Hotels und Lodges im Olympic National Park: Wo übernachten?
Der Olympic National Park vereint auf engem Raum drei völlig unterschiedliche Landschaften: gemäßigte Regenwälder, verschneite Gipfel und eine unberührte Pazifikküste. Deshalb gibt es nicht den einen perfekten Ausgangspunkt, sondern mehrere, je nachdem, was du erleben möchtest. Wenn du ein Zimmer am Lake Crescent oder mit Blick auf den Pazifik ergattern kannst, solltest du zugreifen. Andernfalls bleibt Port Angeles der logistische Hauptstützpunkt für die meisten Besucher.
Lodges im Park und Zugangsorte (0)
Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO ⚠ Daten zu Lodge & Zugangsort werden redaktionell geprüft.
Im Park oder außerhalb übernachten?
Die ausführliche Abwägung mit allen Vor- und Nachteilen findest du im Überblick zu Unterkünften in Olympic. Kurz gesagt: Die Lodges im Park bieten ein Naturerlebnis, das Stadthotels nicht ersetzen können, sind in der Hauptsaison aber oft schon Monate vorher ausgebucht. Wenn du nicht früh reserviert hast, übernehmen die Torstädte, ohne dass der Zugang zum Park wesentlich schlechter wird.
Die Lodges im Olympic National Park
Vier Unterkünfte werden innerhalb des Parks unter einer staatlichen Konzession betrieben. Das sind keine Kettenhotels, sondern historische Holzlodges, die in Landschaften liegen, wie du sie sonst nirgends findest.
Lake Crescent Lodge
Die 1916 am Ufer von Lake Crescent erbaute Lodge ist die bekannteste Unterkunft des Parks. Der See leuchtet in einem ungewöhnlichen Blaugrün. Nadelwälder umgeben ihn und reichen direkt bis ins Wasser. Die Zimmer verteilen sich auf das Hauptgebäude, die Roosevelt Cottages mit direktem Seeblick und neuere Gartenhäuschen. Nichts ist luxuriös, alles wirkt authentisch. Geöffnet ungefähr von Ende April bis Ende Oktober. Für Juli oder August solltest du mindestens sechs Monate im Voraus reservieren.
Kalaloch Lodge
Die Lodge liegt auf Klippen über der Pazifikküste und ist die einzige Unterkunft im Park mit Meerblick. Die direkt am Wasser gelegenen Cabins bieten ein seltenes Schauspiel, besonders wenn die Sonne über dem Meer untergeht. Das Restaurant serviert regionale Produkte von der Küste des Bundesstaats Washington. Kalaloch ist ganzjährig geöffnet und deshalb auch in der Nebensaison eine gute Option: Die Preise sinken, die Menschenmengen verschwinden und die Atmosphäre verändert sich völlig.
Sol Duc Hot Springs Resort
Mitten im Sol Duc Rain Forest verbindet dieses Resort Holzhütten mit natürlichen Thermalbecken. Die Quellen stehen sowohl Lodge-Gästen als auch Tagesbesuchern offen. Der Sol Duc Falls Trail beginnt nur wenige Gehminuten vom Resort entfernt und ist etwa 2,4 km lang (Hin- und Rückweg). Geöffnet von Ende März bis Anfang November.
Log Cabin Resort
Das Resort liegt am nordöstlichen Ufer von Lake Crescent und wirkt entspannter als die Hauptlodge. Es gibt Hütten, Bungalows mit Seeblick und einige Stellplätze mit Anschlüssen. Geöffnet von Mai bis September. Ideal, wenn die Lake Crescent Lodge ausgebucht ist und du trotzdem am Wasser wohnen möchtest.
Gut zu wissen. Reservierungen nimmst du beim staatlichen Konzessionär vor, der diese vier Unterkünfte betreibt. Die Stornobedingungen unterscheiden sich je nach Lodge. Prüfe sie bei der Buchung, denn manche Fristen sind kurz und gelten nur 48 bis 72 Stunden vor der Ankunft.
Wo du rund um Olympic übernachtest: die Torstädte
Die Olympic Peninsula ist groß, ungefähr so groß wie Korsika, und der Highway 101 führt einmal um sie herum. Es gibt nicht nur einen Eingang, sondern etwa zehn Zufahrten. Wähle deine Torstadt danach aus, welche Parkbereiche du vor allem besuchen möchtest.
Port Angeles (Norden)
Port Angeles ist der wichtigste logistische Ausgangspunkt für die große Mehrheit der Besucher. Von hier erreichst du Hurricane Ridge (28 km), das wichtigste Visitor Center des Parks und die Fähre nach Victoria in British Columbia. Auf der Peninsula findest du hier die größte Auswahl an Hotels: Motels an der Durchgangsstraße, nationale Ketten wie Best Western und Quality Inn sowie einige unabhängige Unterkünfte mit Blick auf den Strait of Juan de Fuca. Richtwert: 120 bis 200 US-Dollar pro Nacht in der Hauptsaison, in der Zwischensaison deutlich weniger.
Sequim (Osten)
Sprich den Namen „Skwim“ aus. Die Stadt liegt 24 km östlich von Port Angeles und hat für diese Region ein erstaunlich trockenes Mikroklima. Die Olympic Mountains halten den Regen vom Pazifik ab. Sequim ist ruhiger und etwas günstiger als Port Angeles. Empfehlenswert, wenn du vor allem den Nordosten des Parks besuchst, etwa Dungeness Spit und Hurricane Ridge.
Forks (Westen)
Forks ist das Tor zur Hoh Rain Forest und zur wilden Küste mit Ruby Beach und Rialto Beach. Die kleine Waldarbeiterstadt im Westen der Peninsula ist im französischsprachigen Raum vor allem dafür bekannt, als Kulisse für die Twilight-Saga gedient zu haben. Das Unterkunftsangebot beschränkt sich auf Motels an der Durchgangsstraße und einige B&Bs, dafür gehören die Preise zu den günstigsten auf der Peninsula. Von der Ortsmitte von Forks sind es etwa 50 km bis zur Hoh Rain Forest.
Lake Quinault (Süden)
Lake Quinault ist das südliche Tor zum Park und liegt am Rand des Quinault Rain Forest. Die Lake Quinault Lodge befindet sich im angrenzenden National Forest, also nicht im eigentlichen Park, und bietet die Atmosphäre einer Lodge aus den 1920er-Jahren: Kamine, eine große Veranda und den See im Hintergrund. Eine gute Option, wenn du aus Portland oder dem Süden des Bundesstaats Washington anreist.
Port Townsend (Nordostzugang, per Fähre)
Port Townsend ist eine Stadt mit bemerkenswert gut erhaltener viktorianischer Architektur und liegt etwa 1 Stunde 30 Minuten von Port Angeles entfernt. Die Stadt bietet sich an, wenn du mit der Fähre von Seattle über Whidbey Island ankommst und vor dem Parkbesuch eine Nacht in einem charmanten Bed and Breakfast verbringen möchtest. In Häusern aus dem 19. Jahrhundert gibt es einige hochwertige historische Gasthäuser.
Wie viele Nächte solltest du für Olympic einplanen?
Drei Nächte sind ein vernünftiges Minimum, um drei ganz unterschiedliche Landschaften zu erleben: Regenwald (Hoh Rain Forest oder Quinault Rain Forest), Pazifikküste und Bergregion mit Hurricane Ridge oder den Seen. Mit fünf Nächten kannst du zusätzlich Sol Duc einbauen, wandern, ohne jede Stunde durchzuplanen, und zwischen den einzelnen Bereichen die Unterkunft wechseln.
Eine Aufteilung nach Parkbereichen und Routen passend zur verfügbaren Reisedauer findest du bei den detaillierten Routen für Olympic.
Wann solltest du reservieren und welches Budget einplanen?
Hauptsaison (Juli bis August). Die Lodges im Park sind für den folgenden Sommer manchmal schon ab Januar ausgebucht. Hotels in Port Angeles füllen sich an den Juliwochenenden schnell. Reserviere mindestens drei bis vier Monate im Voraus, für die Lake Crescent Lodge oder Kalaloch besser noch früher.
Zwischensaison (Mai und Juni, September). Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten. Die Wälder leuchten intensiv grün, die Warteschlangen werden kürzer und die Preise sinken je nach Unterkunft um 20 bis 40 %. Das Sommerwetter setzt oft schon im Juli ein, während es im Juni noch regnerisch bleibt.
Nebensaison (Oktober bis April). Kalaloch Lodge ist die einzige Lodge, die im Park geöffnet bleibt. Die Torstädte sind weiterhin erreichbar, aber Hurricane Ridge kann wegen Schnee schließen und das Wetter an der Küste wechselt ausgesprochen häufig. Interessant für alle, die Ruhe suchen und Regen aushalten.
Eine ausführliche Analyse der Bedingungen in den einzelnen Jahreszeiten findest du bei der besten Reisezeit für Olympic.
Richtwerte für das Unterkunftsbudget:
- Lodge im Park: 150 bis 300 US-Dollar pro Nacht (Zimmer oder Cabin)
- Hotel in einer Torstadt (Port Angeles, Sequim): 100 bis 200 US-Dollar pro Nacht in der Saison
- B&B oder Gasthaus (Port Townsend): 130 bis 250 US-Dollar pro Nacht
Der Eintritt ist nicht in den Unterkunftskosten enthalten: 30 US-Dollar pro Fahrzeug, gültig für 7 Tage. Der parkbezogene Jahrespass kostet 55 US-Dollar. Aktuelle Passoptionen und Preise findest du auf unserer Seite zu Eintrittspreisen und Pässen.
Unsere Empfehlung für dein Profil
Für ein intensives Naturerlebnis. Reserviere die Lake Crescent Lodge oder Kalaloch Lodge, sobald der Buchungskalender geöffnet wird. Für besonders gefragte Zeiträume ist das oft 12 Monate im Voraus möglich. Die Planung ist aufwendig, aber morgens am See oder mit Blick auf die Pazifikwellen aufzuwachen, lohnt sich.
Für ein begrenztes Budget. Nimm Port Angeles oder Sequim als Basis. Port Angeles bietet die komplette Infrastruktur mit Supermärkten, Restaurants und Tankstellen. Sequim punktet mit Ruhe und etwas niedrigeren Preisen. Rechne in der Saison mit 120 bis 160 US-Dollar pro Nacht für ein gutes Motel.
Mit der Familie. Das Sol Duc Hot Springs Resort verbindet eine kurze, leicht zugängliche Wanderung zu den Sol Duc Falls, Thermalbecken und eine geschützte Waldumgebung. Die Cottages haben oft eine Küchenzeile, was die Organisation der Mahlzeiten erleichtert. Der Familienguide für Olympic stellt passende Aktivitäten für jedes Alter im Park vor.
Für eine kurzfristige Buchung. Vergiss die Lodges im Park in der Hauptsaison. Die gängigen Plattformen wie Booking und Expedia decken Port Angeles und Forks gut ab. Filtere nach kostenloser Stornierung, denn das Wetter in Olympic kann deine Pläne schneller ändern als erwartet.
Für einen vollständigen Überblick über den Park, seine Zugänge und wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist unser kompletter Guide zum Olympic National Park der beste Ausgangspunkt.
Häufige Fragen
Kannst du im Olympic National Park übernachten?
Ja, du kannst im Park übernachten: Vier Lodges werden unter einer staatlichen Konzession betrieben, die Lake Crescent Lodge, Kalaloch Lodge, das Sol Duc Hot Springs Resort und das Log Cabin Resort. In der Hauptsaison ist eine sehr frühe Reservierung unerlässlich.
Welche Stadt eignet sich am besten als Unterkunft für einen Besuch im Olympic National Park?
Für die meisten Besucher ist Port Angeles nördlich des Parks die beste Torstadt. Von hier erreichst du Hurricane Ridge und das wichtigste Visitor Center, außerdem gibt es hier die größte Hotelauswahl auf der Peninsula. Für die Westküste und die Hoh Rain Forest ist Forks die naheliegende Alternative.
Wie viel kostet eine Übernachtung im Olympic National Park?
Die Lodges im Park kosten je nach Unterkunft und Zeitraum zwischen 150 und 300 US-Dollar pro Nacht. Hotels in den Torstädten liegen in der Hauptsaison zwischen 100 und 200 US-Dollar, in der Zwischen- oder Nebensaison deutlich darunter.
Musst du den Parkeintritt bezahlen, wenn du in einer Lodge übernachtest?
Ja. Der Eintritt von 30 US-Dollar pro Fahrzeug, gültig für 7 Tage, ist vom Unterkunftspreis getrennt. Der Olympic-Jahrespass für 55 US-Dollar ist bereits ab zwei Besuchstagen im Jahr die günstigere Lösung. Eintrittspreise und Jahrespässe findest du auf der Seite zu Eintrittspreisen und Pässen für Nationalparks.
