Unabhängige Reiseführer zu den US-Nationalparks
Siebdruck-Illustration: Passatwolken werfen ihre Schatten auf Coral Bay und die trockenen Hügel des East End

Wetter auf Virgin Islands: Vorhersage, Klima und aktuelle Bedingungen

Von Erika Müller · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer Virgin Islands

Auf Virgin Islands herrscht ein stabiles tropisches Meeresklima. Die Passatwinde wehen ständig von Osten nach Westen über den Atlantik und mildern die Hitze. Das ganze Jahr über ist es warm, zwischen 25 und 32 °C, und niemals frostig. Der Park teilt sich in zwei klar ausgeprägte Jahreszeiten: eine trockene Saison von Dezember bis April mit kräftigen Winden und wenig Regen sowie eine feuchte Saison von Juni bis November mit Gewittern am Nachmittag und erhöhter Wirbelsturmgefahr. Die gute Nachricht: Selbst im August dauert ein tropischer Schauer nur selten länger als dreißig Minuten.

Wetterstation · Virgin Islands 18,34 N

Aktuelle Messwerte sind momentan nicht verfügbar. Die saisonalen Mittelwerte stehen weiter unten.

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Klima auf Virgin Islands Monat für Monat

Die folgenden Durchschnittswerte beziehen sich auf die Insel St. John. Die Temperaturen schwanken von Jahr zu Jahr nur wenig. Den eigentlichen Unterschied zwischen den Jahreszeiten macht der Niederschlag.

Monat Min. (°C) Max. (°C) Niederschlag (mm) Das solltest du wissen
Januar 23 28 65 Trocken, kräftige Passatwinde, raue See im Norden
Februar 23 28 55 Trockenster Monat des Jahres
März 23 29 55 Trocken, die Temperaturen steigen langsam
April 24 30 65 Übergang, erste kurze Schauer
Mai 25 31 80 Die Passatwinde lassen nach, die Luftfeuchtigkeit steigt
Juni 26 31 90 Offizieller Beginn der Hurrikansaison
Juli 26 32 110 Fast täglich Nachmittagsgewitter
August 27 32 120 Höchste Temperaturen und größtes Wirbelsturmrisiko
September 27 32 140 Regenreichster Monat, höchste Vorsicht geboten
Oktober 26 31 135 Weiterhin feucht, häufig raue See
November 25 30 110 Die Passatwinde kehren allmählich zurück
Dezember 24 29 80 Die Trockenzeit setzt ein

Die Wassertemperatur liegt je nach Jahreszeit zwischen 27 und 29 °C. Damit eignet sich das Meer das ganze Jahr über ideal zum Schnorcheln und Tauchen.

Das Klima zu jeder Jahreszeit

Winter (Dezember bis Februar): die Trockenzeit von ihrer besten Seite

Die Passatwinde wehen jetzt am stärksten, im Durchschnitt mit 20 bis 30 km/h. Dadurch fühlen sich die Tage mit etwa 28 °C im Wind fast kühl an. Es regnet selten, und der Himmel bleibt meist klar. An den nach Norden ausgerichteten Stränden, etwa Cinnamon Bay und Francis Bay, kann die See rau sein, sodass sie sich kaum zum Baden eignen. Die geschützten Buchten im Süden, zum Beispiel Salt Pond Bay, bleiben ruhig. Es ist die touristische Hochsaison. Unterkünfte und Fähren sind oft schon Wochen im Voraus ausgebucht.

Frühling (März bis Mai): das unterschätzte Zeitfenster

Ab April werden die Passatwinde allmählich schwächer, die Temperaturen steigen auf 30 bis 31 °C, und im Mai kehren die ersten kurzen Schauer zurück. Im Norden beruhigt sich das Meer und ist dann perfekt zum Kajakfahren und Tauchen. Nach den amerikanischen Spring Breaks im März geht die Zahl der Besucher zurück. Auf dem Reef Bay Trail oder dem Bordeaux Mountain Trail bist du dann fast allein unterwegs. Wahrscheinlich bietet diese Zeit das beste Verhältnis von angenehmem Wetter und Ruhe.

Sommer (Juni bis August): heiß, feucht, Gewitter am späten Nachmittag

Die Temperaturen erreichen 32 °C, dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Von Juli bis August ziehen am Nachmittag fast täglich Gewitter auf. Plane deine Wanderungen für den Morgen, möglichst vor 10 Uhr, damit du auf den ausgesetzten Wanderwegen nicht gleichzeitig Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt bist. Zwischen den Regenfällen ist die Sicht unter Wasser hervorragend, und das Meer erreicht mit 29 °C seine höchste Temperatur. Die Hurrikansaison beginnt am 1. Juni. Deshalb solltest du jeden Morgen den Wetterbericht prüfen.

Herbst (September bis November): Höhepunkt der Hurrikansaison, dann Entspannung

Statistisch ist der September der aktivste Monat für Wirbelstürme in der östlichen Karibik. Eine Reise ohne solide Reiserücktrittsversicherung zu planen, wäre unvorsichtig. Der Oktober bleibt feucht, aber das Risiko geht zurück. Im November kehren die Passatwinde zurück und die Niederschläge gehen deutlich zurück. Die letzten Wochen ähneln oft der Hochsaison, allerdings bei deutlich weniger Besuchern.

Ist es auf Virgin Islands kalt? Rekorde und Extremwerte

Nein, auf St. John wird es eigentlich nie richtig kalt. In den kühlsten Januarnächten sinken die Temperaturen nur selten unter 20 °C. Für Fährüberfahrten oder stark klimatisierte Restaurants reicht eine leichte Jacke vollkommen aus, für die Kälte draußen brauchst du sie sicher nicht. Am anderen Ende der Skala können die Tage im August und September 33 °C überschreiten, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Ein Hitzschlag ist möglich, wenn du mehrere Wanderungen in der prallen Sonne machst und dabei nicht regelmäßig trinkst.

Auf den US Virgin Islands schneit es nie. Die Verwechslung entsteht manchmal durch einen ähnlichen Namen: Virginia ist ein Bundesstaat auf dem amerikanischen Festland mit ausgeprägten Wintern, während der Nationalpark Virgin Islands auf der tropischen Insel St. John in der Karibik liegt.

Was du je nach Jahreszeit anziehen solltest

Die Grundausstattung bleibt zu jeder Jahreszeit gleich: leichte, atmungsaktive Kleidung aus Leinen, technischer Baumwolle oder schnell trocknenden Synthetikfasern, Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 50 und ein Hut mit breiter Krempe. In den Tropen ist die UV-Strahlung auch bei bedecktem Himmel stark.

In der Trockenzeit (Dezember bis April): Packe für Fährüberfahrten und ausgesetzte Wanderungen im Passatwind eine leichte Windjacke ein. Nach einem Tag auf dem Meer können sich die Abende kühl anfühlen. Eine zusätzliche leichte Schicht nimmt kaum Platz weg.

In der feuchten Saison (Juni bis November): Für tropische Schauer reicht eine kompakte Regenjacke oder ein Poncho. Wasserdichte Wanderschuhe sind auf den nach Regen durchnässten Wanderwegen sehr nützlich. Für die felsigen Zugänge zu den Stränden solltest du Wasserschuhe oder Sandalen mit griffiger Sohle einplanen.

Warnungen und Bedingungen, die du im Blick behalten solltest

Hurrikansaison (1. Juni bis 30. November): Prüfe täglich die Meldungen des National Hurricane Center und die Warnungen auf der NPS-Website. Ein Wirbelsturm kann die Fährverbindungen zwischen St. Thomas und St. John kurzfristig unterbrechen, ohne dass es eine Alternative gibt.

Winterliche Dünung: Von Dezember bis März können durch weit draußen auf dem Meer entstandene Stürme hohe Wellen entstehen. Dann sind die Strände im Norden und Osten zum Baden gefährlich, auf Hawksnest Bay oder Francis Bay können die Wellen mehr als 1,5 bis 2 m erreichen. Die geschützten Buchten im Süden bleiben meist zugänglich.

Wanderwege nach starkem Regen: Einige Wege werden nach heftigen Regenfällen vorübergehend gesperrt. Informiere dich vor jedem Ausflug bei den Rangern oder auf nps.gov/viis über die aktuellen Bedingungen.

Schifffahrt und Wassersport: Bootsfahrer und Kajakfahrer sollten die Wind- und Wellenvorhersage prüfen. Die Nordküste von St. John kann den ganzen Winter über unruhig sein. Die Südküste ist normalerweise geschützt.

Häufige Fragen

Wird es auf den Virgin Islands manchmal kalt?

Auf den Virgin Islands wird es nur selten kalt. Selbst im kältesten Monat Januar sinken die Nachttemperaturen kaum unter 20 °C. Für Fähren und windige Abende reicht eine leichte Jacke, mehr brauchst du nicht.

Schneit es auf Virgin Islands?

Auf Virgin Islands schneit es nie. Der Nationalpark liegt auf der tropischen Insel St. John in der Karibik. Die Temperaturen fallen dort nie tief genug für Schnee. Du solltest den Park nicht mit Virginia verwechseln, einem Bundesstaat auf dem amerikanischen Festland mit echten Wintern.

Welcher Monat eignet sich am besten für eine Reise auf die Virgin Islands?

Der beste Monat hängt von deinen Prioritäten ab: Dezember bis Februar bieten das trockenste und zuverlässigste Wetter, März und April verbinden ein angenehmes Klima mit weniger Besuchern, und im November herrschen fast sommerliche Bedingungen ohne den großen Andrang. Unsere Seite Wann du nach Virgin Islands reisen solltest vergleicht alle Zeiträume ausführlich.

Welche Insel der US Virgin Islands ist am sichersten für einen Besuch?

St. John, die Insel des Nationalparks, gilt als besonders ruhig. Zwei Drittel der Insel stehen unter dem Schutz des National Park Service, was Bebauung und Besucherandrang stark begrenzt. Sicherheitsfragen betreffen eher die städtischen Gebiete von St. Thomas oder St. Croix außerhalb des Parkgebiets.