Camping im Olympic National Park: den richtigen Campground wählen, Reservierung und Preise
Im Olympic National Park gibt es rund ein Dutzend offizielle Campgrounds in drei ganz unterschiedlichen Ökosystemen: den Gipfeln der Olympic Mountains, dem gemäßigten Regenwald des Hoh und einer mehr als 100 km langen, wilden Küste. Kurz gesagt: Ja, du kannst im Park campen, außerhalb der Saison allerdings nur ohne Reservierung. Von Juni bis September ist eine frühzeitige Reservierung auf recreation.gov unverzichtbar. Für die beste Reisezeit hilft dir der Guide zu den besten Reisezeiten für Olympic.
Die Campingplätze im Park (12)
- Campingplatz Queets Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 20 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz South Beach Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 55 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz North Fork Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 9 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Ozette Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 15 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Kalaloch Campround recreation.gov · 170 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Graves Creek Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 30 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Heart O' the Hills Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 97 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Staircase Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 49 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Fairholme Campground NPS ansehen · 88 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Mora Campground recreation.gov · 94 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Hoh Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 78 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Deer Park Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 14 Stellpl. Route ↗
Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO Kann man im Olympic National Park campen?
Ja, und es ist sogar eine der besten Möglichkeiten, den mehr als 370.000 Hektar großen Park zu erkunden. Die große Mehrheit der Campgrounds nimmt Zelte und Wohnmobile auf. Freies Biwakieren außerhalb ausgewiesener Stellplätze ist in erschlossenen Bereichen dagegen verboten: Jede Nacht musst du auf einem reservierten offiziellen Stellplatz verbringen oder im Backcountry an dem genauen Ort, der auf deinem Wilderness Permit angegeben ist.
Die Campgrounds im Park
Olympic ist geografisch zersplittert: Küste, Berge und Regenwald sind nicht durch eine parkinterne Straße miteinander verbunden. Wähle deinen Campground danach aus, welchen Bereich du erkunden möchtest.
Norden und Berge
Heart O' the Hills (etwa 105 Stellplätze, ganzjährig geöffnet) liegt wenige Kilometer von Port Angeles entfernt an der Hurricane Ridge Road. Leicht erreichbar, Spültoiletten und fließendes Wasser machen ihn zum praktischsten Ausgangspunkt für deinen Aufenthalt im Park.
Elwha und Altaire (etwa 40 beziehungsweise 30 Stellplätze) liegen am Elwha River. Die Renaturierung nach dem Abriss der Staudämme im Jahr 2012 gilt weiterhin weltweit als Beispiel für ökologische Wiederherstellung. Die Atmosphäre im Flusswald ist hier deutlich ruhiger als an der Küste.
Fairholme (etwa 80 Stellplätze, saisonal geöffnet) liegt am Lake Crescent, der für seine außergewöhnliche Tiefe und die bemerkenswerte Klarheit seines Wassers bekannt ist. Du kannst direkt am Campground Boote zu Wasser lassen; die Straße nach Heart O' the Hills ist weniger als eine Stunde entfernt.
Sol Duc (etwa 82 Stellplätze, saisonal geöffnet) bietet direkten Zugang zu den heißen Quellen des Sol Duc Hot Springs Resort, das du vom Campground in weniger als zehn Minuten zu Fuß erreichst. Für den Weg zu den Sol Duc Falls brauchst du weniger als eine Stunde.
Küstenbereich
Mora (etwa 94 Stellplätze) ist dein Ausgangspunkt für Rialto Beach und die Sea Stacks von Hole-in-the-Wall. Wind und Feuchtigkeit sind allgegenwärtig. Nimm deshalb ein Vierjahreszeitenzelt oder ein stabiles Tarp mit.
Kalaloch (etwa 170 Stellplätze, ganzjährig geöffnet) ist der größte Campground des Parks und einer der wenigen, die auch im Winter erreichbar sind. Von manchen Stellplätzen hast du Blick auf den Pazifik. Ab dem Ende des Winters ist eine Reservierung unverzichtbar.
Regenwald und Süden
Hoh (etwa 88 Stellplätze, ganzjährig geöffnet) liegt im Herzen des gemäßigten Regenwalds, 31 km am Ende einer kurvenreichen Straße. Hier schaffen moosbedeckte Böden und Sitka-Ahorne eine ganz eigene Atmosphäre. Als wir im Oktober dort waren, ließ der anhaltende Nieselregen den Ort unwirklich wirken.
Staircase (etwa 49 Stellplätze, saisonal geöffnet) liegt am North Fork Skokomish River auf der Seite des Hood Canal. Der Campground ist weniger frequentiert und daher in der Nebensaison auch ohne Reservierung leichter zugänglich.
Graves Creek (etwa 30 Stellplätze) und North Fork (einige einfache Stellplätze) erschließen den Quinault-Bereich von Süden. Sie sind ideal für spontane Reisende, die den Menschenmassen im Juli und August ausweichen möchten.
Wohnmobil (RV) oder Zelt: Was passt besser zu dir?
Kein Campground im Park bietet Strom- oder Wasseranschlüsse am Stellplatz, also keine vollständigen Hookups. Kalaloch und Sol Duc haben Dump Stations für Grau- und Schwarzwasser. Prüfe vor der Reservierung die maximal erlaubte Fahrzeuglänge für jeden einzelnen Campground. Besonders die Zufahrtsstraßen nach Hoh und Graves Creek sind für sehr große Fahrzeuge ungeeignet. Die Längenbeschränkungen und RV-Routen auf der Olympic Peninsula werden in unserem Wohnmobil-Guide ausführlich erklärt.
In der Nähe campen: Campgrounds außerhalb des Parks
Wenn der Park voll ist, was im Juli und August regelmäßig vorkommt, springen private Campgrounds rund um Port Angeles, Forks und Lake Quinault ein. Einige bieten vollständige Hookups. Alle Unterkünfte rund um Olympic, einschließlich privater Campgrounds, findest du in unserem passenden Guide.
Wildcampen im Backcountry
Wenn du außerhalb ausgewiesener Campgrounds übernachten möchtest, brauchst du ein Wilderness Permit. Du erhältst es in den Visitor Centern in Port Angeles, Hoh, Quinault und Staircase oder für bestimmte Bereiche online über recreation.gov. Vorgeschriebene Stellplätze, in den meisten Bereichen verbotene Feuer und verpflichtende Lebensmittelaufbewahrung: Die Naturschutzregeln sind streng und werden kontrolliert. Mehrtägige Routen mit Biwak im Olympic National Park werden in unserer Auswahl an Wanderungen nach Schwierigkeitsgrad vorgestellt.
Wie und wann reservierst du deinen Campground im Olympic National Park?
Du reservierst auf recreation.gov, wobei das Buchungsfenster sechs Monate vor dem Aufenthalt öffnet. Für ein Juliwochenende solltest du Anfang Januar reservieren, möglichst gleich morgens. Kalaloch und Heart O' the Hills sind innerhalb weniger Minuten ausgebucht. Hoh und Staircase halten das ganze Jahr über einen Teil ihrer Stellplätze nach dem Prinzip „first come, first served“ frei. Außerhalb der Hauptsaison haben Reisende ohne festen Plan dadurch noch eine Chance.
Preise: Was kostet eine Campingnacht im Olympic National Park?
Einfache Stellplätze kosten ab 20 US-Dollar pro Nacht. Einige wegen ihres Pazifikblicks beliebte Plätze in Kalaloch kosten 24 bis 30 US-Dollar pro Nacht. Die einfachen Stellplätze in Graves Creek und North Fork sind günstiger. Zum Campgroundpreis kommt die Parkeintrittsgebühr von 30 US-Dollar pro Fahrzeug hinzu. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt lohnt sich der Annual Pass für 55 US-Dollar schnell. Informationen zu Eintrittsgebühren und Jahrespässen für alle Nationalparks findest du auf der Seite Preise und Pässe der Nationalparks.
Sicherheit und gute Campingpraxis
Schwarzbären: Im Park leben Schwarzbären (Ursus americanus). Lass niemals Lebensmittel, Müllbeutel oder andere Gegenstände mit Geruch in deinem Zelt oder Auto. Benutze immer die in allen Campgrounds vorhandenen Bärenboxen (Food Lockers). Im Backcountry ist in mehreren Bereichen ein vom NPS zugelassener Bear Canister vorgeschrieben. Der Guide zur Tierwelt von Olympic erklärt das Verhalten der Bären und was du tun solltest.
Roosevelt-Wapitis: Die großen Hirsche des Parks durchqueren regelmäßig die Campgrounds, besonders in Hoh und Kalaloch. Halte mindestens 50 m Abstand und stelle dich niemals zwischen ein Weibchen und sein Kalb.
Wetterbedingungen: Der Sommer ist das trockenste Zeitfenster, vor allem Juli, August und September. Im Flachland liegen die Temperaturen zwischen 18 und 24 °C. Trotzdem kann jederzeit ein Schauer aufziehen. Die Straße nach Hurricane Ridge kann bei spätem Schneefall in den Bergen ohne Vorankündigung geschlossen werden. Die Monatsmittel findest du im Wetter-Guide für Olympic.
Steigende Flüsse: Die Wasserläufe im Park schwellen nach Regen schnell an. Schlage dein Zelt niemals in einem Flussbett auf, auch wenn es bei deiner Ankunft trocken ist.
Für alle geltenden Regeln zu Feuer, Haustieren, Drohnen und Geschwindigkeitsbegrenzungen lies den vollständigen Guide zu Olympic.
Welchen Campground wählst du je nach deinen Plänen?
Mit der Familie: Kalaloch mit viel Platz und Meerblick oder Heart O' the Hills nahe an gut zugänglichen Wanderwegen. Sieh dir auch unsere Familienseite an.
Wald und Wildnis: Hoh Rain Forest wegen der einzigartigen Atmosphäre des gemäßigten Regenwalds.
See und heiße Quellen: Fairholme am Lake Crescent oder Sol Duc mit Hot Springs, die du zu Fuß erreichst.
Van oder Wohnmobil: Kalaloch oder Sol Duc, beide mit Dump Station.
Ohne Reservierung: Graves Creek oder Staircase außerhalb von Juli und August.
Um Olympic über das Camping hinaus zu erkunden, deckt unser vollständiger Olympic-Guide alle Aktivitäten und Unterkünfte im Park ab.
Häufige Fragen
Wo liegen die Campgrounds im Olympic National Park?
Die offiziellen Campgrounds von Olympic sind über die gesamte Olympic Peninsula verteilt und liegen in drei Bereichen: Norden und Berge (Heart O' the Hills, Elwha, Altaire, Fairholme, Sol Duc), Pazifikküste (Mora, Kalaloch) sowie Regenwald und Süden (Hoh, Staircase, Graves Creek, North Fork).
Wie heißen die Campgrounds in Olympic?
Die wichtigsten Campgrounds im Park sind Heart O' the Hills, Elwha, Altaire, Fairholme, Sol Duc, Mora, Kalaloch, Hoh, Staircase, Graves Creek und North Fork. Kalaloch und Hoh sind die beiden einzigen, die ganzjährig geöffnet sind.
Wie viel kostet eine Campingwoche in Olympic im August durchschnittlich?
Bei 20 bis 30 US-Dollar pro Nacht je nach Campground kostet eine Woche 140 bis 210 US-Dollar. Dazu kommt die Parkeintrittsgebühr von 30 US-Dollar pro Fahrzeug oder 55 US-Dollar für den ein Jahr gültigen Annual Pass aller amerikanischen Nationalparks.
Wann solltest du einen Campground in Olympic reservieren?
Sobald das Buchungsfenster auf recreation.gov öffnet, also sechs Monate vor dem Aufenthalt. Für eine Reise im Juli solltest du Anfang Januar gleich morgens buchen. Kalaloch und Heart O' the Hills sind innerhalb weniger Minuten ausgebucht.
Kannst du beim Campen in Olympic Bären begegnen?
Ja, im Park leben Schwarzbären. Sie sind scheu, aber in allen Bereichen anzutreffen. Benutze auf deinem Stellplatz unbedingt die Bärenboxen (Food Lockers) und lass weder tagsüber noch nachts Lebensmittel offen liegen.
Wie campst du im Backcountry von Olympic?
Für jede Nacht außerhalb eines offiziellen Campgrounds brauchst du ein Wilderness Permit. Du erhältst es in den Visitor Centern des Parks oder online auf recreation.gov. Ein zugelassener Bear Canister und die auf dem Permit ausgewiesenen Biwakplätze sind vorgeschrieben.
