmosphäre des Parks. Bei unserem Besuch störte kein Hotelkomplex den Sonnenuntergang in Painted Desert, soweit das Auge reichte.
Die einzige Möglichkeit, im Park zu schlafen, ist Backcountry-Camping. Die Genehmigung ist kostenlos und wird am selben Tag ab der Öffnung des Rainbow Forest Museum oder des Painted Desert Visitor Center ausgegeben, normalerweise ab 8 Uhr. Online reservieren kannst du nicht. Es gilt: first come, first served.
Die Bedingungen sind anspruchsvoll: Du erreichst das Camp nur zu Fuß, es gibt weder Wasser noch Sanitäranlagen noch gekennzeichnete Stellplätze. Dein gesamtes Trinkwasser musst du mitnehmen, im Sommer mindestens 4 Liter pro Person und Tag. Deinen Abfall nimmst du ausnahmslos wieder mit.
Dafür erlebst du den Park bei Sonnenaufgang völlig menschenleer und unter einem der dunkelsten Nachthimmel Arizonas. Der Petrified Forest ist semiarid: Selbst im Juli sinken die Temperaturen nach Sonnenuntergang stark, und sommerliche Monsungewitter ziehen ohne Vorwarnung auf. Informiere dich vor jeder Backcountry-Tour über das Wetter im Petrified Forest.
Campen im Petrified Forest: kein erschlossener Campingplatz
Genauer gesagt besitzt der Petrified Forest keinen erschlossenen Campground im klassischen Sinn. Es gibt keine markierten Stellplätze, keine Stromanschlüsse, keine Duschen und keine Möglichkeit, über Recreation.gov zu reservieren. Der Park erscheint daher nicht in den üblichen Verzeichnissen für Campingplätze im amerikanischen Westen.
Stattdessen bietet der NPS ausschließlich das oben beschriebene Backcountry-Camping an: kostenlose Genehmigung, ausgewiesenes Gebiet, keinerlei Infrastruktur. Für Wohnmobile und Wohnwagen ist der Park daher keine praktikable Option. Unser Ratgeber zum Camping mit dem Wohnmobil rund um den Petrified Forest nennt Stellplätze mit Anschlüssen in Holbrook und Umgebung.
Übernachten rund um den Petrified Forest: die Eingangsstädte
Holbrook: die naheliegende Basis
Holbrook ist die wichtigste Eingangsstadt des Parks, etwa 30 km westlich des Nordeingangs, an der Ausfahrt 311 der I-40. Die Kleinstadt mit einigen Tausend Einwohnern ist von der Geschichte der Route 66 geprägt: Vintage-Motels, Diners, einige Fast-Food-Restaurants und die nötigen Tankstellen.
Luxus findest du hier nicht, aber alles Wichtige: mehrere Kettenhotels, einige unabhängige Motels und Supermärkte, in denen du deine Picknickvorräte ergänzen kannst. Die große Mehrheit der Parkbesucher wählt diese Lösung, und das aus gutem Grund.
Für wen: Familien, Roadtrip-Reisende auf der Durchfahrt und alle, denen kurze Wege und ein überschaubares Budget wichtig sind.
Wichtig: Wenn du den Park von Norden nach Süden komplett durchquerst, was wir in unserem Ratgeber zu Route und Aufenthaltsdauer empfehlen, fährst du im Norden über die I-40 hinein und verlässt ihn im Süden über die Highway 180, etwa 75 km von Holbrook entfernt. Plane entweder eine Rückfahrt ein oder stelle ein Auto an jedem Eingang ab.
Winslow: ein Zwischenstopp an der Route 66
Winslow liegt an der I-40 rund 50 km westlich von Holbrook. Bekannt wurde die Stadt durch die Eagles, die sie in Take It Easy (1972) verewigten. Die Zeile „standing on a corner in Winslow, Arizona“ führte mitten im Stadtzentrum zur Einrichtung eines eigenen Erlebnisparks.
Das Übernachtungsangebot ist kleiner als in Holbrook, doch die Stadt besitzt ein echtes Glanzstück: La Posada, ein historisches Hotel aus den 1930er-Jahren, das Mary Colter für die Harvey Company entwarf. Das sorgfältig restaurierte Haus gehört zu den ungewöhnlichsten Unterkünften im gesamten Südwesten der USA. Auch das Restaurant ist wirklich gut.
Für wen: Reisende, die eine besondere Nacht verbringen möchten und etwas mehr ausgeben können, sowie alle, die den Petrified Forest mit Monument Valley oder Canyon de Chelly weiter nördlich verbinden.
Entfernung zum Park: Rechne mit etwa 45 Minuten bis zum Nordeingang. Für einen halben Tag im Park ist das nicht ideal, auf einer mehrtägigen Arizona-Route aber stimmig.
Gallup (New Mexico): die östliche Option
Wenn du aus Albuquerque kommst oder dein Roadtrip nach New Mexico weiterführt, ist Gallup östlich des Parks eine sinnvolle Alternative. Die Stadt liegt über die I-40 rund 160 km vom Nordeingang entfernt, also etwa 1,5 Autostunden.
Das Angebot ähnelt dem in Holbrook: Kettenmotels, Fast Food und einige ordentliche Hotels. Außerdem gibt es in Gallup einen Markt für Navajo-Kunst und Kunsthandwerk, der einen Stopp lohnt, wenn du Zeit hast.
Für wen: ausschließlich Reisende auf einer Ost-West-Route mit Zwischenstopp in New Mexico. Ohne konkretes Ziel im Osten ist Gallup als tägliche Basis zu weit entfernt.
Wann solltest du deine Unterkunft im Petrified Forest buchen?
Der Petrified Forest ist weit von den Besuchermassen in Zion oder am Grand Canyon entfernt. In den meisten Fällen reicht es völlig, ein bis zwei Wochen im Voraus zu buchen, auch in der Hauptsaison.
Ein paar Zeiträume solltest du trotzdem im Blick behalten:
Amerikanischer Sommer (Juni bis August): Roadtrip-Familien füllen an den Wochenenden die Motels in Holbrook. Für diese Termine solltest du mindestens eine Woche vorher buchen.
Memorial Day und Labor Day als wichtige amerikanische Feiertage, jeweils Ende Mai und Anfang September: In Holbrook und Winslow ist die Auslastung dann am höchsten. Buche zwei bis drei Wochen im Voraus.
Herbst (September bis Oktober): Die Besucherzahlen sinken deutlich, und die Preise folgen. Oft ist das die angenehmste Zeit für einen Parkbesuch, mit milden Temperaturen und großartigem Licht auf den Felsformationen. Unser Ratgeber zu den besten Reisezeiten im Petrified Forest enthält den vollständigen Kalender.
Für Backcountry-Camping ist unabhängig von der Jahreszeit keine Reservierung möglich. Sei am selben Morgen zur Öffnung im Visitor Center.
Unterkunftsbudget: Was kostet eine Übernachtung im Petrified Forest?
Die gute Nachricht: Im Petrified Forest bleiben Übernachtungen vergleichsweise erschwinglich.
| Option | Preis pro Nacht |
|---|---|
| Backcountry-Camping (im Park) | Kostenlos, Genehmigung erforderlich |
| Standard-Motel in Holbrook | 70 US-Dollar bis 120 US-Dollar |
| Mittelklasse-Kettenhotel in Holbrook | 100 US-Dollar bis 160 US-Dollar |
| La Posada in Winslow (historisches Hotel) | 150 US-Dollar bis 250 US-Dollar |
| Privater Campingplatz mit Anschlüssen in Holbrook | 30 US-Dollar bis 55 US-Dollar |
Zu diesen Preisen kommen die Eintrittsgebühren für den Park: 25 US-Dollar pro Fahrzeug, gültig 7 Tage. Wenn du in derselben Reise mehrere Nationalparks besuchst, lohnt sich der America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar bereits ab dem zweiten Park. Unsere Seite zu Eintrittspreisen und Pässen erklärt die verschiedenen Gebühren und verfügbaren Pässe.
Unsere Empfehlung für dein Reiseprofil
Erster Roadtrip: eine Nacht in Holbrook. Für den Park brauchst du einen ganzen Tag, also 6 bis 8 Stunden für die Panoramastraße mit Stopps. Fahre früh am Nordeingang hinein und verlasse den Park im Süden oder kehre je nach Route um.
Mit der Familie: ohne Zögern Holbrook, für ein bis zwei Nächte. Die riesigen versteinerten Baumstämme und die Petroglyphen beeindrucken Kinder regelmäßig. Die meisten Wege sind in ihrer Länge gut machbar. Unser Ratgeber Petrified Forest mit Kindern stellt passende Trails und Aktivitäten vor.
Naturerlebnis: Backcountry-Camping ist die einzige Möglichkeit, wirklich im Park zu schlafen. Painted Desert im Morgengrauen, ohne Geräusch und ohne Licht, ist den logistischen Aufwand wert. Nimm warme Schlafausrüstung mit, denn in der Übergangszeit sinken die Nächte unter null, und prüfe am Vorabend über unsere Wetterseite die Wetterlage.
Mit dem Wohnmobil: Im Park gibt es keinen Stellplatz, in Holbrook dagegen mehrere private Campingplätze mit vollständigen Anschlüssen. Unsere Seite zum Camping mit dem Wohnmobil nennt Kontaktdaten und Preise.
Kleines Budget: Unter der Woche und außerhalb von Juli und August kosten Kettenmotels in Holbrook problemlos weniger als 80 US-Dollar. Kombiniere sie mit Picknicks im Park, an den wichtigsten Stopps gibt es Tische, dann bleiben die Gesamtkosten sehr überschaubar.
Häufige Fragen
Kann man im Nationalpark Petrified Forest übernachten?
Übernachten im Petrified Forest ist nur beim Backcountry-Camping möglich, mit einer kostenlosen Genehmigung vom selben Tag aus dem Visitor Center. Innerhalb des Parks gibt es keine Lodge, kein Hotel und keinen erschlossenen Campingplatz.
Wo übernachtet man für einen Besuch im Petrified Forest?
Für einen Besuch im Petrified Forest ist Holbrook (Arizona) die wichtigste Antwort: Die Stadt liegt etwa 30 km vom Nordeingang entfernt und bietet mehrere erschwingliche Hotels und Motels. Winslow in 55 km Entfernung ist mit dem historischen Hotel La Posada eine ungewöhnlichere Option.
Welche Stadt liegt dem Petrified Forest am nächsten?
Holbrook (Arizona) liegt dem Petrified Forest am nächsten, etwa 30 km vom Nordeingang des Parks entfernt, an der Ausfahrt 311 der I-40.
In welcher Stadt sollte man für einen Besuch im Petrified Forest am besten übernachten?
Für einen gewöhnlichen Besuch ist Holbrook die beste Stadt zum Übernachten: kurze Wege, eine gute Auswahl an Unterkünften und vernünftige Preise. Wenn du eine ungewöhnlichere Erfahrung suchst und etwas mehr ausgeben möchtest, ist La Posada in Winslow eine besonders erinnerungswürdige Unterkunft.
Wie hoch ist die Eintrittsgebühr für den Petrified Forest?
Der Eintritt in den Petrified Forest kostet 25 US-Dollar pro Privatfahrzeug und gilt 7 Tage. Fußgänger und Radfahrer zahlen 15 US-Dollar, Motorräder 20 US-Dollar. Ein Jahrespass für den Park kostet 45 US-Dollar. Der America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar lohnt sich ab dem Besuch des zweiten Nationalparks. Die Seite zu Eintrittspreisen und Jahrespässen der Nationalparks enthält die aktuellen Gebühren.
Wie viele Tage braucht man für den Petrified Forest?
Wie viele Tage du für den Petrified Forest brauchst, hängt von deinem Tempo ab: Ein ganzer Tag, also 6 bis 8 Stunden, reicht für die Panoramastraße und die wichtigsten Stopps. Zwei Tage geben dir Zeit für eine gründlichere Erkundung. Unser Ratgeber zu Route und Aufenthaltsdauer bietet je nach verfügbarer Zeit ein detailliertes Programm.
