Unabhängige Reiseführer zu den US-Nationalparks
Siebdruck-Illustration: Aneinandergereihte rustikale Hütten der Kalaloch Lodge über der wilden Pazifikküste

Wo übernachten im Olympic National Park? Im Park, in Städten und auf Campingplätzen

Von Victoria Boissonade · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer Olympic

Kurzantwort: Nimm Port Angeles als Ausgangspunkt für den nördlichen Bereich mit Hurricane Ridge und Lake Crescent und plane mindestens eine Nacht an der Pazifikküste in Kalaloch oder Forks ein. Olympic erstreckt sich bogenförmig über rund 370.000 Hektar rund um die Olympic Peninsula. Ein einziger Ausgangspunkt reicht deshalb nicht. Plane 3 bis 5 Nächte ein, wenn du die wichtigsten Bereiche sehen willst. Für die passende Zahl an Übernachtungen findest du im ausführlichen Olympic-Routenplan Programme für verschiedene Aufenthaltsdauern.

Übernachten: Orte, Lodges und Campingplätze (12)

  • Campingplatz Queets Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 20 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz South Beach Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 55 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz North Fork Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 9 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Ozette Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 15 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Kalaloch Campround recreation.gov · 170 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Graves Creek Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 30 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Heart O' the Hills Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 97 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Staircase Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 49 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Fairholme Campground NPS ansehen · 88 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Mora Campground recreation.gov · 94 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Hoh Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 78 Stellpl. Route ↗
  • Campingplatz Deer Park Campground Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 14 Stellpl. Route ↗
Karte: Übernachten: Orte, Lodges und Campingplätze Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO

⚠ Daten zu Zugangsort & Lodge werden redaktionell geprüft.

Im Park oder außerhalb übernachten?

Das ist die zentrale Entscheidung. Die Antwort hängt genauso von deinem Programm wie von deinem Budget ab.

Bleib im Park, wenn du morgens als Erster an den Trails sein, von der Terrasse der Kalaloch Lodge beim Sonnenuntergang den Pazifik hören oder bei Einbruch der Dunkelheit in die Thermalbecken von Sol Duc gleiten möchtest. Übernachtungsmöglichkeiten im Park sind selten und oft teuer, doch dieses Naturerlebnis bekommst du sonst nirgends.

Wähle einen Ort außerhalb, wenn du in wenigen Tagen mehrere Bereiche besuchst, mit der Familie reist oder beim Budget flexibler bleiben möchtest. Port Angeles und Forks bieten ein gutes Verhältnis von Infrastruktur und Parknähe.

Die Besonderheit von Olympic: Anders als ein kompakter Park wie Zion zieht sich Olympic bogenförmig rund um die Olympic Peninsula. Von Port Angeles aus brauchst du zwei Stunden bis zur Hoh Rain Forest. Nach Kalaloch sind es zweieinhalb Stunden. Wenn du für den gesamten Aufenthalt nur einen Ausgangspunkt wählst, verbringst du einen großen Teil der Zeit im Auto. Teile die Reise besser auf zwei geografische Bereiche auf oder fahre die Schleife über den Highway 101 und wechsle dabei den Campingplatz.

Übernachten in Olympic: Lodges und Unterkünfte im Park

In Olympic gibt es vier Unterkünfte, die von Konzessionären des Parks betrieben werden. Alle öffnen saisonal, außer Kalaloch. In der Hauptsaison sind sie oft Monate im Voraus ausgebucht. Öffne den Buchungskalender, sobald er verfügbar ist. Öffnungszeiten und Buchungslinks für jede Lodge in Olympic findest du im Hotelbereich.

Lake Crescent Lodge

Diese historische Lodge wurde 1916 erbaut und liegt am Ufer von Lake Crescent, dessen Wasser eine ungewöhnlich intensive Blaufärbung hat. Es gibt Zimmer im Hauptgebäude, die am günstigsten sind, aber kein eigenes Bad haben, die Roosevelt Cottages am Waldrand und die Storm King Cottages mit Blick auf den See. Allein der Blick auf die Spiegelungen der Berge im Wasser ist die Buchung wert. Geöffnet ungefähr von Ende April bis Ende Oktober.

Sol Duc Hot Springs Resort

Die einzige Unterkunft im Park mit direktem Zugang zu Thermalquellen. Die rustikalen Hütten, bewusst ohne Fernseher und WLAN, stehen rund um Mineralbecken, die durch Geothermie gespeist werden. Wenn du durch Sol Duc Valley fährst, um die Wasserfälle zu sehen, bietet sich diese Übernachtung an. Geöffnet ungefähr von Ende März bis Ende Oktober.

Kalaloch Lodge

Kalaloch liegt auf den Klippen der Pazifikküste und ist die einzige ganzjährig geöffnete Unterkunft im Park. Die Lodge und ihre Hütten liegen direkt über dem Meer. Die Hütten an der Klippenkante sind am gefragtesten und innerhalb weniger Minuten nach Öffnung der Buchungen vergeben. Ein guter Tipp für die Nebensaison: Der Winter ist hier mild und die Strände sind menschenleer.

Log Cabin Resort

Weniger bekannt, am nordöstlichen Arm von Lake Crescent gelegen. Es gibt Blockhütten, Stellplätze mit Stromanschluss und einige Zimmer im Motelstil. Das ist die günstigste Möglichkeit, Lake Crescent zu genießen, ohne den Preis der Roosevelt Cottages zu zahlen. Geöffnet ungefähr von Mai bis September.

Campen in Olympic: die Campingplätze im Park

In den verschiedenen Bereichen von Olympic gibt es rund 15 Campingplätze. Hier findest du die wichtigsten Anhaltspunkte.

Campingplätze mit Reservierung über Recreation.gov: Heart O' the Hills mit Zugang zu Hurricane Ridge, Sol Duc, Fairholme bei Lake Crescent und Hoh. Die Plätze für Juli und August sind in den Minuten nach Öffnung des Kalenders vergeben, normalerweise sechs Monate vor dem gewünschten Datum. Öffne Recreation.gov genau zur angegebenen Uhrzeit. Das ist wirklich nötig.

Campingplätze nach dem Prinzip First Come, First Served: Mora bei Rialto Beach, ein Teil von Kalaloch und mehrere kleine Waldcampingplätze. In der Hauptsaison solltest du vor 11 Uhr ankommen, um deine Chancen zu erhöhen.

Kalaloch: ganzjährig geöffnet, zwischen Regenwald und Meer gelegen und problemlos mit dem Wohnmobil erreichbar. Wenn du nur einen Campingplatz im Park auswählen könntest, wäre das der vielseitigste.

Hoh: Hier zu campen bedeutet, unter einem Gewölbe aus riesigen, moosbedeckten Fichten einzuschlafen, in einer beinahe greifbaren Stille. Diese Erfahrung ist die zweistündige Fahrt von Port Angeles wert.

Ausstattung, Regeln und Tipps für jeden Campingplatz in Olympic findest du im Campingguide. Reisende im Van oder Wohnmobil finden die besonderen Vorgaben für Fahrzeuge auf der Olympic Peninsula im entsprechenden Bereich.

Wo rund um Olympic übernachten: die Eingangsstädte

Port Angeles: der vielseitige und gut ausgestattete Ausgangspunkt im Norden

Port Angeles hat rund 20.000 Einwohner und ist die größte Stadt der Olympic Peninsula. Von hier sind es 30 Minuten bis zum Eingang von Hurricane Ridge und zu Lake Crescent. Die Fähre nach Victoria in British Columbia fährt mehrmals täglich ab. Hier findest du die meisten Hotels, Restaurants, Supermärkte und Outdoor-Ausrüster.

Für wen: für den ersten Besuch, Familien und alle, die eine unkomplizierte Logistik möchten. Rechne je nach Saison mit 100 bis 200 US-Dollar pro Nacht für ein ordentliches Hotel.

Sequim: das sonnige Mikroklima im Osten

Rund 20 Kilometer östlich von Port Angeles profitiert Sequim von einem bemerkenswert trockenen Mikroklima. Die Stadt liegt im Regenschatten der Olympic Mountains. Dich erwarten Lavendelfelder, eine ruhige Atmosphäre und ein gut entwickeltes Hotelangebot. Wenn du aus Seattle über die Fähre von Kingston kommst, ist Sequim die erste Stadt, die du durchquerst.

Für wen: für Paare, Reisende aus Seattle und alle, die Ruhe suchen. Bis Port Angeles und ins Zentrum des Parks brauchst du 30 bis 45 Minuten.

Forks: der Zugang zur Küste und zum Regenwald

Forks ist eine kleine Stadt mit etwa 4.000 Einwohnern im Westen der Olympic Peninsula. Von hier sind es 20 Minuten bis zur Hoh Rain Forest und 30 Minuten zu den wilden Stränden von Rialto Beach und La Push. Fans der Twilight-Saga, deren Handlung hier spielt, werden den Hinweis zu schätzen wissen. Für alle anderen ist Forks vor allem der ideale Ausgangspunkt, wenn dein Programm auf die Pazifikküste und den Regenwald konzentriert ist.

Für wen: für Reisende mit Schwerpunkt auf Wald und Küste. Das Angebot besteht hauptsächlich aus Motels, die Preise liegen unter denen in Port Angeles.

Lake Quinault: der Zugang im Süden

Im äußersten Süden des Parks liegt die privat betriebene Lake Quinault Lodge außerhalb des Parks am Ufer von Lake Quinault, am Eingang zur Quinault Rain Forest. Wenn du die Schleife über den Highway 101 von Süden aus beginnst oder aus Portland kommst, ist sie ein besonderer Zwischenstopp. Das Unterkunftsangebot in diesem Bereich bleibt begrenzt. Buche früh.

Für wen: für Reisende, die die Olympic Peninsula umrunden, und für alle, die aus dem Süden kommen.

Wann solltest du deine Unterkunft in Olympic buchen?

Im Juli und August kommen die meisten Besucher. Die Lodges im Park, Lake Crescent, Sol Duc und Kalaloch, können sechs Monate vor dem gewünschten Datum ausgebucht sein. Behalte die Öffnung der Buchungskalender im Auge, die oft im Januar oder Februar erfolgt.

Bei Campingplätzen mit Reservierung über Recreation.gov sind die Sommerplätze in den ersten Minuten nach Öffnung vergeben. Außerhalb der Hauptsaison von September bis Mai lässt der Andrang deutlich nach. Prüfe trotzdem die saisonalen Schließungen: Die Hurricane Ridge Road wird je nach Schneelage häufig von November bis April geschlossen, und mehrere Campingplätze sind im Winter außer Betrieb.

Die besten Reisezeiten für Olympic findest du nach Jahreszeit geordnet im entsprechenden Guide.

Unterkunftsbudget: Was kostet eine Übernachtung in Olympic?

Unterkunftsart Richtwert
Zeltplatz (NPS) 20 bis 35 US-Dollar / Nacht
Campingplatz mit Stromanschluss (Log Cabin Resort) 45 bis 65 US-Dollar / Nacht
Motel oder Hotel in Port Angeles oder Forks 100 bis 200 US-Dollar / Nacht
Zimmer in einer Lodge (Hauptgebäude der Lake Crescent Lodge) 150 bis 220 US-Dollar / Nacht
Cottage in einer Lodge (Roosevelt, Storm King, Cottages an der Klippe von Kalaloch) 220 bis 380 US-Dollar / Nacht

Zu diesen Preisen kommt noch der Eintritt hinzu: 30 US-Dollar pro Fahrzeug, gültig für sieben Tage. Der Jahrespass für 55 US-Dollar lohnt sich bereits ab zwei Besuchen im Jahr.

Unsere Empfehlung für dein Reiseprofil

Erster Besuch mit 3 bis 5 Übernachtungen: zwei Nächte in Port Angeles für Hurricane Ridge und Lake Crescent, eine Nacht in der Kalaloch Lodge oder auf dem Kalaloch-Campingplatz an der Pazifikküste sowie ein bis zwei Nächte in Forks oder auf dem Hoh-Campingplatz im Regenwald. So erlebst du die drei Gesichter des Parks, ohne übermäßig viel zu fahren.

Mit der Familie: Port Angeles als Hauptstützpunkt und Tagesausflüge nach Hurricane Ridge, wo Kinder die Murmeltiere in freier Wildbahn lieben, sowie zu Lake Crescent mit Kajak und ruhigem Wasser. Eine zusätzliche Nacht in Kalaloch bietet sich an, wenn ihr die wilden Strände erleben möchtet. Aktivitäten für jedes Alter in Olympic findest du im Familienguide.

Kleines Budget: Camping bei Heart O' the Hills für die Berge und auf dem Hoh-Campingplatz für den Regenwald. Du zahlst ungefähr 20 bis 25 US-Dollar pro Stellplatz und Nacht. Günstiger ist es in der Region kaum.

Maximale Naturverbundenheit: eine Nacht im Sol Duc Hot Springs Resort, damit du den Tag in den Thermalbecken ausklingen lässt, und danach eine Nacht in der Kalaloch Lodge mit Blick auf den Ozean. Diese Kombination vermittelt dir wirklich das Gefühl, den Park erlebt zu haben, statt ihn nur durchquert zu haben.

Für dein Programm rund um diese Ausgangspunkte findest du in den Wanderungen in Olympic nach Bereich und Schwierigkeitsgrad passende Trails für jeden Standort.

Häufige Fragen

Wo übernachten, um den Olympic National Park zu besuchen?

Für einen vollständigen Besuch kombinierst du am besten zwei Ausgangspunkte: Port Angeles für den Norden mit Hurricane Ridge und Lake Crescent sowie Forks oder Kalaloch für die Pazifikküste und den Regenwald. Der Park ist zu groß und zu weitläufig, um nur von einem einzigen Standort aus erkundet zu werden.

Ist es besser, in Olympic im Park oder außerhalb zu übernachten?

Eine Übernachtung im Park bietet ein Naturerlebnis, das die Hotels außerhalb nicht ersetzen können. Allerdings sind die Plätze knapp und die Preise hoch. Wenn du flexibler bleiben und deutlich sparen möchtest, liegen die Eingangsstädte Port Angeles und Forks sehr günstig.

Welche Stadt liegt dem Olympic National Park am nächsten?

Port Angeles ist der wichtigste Zugang im Norden, 30 Minuten von Hurricane Ridge entfernt. Sequim im Osten liegt etwas näher am östlichen Parkeingang.

Welche Stadt eignet sich am besten für einen Aufenthalt in Olympic?

Port Angeles ist die vielseitigste Wahl: vollständige Infrastruktur, schneller Zugang zu mehreren Parkbereichen und unterschiedliche Unterkünfte. Forks passt besser zu Reisenden, die ihr Programm auf den Regenwald und die Pazifikküste konzentrieren.

Wie viel Zeit brauchst du für den Olympic National Park?

Plane mindestens drei Nächte ein, um die wichtigsten Bereiche abzudecken, und bis zu fünf Nächte, wenn du den Park entspannt erkunden möchtest. Detaillierte Programme für verschiedene Aufenthaltsdauern findest du im Routenplan für Olympic.