Unterwegs in Redwood: Zufahrten, Eingänge, Shuttles und Parkplätze
Anders als in Zion oder Yosemite während der Hauptsaison musst du in Redwood keinen Shuttle nutzen. Das Auto bleibt das wichtigste Verkehrsmittel in diesem Schutzgebiet, das sich über rund 100 km an der nordkalifornischen Küste erstreckt. Du kannst dich frei zwischen den einzelnen Bereichen bewegen und anhalten, wo du möchtest. Kurz gesagt: Du erkundest Redwood mit dem Auto, ohne vorgeschriebene Zugangsbeschränkungen.
So erreichst du Redwood
Alle Details zur Anreise von San Francisco, Portland oder mit dem Flugzeug über Arcata-Eureka Airport findest du im Guide zur Anreise nach Redwood.
Die Parkeingänge und welchen du wählen solltest
Redwood hat keine Einfahrt mit Kassenhäuschen oder Mautstelle. Du fährst über die US-101 oder Nebenstraßen hinein, ohne Formalitäten. Der von Redwood National Park verwaltete Teil ist kostenlos. In einigen Bereichen der angeschlossenen kalifornischen State Parks, Prairie Creek Redwoods State Park, Del Norte Coast Redwoods State Park und Jedediah Smith Redwoods State Park, können in der Hauptsaison Parkgebühren anfallen. Unsere Seite zu Preisen und Pässen erklärt dir die wichtigsten Eintrittsgebühren und Pass-Optionen.
Die vier Visitor Center liegen entlang der Nord-Süd-Achse und dienen als natürliche Zugangspunkte:
- Thomas H. Kuchel Visitor Center (Orick): der Eingang im Süden. Die logische erste Station, wenn du von San Francisco nach Norden fährst.
- Prairie Creek Visitor Center: mitten im Wald, im Bereich der riesigen Farne und von Fern Canyon.
- Hiouchi Visitor Center: etwa auf halber Strecke, der Zugang zu Jedediah Smith Redwoods State Park und seinen Küstenmammutbäumen.
- Crescent City Information Center: ganz im Norden, im Stadtzentrum, die letzte Station vor Oregon.
Wo solltest du anfangen? Wenn du den Park von Süden nach Norden durchquerst, beginnst du in Orick. In umgekehrter Richtung startest du in Crescent City.
Unterwegs im Park
Mit dem Auto
Das Auto ist in Redwood das wichtigste Verkehrsmittel. Die US-101 reicht aus, um die einzelnen Bereiche miteinander zu verbinden. Die eigentlichen Entdeckungen machst du jedoch auf den Nebenstraßen:
- Newton B. Drury Scenic Parkway: 16 km lange Waldstraße parallel zur 101 durch den Prairie Creek Redwoods State Park. Auf beiden Seiten säumen wenige Meter entfernt Mammutbäume die Fahrbahn. Die Straße ist kostenlos und für Autos sowie Motorräder geöffnet. Fahrzeuge über 7,3 m (24 Fuß) sind auf der gesamten Strecke nicht empfehlenswert.
- Howland Hill Road: unbefestigte Straße durch den Jedediah Smith Redwoods State Park. Sie ist eindrucksvoll, aber für Wohnmobile und große Anhänger nicht befahrbar. Ein Kleinwagen oder SUV kommt problemlos durch.
Auf der US-101 im Park gilt allgemein eine Geschwindigkeitsbegrenzung von etwa 70 km/h. Auf den Nebenstraßen solltest du noch langsamer fahren: Roosevelt-Wapitis überqueren die Straße ohne Vorwarnung, und die Baumriesen des Parks verdienen es, dass du den Blick hebst.
Mit dem Shuttle
Im Sommer fährt im Bereich Prairie Creek ein saisonaler Shuttle. Er bringt dich vor allem zu den Trailheads, ohne dass du auf den überfüllten Parkplätzen nach einem Stellplatz suchen musst. Fahrplan und Verfügbarkeit hängen von Jahr und Finanzierung ab. Informiere dich bei deiner Ankunft direkt im Thomas H. Kuchel Visitor Center. Außerhalb des Sommers bist du auf dein eigenes Fahrzeug angewiesen.
Mit dem Fahrrad
Radfahren ist möglich, aber anspruchsvoll. Der Newton B. Drury Scenic Parkway eignet sich gut für eine Tour: wenig Verkehr, Mammutbäume zum Greifen nah und mäßige Steigungen. Die US-101 solltest du unbedingt meiden, da dort viele Lastwagen unterwegs sind und die Seitenstreifen zu schmal ausfallen. Ausgebaute Radwege gibt es im Park nur wenige.
Wo kannst du parken? Parkplätze und Stellflächen
Jedes Visitor Center verfügt über einen Parkplatz. Die meistbesuchten Ziele haben eigene Parkflächen:
- Lady Bird Johnson Grove: kostenloser Parkplatz, der über einen kurzen Fußweg mit dem Trail verbunden ist.
- Fern Canyon (Prairie Creek Redwoods State Park): eines der beliebtesten Ziele. In der Hauptsaison fallen Parkgebühren an. Komm vor 9 Uhr, denn im Sommer sind die Plätze vor 10 Uhr belegt.
- Gold Bluffs Beach: teilweise über eine unbefestigte Straße erreichbar; je nach Bereich können Parkgebühren anfallen.
- Elk Meadow (bei Orick): informeller Halt an der US-101, um Wapitis zu beobachten. Es gibt keinen regulären Parkplatz, aber einige Ausweichstellen am Straßenrand.
Die Regel, die dir Frust erspart: Komm früh. Mehr über den Besucherandrang je nach Jahreszeit erfährst du im Guide zur besten Reisezeit für Redwood.
Entfernungen und Fahrzeiten zwischen den Bereichen
Das Schutzgebiet erstreckt sich über etwa 100 km von Norden nach Süden. Ohne Halt brauchst du auf der US-101 ungefähr 1 Stunde 15 Minuten von Crescent City nach Orick. In der Praxis fährt diese Strecke aber niemand, ohne unterwegs anzuhalten.
Ein paar nützliche Richtwerte:
- Orick bis zum Prairie Creek Visitor Center: 45 bis 60 Minuten.
- Prairie Creek bis zum Hiouchi Visitor Center: 30 Minuten.
- Hiouchi bis Crescent City: etwa 30 Minuten.
Um deine Tage sinnvoll zu planen und zu entscheiden, welchen Bereich du priorisieren möchtest, hilft dir der Guide zur Route durch Redwood.
Sonderfälle: Wohnmobil, Van, eingeschränkte Mobilität und Tiere
Wohnmobil und Campervan: Redwood ist auf der US-101 und den Hauptstraßen grundsätzlich auch für große Fahrzeuge gut geeignet. Der Newton B. Drury Scenic Parkway wird ab einer Länge von 7,3 m nicht empfohlen. Howland Hill Road ist für Wohnmobile nicht befahrbar. Auf manchen Campingplätzen gilt pro Stellplatz eine maximale Fahrzeuglänge. Der Guide zu Wohnmobilreisen in Redwood nennt Campingplätze, die für große Fahrzeuge geeignet sind.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Die Visitor Center sind mit dem Rollstuhl zugänglich. Einige kurze Trails sind ausgebaut, darunter Lady Bird Johnson Grove. Wende dich vor deiner Ankunft an das Kuchel Visitor Center, um einen aktuellen Plan zur Barrierefreiheit zu erhalten.
Haustiere: Hunde sind auf asphaltierten Straßen, auf Parkplätzen und auf Campingplätzen erlaubt. Auf Natur-Trails dürfen sie nicht mit. Leinenpflicht gilt überall, die Leine darf höchstens 1,80 m lang sein. Lass ein Tier niemals bei voller Sonne allein im Fahrzeug.
Praktische Infos zur Mobilität: Tankstellen, Mobilfunk und Apps
Tanken: Im Park gibt es keine Tankstelle. Tanke in Orick im Süden oder in Crescent City im Norden, bevor du in den Park fährst. Auf manchen Abschnitten kann die nächste Tankstelle mehr als 60 km entfernt sein.
Mobilfunk: In den bewaldeten Bereichen ist der Empfang sehr schwach, auf Howland Hill Road und in tief eingeschnittenen Tälern fast nicht vorhanden. Lade deine Karten vor der Abfahrt für die Offline-Nutzung herunter. Die offizielle NPS-App bietet diese Funktion. AllTrails deckt die wichtigsten Trails mit Höhenprofilen und Erfahrungsberichten ab.
Straßenverhältnisse: Zwischen Oktober und April können einzelne Abschnitte nach starken Regenfällen vorübergehend gesperrt werden. In dieser Zeit fallen in der Region 150 bis 200 cm Niederschlag pro Jahr. Prüfe die Bedingungen auf der NPS-Website oder ruf direkt in einem Visitor Center an, bevor du losfährst.
Häufige Fragen
Wie bewegt man sich im Redwood National Park fort?
Das Auto ist in Redwood das wichtigste Verkehrsmittel. Die US-101 verbindet die Bereiche von Norden nach Süden. Über den Newton B. Drury Scenic Parkway und Howland Hill Road erreichst du die dichtesten Wälder. Im Sommer fährt im Bereich Prairie Creek ein saisonaler Shuttle.
Kann man den Redwood National Park mit dem Auto besichtigen?
Ja, und so lässt sich der Park am praktischsten erkunden. In Redwood gibt es keine Zugangsbeschränkung für Autos. Anders als in Zion oder Yosemite während der Hauptsaison kannst du dich im gesamten Straßennetz frei bewegen.
Wo kann man im Redwood National Park parken?
Die wichtigsten Parkplätze liegen an den vier Visitor Centern. Stark besuchte Ziele wie Fern Canyon und Lady Bird Johnson Grove haben eigene Parkflächen. Komm im Sommer vor 9 Uhr, damit die Parkplätze noch nicht voll sind.
Welcher Eingang ist für den Redwood National Park am besten?
In Redwood gibt es keine zentrale Einfahrt. Von Süden, also aus Richtung San Francisco, beginnst du am Thomas H. Kuchel Visitor Center in Orick. Von Norden, aus Richtung Portland oder Seattle, ist Crescent City der natürliche Zugangspunkt.
Gibt es im Redwood National Park Mobilfunk?
In den dichten Waldgebieten ist der Mobilfunk sehr schwach und auf Nebenstraßen wie Howland Hill Road oft gar nicht vorhanden. Speichere deine Karten und Informationen offline, bevor du in den Park fährst.
Ist der Redwood National Park kostenlos?
Der nationale Teil von Redwood ist kostenlos zugänglich. In einigen Bereichen der angeschlossenen State Parks, Prairie Creek Redwoods State Park, Del Norte Coast Redwoods State Park und Jedediah Smith Redwoods State Park, können Parkgebühren anfallen. Unsere Seite zu Preisen und Pässen erklärt dir die wichtigsten Eintrittsgebühren und Pass-Optionen.
