Essen im Olympic National Park: Restaurants im Park und in der Umgebung
Der Olympic National Park umfasst drei Ökosysteme, die keine gemeinsame Straße verbindet: Berge, Regenwald und Pazifikküste. Das gastronomische Angebot folgt dieser Aufteilung. Einige Lodge-Restaurants öffnen saisonal in Lake Crescent, Sol Duc, Kalaloch und Quinault. Dazu kommt im Sommer eine saisonale Snackbar in Hurricane Ridge. Kleine Lebensmittelgeschäfte in den Resorts verkaufen das Nötigste. Für eine größere Auswahl fährst du nach Port Angeles, Forks oder Sequim außerhalb des Parks.
Im Park essen: Lodges, Restaurants und Cafeterias
Die Küchen der Lodges schließen oft um 21 Uhr, und im Juli und August sind die Tische schnell vergeben. Plane voraus, besonders fürs Abendessen.
Der nördliche Bereich: Hurricane Ridge
Im Hurricane Ridge Visitor Center gibt es im Sommer nur saisonal eine Snackbar, die am Wochenende und an bestimmten Wochentagen geöffnet ist. Heiße Suppen, Sandwiches und Getränke: Das Angebot ist einfach, aber auf 1.700 m Höhe mit den Olympic Mountains im Hintergrund bist du damit gern zufrieden. Außerhalb dieser Zeiten gibt es in diesem Bereich keine Verpflegung. Bereite dein Mittagessen vor, bevor du hinauffährst.
Der Bereich um Lake Crescent
Im Lake Crescent Lodge befindet sich das Fireside Restaurant, das vom Frühjahr bis in den Herbst geöffnet ist. Seeblick, eine hundert Jahre alte Holzatmosphäre und eine Speisekarte des Pacific Northwest erwarten dich: gegrillter Lachs, Clam Chowder und vegetarische Gerichte. In der Hauptsaison brauchst du abends eine Reservierung. Ein paar Kilometer entfernt betreibt das Log Cabin Resort einen ungezwungenen Grill für Sandwiches und Snacks zum Mitnehmen.
Der Bereich Sol Duc
Das Sol Duc Hot Springs Resort öffnet sein Springs Restaurant für Übernachtungsgäste und Besucher. Die Speisekarte ist abwechslungsreich und bietet Fisch aus dem Nordwesten, Burger, Wraps sowie ein reichhaltiges Frühstück ab dem frühen Morgen. Hier kannst du gut essen, nachdem du in den heißen Quellen gebadet hast.
Pazifikküstenbereich: Kalaloch
Im Kalaloch Lodge befindet sich das Creekside Restaurant & Lounge mit Blick auf den Ozean. Auf der Speisekarte stehen lokale Meeresfrüchte im Mittelpunkt: Chowder, Dungeness Crab und der Fisch des Tages. Entlang der gesamten Küste des Parks ist dies die einzige Option mit Bedienung am Tisch. Abends sind die Plätze schnell weg.
Der südliche Bereich: Lake Quinault
Das Lake Quinault Lodge beherbergt den Roosevelt Dining Room, der viel Geschichte zu bieten hat. Franklin D. Roosevelt dinierte hier 1937, einige Monate bevor er die Gründung des Parks per Präsidialerlass unterzeichnete. Dich erwarten ein großzügiges Frühstück, ein gepflegtes Abendessen und die gedämpfte Atmosphäre einer Lodge. In der Saison ist eine Reservierung empfehlenswert.
Lebensmittelgeschäfte und Picknick im Park
In jedem der wichtigsten Resorts, also Lake Crescent, Sol Duc und Kalaloch, gibt es ein kleines Lebensmittelgeschäft mit dem Nötigsten: Konserven, Snacks und Getränke. Das hilft im Notfall, reicht aber nicht für einen größeren Einkauf. Die Preise sind höher und die Auswahl ist begrenzt. Decke dich in Port Angeles, Forks oder Sequim mit Proviant ein, bevor du in den Park fährst.
Die Picknickplätze liegen dagegen bemerkenswert schön: am Ufer von Lake Crescent, an Ruby Beach und Rialto Beach sowie auf den Lichtungen des Hoh Rain Forest. Wenn du mit Aussicht essen möchtest, ist das oft die beste Lösung, besonders bei gutem Wetter. Der Wanderführer für Olympic nennt die schönsten Plätze, an denen du unterwegs dein Sandwich auspacken kannst.
Wo du in der Umgebung essen kannst: die Gateway Cities
Port Angeles
Port Angeles ist auf der Nordseite die wichtigste Gateway City und liegt nur wenige Minuten vom Haupteingang des Parks entfernt. Pizzerien, Sushi-Bars, Fischrestaurants, unabhängige Cafés und Fast-Food-Ketten decken jedes Budget ab. Im Sommer bietet der Markt in der Innenstadt lokale Produkte. Port Angeles ist der ideale Ausgangspunkt, um dich vor oder nach einem Tag im Park mit Proviant zu versorgen.
Forks
Forks ist eine kleine Stadt am Westeingang. Heute verdankt sie ihre internationale Bekanntheit vor allem der Twilight-Saga. Das kulinarische Angebot bleibt überschaubar: amerikanische Diners, einige mexikanische Restaurants und Fast Food. Das reicht, um dich zu versorgen, bevor du in den Hoh Rain Forest oder an die Pazifikküste aufbrichst.
Sequim
Östlich von Port Angeles ist Sequim das Gebiet der Dungeness Crab, mehr dazu weiter unten. Mehrere Fischrestaurants verarbeiten den lokalen Fang, und die umliegenden Lavendelfarmen verleihen dem Ort ein pazifisches Provence-Flair. Ein angenehmer Zwischenstopp, wenn du über den nordöstlichen Abschnitt des Highway 101 kommst.
Port Townsend
Port Townsend ist mit der Fähre von Seattle aus erreichbar und eine viktorianische Stadt mit einer anspruchsvolleren Gastronomieszene: Craft-Brauereien, Restaurants mit wechselnder Karte und gepflegte Cafés. Der Ort eignet sich besonders für ein Essen zu Beginn oder am Ende deiner Reise.
Unsere Empfehlungen nach Anlass
Für unterwegs: die Snackbar in Hurricane Ridge für einen heißen Kaffee in großer Höhe oder der Grill des Log Cabin Resort am Lake Crescent.
Mit der Familie: das Springs Restaurant in Sol Duc mit ungezwungener Atmosphäre und einer zugänglichen Speisekarte.
Mit Aussicht: das Creekside Restaurant im Kalaloch Lodge mit Blick auf den Pazifischen Ozean.
Historische Küche: der Roosevelt Dining Room im Lake Quinault Lodge. Hier isst du an einem Ort, an dem Parkgeschichte geschrieben wurde.
Die Spezialität, die du im Olympic probieren solltest
Dungeness Crab ist die wichtigste Spezialität der Olympic Peninsula. Ihren Namen verdankt sie dem Dungeness Spit, einer Sandzunge östlich von Sequim, wenige Kilometer vom Park entfernt. Großzügiges Fleisch und ein feiner Geschmack nach Meer: als Chowder im Kalaloch Lodge oder ganz in einem Restaurant in Sequim ist sie das kulinarische Andenken an deinen Besuch. Die Fangsaison dauert in der Regel von Dezember bis August. Außerhalb dieser Zeit solltest du vor Ort prüfen, ob sie angeboten wird. Pazifischer Lachs, der auf den Speisekarten der Region überall zu finden ist, ergänzt dieses maritime Bild.
Praktische Tipps: Öffnungszeiten, Reservierung, Budget und Saison
Saison: Die Lodge-Restaurants öffnen hauptsächlich von Mai bis Oktober. Manche reduzieren außerhalb der Saison ihre Öffnungstage, andere schließen vollständig. Prüfe die Öffnungszeiten direkt bei jedem Betrieb, bevor du losfährst.
Reservierung: Im Juli und August sind das Fireside Restaurant und der Roosevelt Dining Room oft mehrere Tage im Voraus ausgebucht. Reserviere, sobald deine Unterkunft bestätigt ist.
Budget: Rechne in den Lodge-Restaurants mit 15 bis 25 US-Dollar pro Gericht. Die Grills und Snackbars der Resorts sind günstiger und kosten ungefähr 8 bis 15 US-Dollar. Für Eintrittspreise und Jahreskarten findest du auf der Seite zu Preisen und Pässen der Nationalparks nützliche Richtwerte.
Wasser: Fülle deine Trinkflaschen an den Wasserspendern der Visitor Center auf, bevor du zu einer Wanderung aufbrichst. Zwischen den einzelnen Bereichen können die Fahrten lang sein. Fahre nie ohne Wasser und einen Notfall-Snack weiter.
Kurzüberblick: Wo du je nach Besuchsbereich essen kannst
| Bereich | Option im Park | Gateway City |
|---|---|---|
| Norden (Hurricane Ridge) | Saisonale Snackbar | Port Angeles |
| Lake Crescent | Fireside Restaurant, Log Cabin Grill | Port Angeles |
| Sol Duc | Springs Restaurant | Port Angeles / Forks |
| Pazifikküste (Kalaloch) | Creekside Restaurant | Forks |
| Süden (Quinault) | Roosevelt Dining Room | Aberdeen |
| Hoh Rain Forest | Kein Restaurant | Forks |
Für die komplette Reiseplanung sieh dir den vollständigen Guide zu Olympic und den Guide zu Hotels und Lodges in Olympic an.
Häufige Fragen
Wo kann ich im Olympic National Park essen?
Im Park kannst du im Fireside Restaurant im Lake Crescent Lodge, im Springs Restaurant im Sol Duc Hot Springs Resort, im Creekside Restaurant im Kalaloch Lodge und im Roosevelt Dining Room im Lake Quinault Lodge essen. Diese Restaurants öffnen hauptsächlich von Mai bis Oktober. Im Sommer gibt es in Hurricane Ridge eine Snackbar. Mehr Auswahl das ganze Jahr über bieten Port Angeles und Forks mit Restaurants für jedes Budget.
Was ist die kulinarische Spezialität der Olympic Peninsula?
Die Spezialität der Olympic Peninsula ist Dungeness Crab, benannt nach dem Dungeness Spit, einer Landzunge östlich von Sequim. Du bekommst sie als Chowder im Kalaloch Lodge oder ganz in den Fischrestaurants von Sequim. Auch Pazifischer Lachs gehört unbedingt auf die Speisekarten der Region.
Sind die Restaurants im Park das ganze Jahr über geöffnet?
Nein. Die Lodge-Restaurants des Olympic National Park öffnen normalerweise von Mai bis Oktober. Außerhalb der Saison schließen mehrere oder verkürzen ihre Öffnungszeiten. Prüfe dies vor deinem Besuch direkt bei jedem Betrieb.
Kann man im Olympic National Park picknicken?
Ja, der Park hat viele schön gelegene Picknickplätze: am Ufer von Lake Crescent, an Ruby Beach und Rialto Beach sowie auf den Lichtungen des Hoh Rain Forest. Das ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, unabhängig von den Restaurantzeiten zu Mittag zu essen, besonders bei großem Andrang.
