Unabhängige Reiseführer zu den US-Nationalparks
Illustriertes Poster des Nationalparks Kenai Fjords

Karte von Kenai Fjords: Übersicht, Bereiche und offizielle Karte zum Download

Von Erika Müller · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer Kenai Fjords

Kenai Fjords liegt in Alaska, direkt hinter Seward und rund 200 km südlich von Anchorage. Der Park erstreckt sich an einer stark von Gletschern zerklüfteten Küste und grenzt an das Harding Icefield. Die offizielle PDF-Karte (NPS-Unigrid) kannst du kostenlos auf der NPS-Website herunterladen. Sie zeigt die Trails am Exit Glacier und gibt einen Überblick über die Küstenfjorde. Alle Details zu Flügen, Entfernungen und Fahrzeiten findest du im Anreiseguide für Kenai Fjords.

Offizielle NPS-Karte des Nationalparks Kenai Fjords (Unigrid)
Offizielle NPS-„Unigrid“-Karte

Die offizielle Parkkarte von den Eingangsstationen mit Straßen, Bereichen, Visitor Centern und Einrichtungen. Hier ansehen oder zur Offline-Nutzung herunterladen.

Karte herunterladen (PDF) Gemeinfrei · National Park Service

Wo liegt Kenai Fjords?

Kenai Fjords liegt im Süden Alaskas (AK) auf der Kenai Peninsula am Rand des Gulf of Alaska. Der Park grenzt direkt an Seward, das du das ganze Jahr über über den Seward Highway von Anchorage aus erreichst (rund 200 km). Vom übrigen amerikanischen Festland gibt es keinen Landweg, ohne Alaska zu durchqueren. Kenai Fjords liegt also am Ende der Welt, und genau das prägt seinen Charakter.

Der Park gehört zur größeren Region Southcentral Alaska zwischen den Chugach Mountains und dem Golf. Wenn du Kenai Fjords in Alaskas Netz der Nationalparks einordnen möchtest, bietet dir unser Guide zu den Regionen bald einen erweiterten Überblick.

Die offizielle Karte von Kenai Fjords (NPS-Unigrid) zum Download

Der NPS stellt eine kostenlose Unigrid-Karte als PDF bereit. Du kannst sie über die „Maps“-Seite der offiziellen Park-Website herunterladen. Sie enthält:

  • eine detaillierte Karte des Gebiets um Exit Glacier mit markierten Trails, Visitor Center und Parkplatz;
  • einen Überblick über die Küste und die Küstenfjorde, die per Boot erreichbar sind;
  • die Parkgrenzen und die Bereiche mit besonders strengen Schutzbestimmungen.

Praktischer Tipp: Drucke die Karte vor der Abreise im Format A3 aus. Das Originalformat ist dafür ausgelegt. Außerdem erkennst du die Details der Trails am Exit Glacier auf Papier deutlich besser als auf dem Handy, besonders bei alaskanischem Regen.

Die Bereiche von Kenai Fjords

Der Park gliedert sich in zwei geografisch klar voneinander getrennte Bereiche, die unterschiedlich gut zugänglich sind.

Exit Glacier und das Harding Icefield

Das ist der einzige Teil des Parks, den du über eine Straße erreichst. Eine Abzweigung vom Seward Highway führt zum Kenai Fjords Visitor Center, dem Ausgangspunkt aller Landtrails. Den Gletscher siehst du bereits vom Parkplatz aus. Markierungen zeigen seinen Rückzug und geben die früheren Positionen der Gletscherzunge seit dem 19. Jahrhundert an. Der Rückgang ist eindrucksvoll. Der anspruchsvollere Harding Icefield Trail ist rund 13 km lang (Hin- und Rückweg) und überwindet 1.100 m Höhenunterschied. Er führt hinauf auf das Eisfeld und eröffnet dir den Blick auf eines der größten Eisfelder der Vereinigten Staaten. Dieser Bereich wird am häufigsten besucht und eignet sich am besten für einen Familienausflug oder eine Tour ohne Bootsausrüstung.

Die Küstenfjorde

Der gesamte übrige Park, also der weitaus größte Teil seiner Fläche, ist nur per Boot oder Wasserflugzeug ab Seward erreichbar. Die zerklüftete Küste umfasst mehrere große Fjorde: Aialik Bay mit den Gletschern Aialik und Holgate, Northwestern Fjord mit mehreren aktiven Gletscherabbrüchen, McCarty Fjord und Harris Bay mit dem Bear Glacier. Tagestouren per Boot ab Seward sind die übliche Möglichkeit, diesen Bereich zu erkunden. Die Meeresfauna ist hier allgegenwärtig. Der Guide zur Tierwelt von Kenai Fjords erklärt, welche Arten du je nach Jahreszeit beobachten kannst.

Parkeingänge und Anreise mit dem Auto

Kenai Fjords hat keinen Parkeingang im klassischen Sinn. Der Zutritt zum Park kostet nichts. Die einzige befahrbare Straße führt über eine Abzweigung vom Seward Highway wenige Kilometer nördlich von Seward zum Exit Glacier. In der Sommersaison ist sie rund 13 km lang und gut instand gehalten. Im Winter wird sie nicht geräumt. Sobald Schnee und Glatteis liegen, ist sie für den motorisierten Verkehr gesperrt, normalerweise von November bis April. Außerhalb dieses Straßenkorridors gibt es keine Straße durch den Park. Du durchquerst Kenai Fjords also nicht mit dem Auto, sondern erreichst ihn über eine Sackgasse oder vom Meer aus.

Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte auf der Karte

Diese Orientierungspunkte solltest du vor der Abreise auf der Karte suchen:

  • Exit Glacier: Gletscherzunge, die du vom Parkplatz aus zu Fuß erreichst, mit chronologischen Markierungen des Rückzugs seit dem 19. Jahrhundert.
  • Harding Icefield: Vom höchsten Punkt des Trails blickst du über die endlose weiße Weite.
  • Aialik Bay: Holgate Glacier, steil abfallende Felsen, Papageientaucherkolonien und Seehunde.
  • Northwestern Fjord: Bereich mit aktivem Gletscherabbruch, ein garantiert eindrucksvolles Klang- und Naturschauspiel.
  • Bear Glacier: Gletscherlagune, die du von Seward aus mit dem Seekajak erreichst.

Der Guide zu den Aktivitäten in Kenai Fjords erklärt, was du an den einzelnen Orten konkret unternehmen kannst.

Die nächsten Orte und Flughäfen

Seward ist der Ausgangsort für den Park. Die Stadt grenzt an den Zugang zum Exit Glacier und liegt an der Resurrection Bay, von wo alle Bootstouren starten. Hier konzentrieren sich Unterkünfte, Restaurants und Anbieter von Bootstouren. Der Guide zu Übernachtungen in Kenai Fjords stellt die Möglichkeiten in Seward und Umgebung vor.

Anchorage ist der wichtigste Ort für Flugverbindungen und liegt rund 200 km nördlich am Seward Highway. Der Ted Stevens Anchorage International Airport (ANC) ist der zentrale Flughafen für die Region. Manche Besucher übernachten in Anchorage und fahren von dort aus zum Park. Alle logistischen Details zu Mietwagen, Shuttle und Fahrzeiten findest du im Anreiseguide für Kenai Fjords.

Wanderkarten und Wanderführer auf Papier

Für Wanderer, die eine detaillierte Papierkarte der Trails möchten, bietet die Reihe National Geographic Trails Illustrated eine eigene Karte für Kenai Fjords (Nr. 231). Sie deckt Exit Glacier und das Harding Icefield ab und enthält alle nötigen Details für eine selbstständige Tour. Du bekommst sie bei Fachhändlern für Kartografie und Reisebedarf sowie auf Websites wie Cartovia.

Wenn du mit dem Seekajak an der Küste unterwegs bist und übernachten möchtest, empfiehlt sich außerdem ein Seehandbuch. Die Entfernungen auf dem Wasser und das Wetter im Gulf of Alaska ändern sich schnell. Unser vollständiger Guide zu Kenai Fjords nennt die wichtigsten Ressourcen für deine Vorbereitung.

Häufige Fragen

Welcher Ort liegt Kenai Fjords am nächsten?

Der nächstgelegene Ort zu Kenai Fjords ist Seward in Alaska, das direkt an den Park grenzt. Von hier starten alle Bootstouren zu den Küstenfjorden. Auch der Zugang zum Exit Glacier liegt nur wenige Kilometer vom Ortszentrum entfernt.

Wie viele Tage solltest du für Kenai Fjords einplanen?

Wie viele Tage du einplanen solltest, hängt davon ab, was du sehen möchtest. Für Exit Glacier reicht ein Tag. Für die Küstenfjorde brauchst du mindestens eine ganztägige Bootstour. In zwei bis drei Tagen kannst du beides ohne Eile verbinden. Programme für ein bis drei Tage findest du im Routenplaner für Kenai Fjords.

Wie alt sind die Fjorde von Kenai Fjords?

Gletscher haben die Fjorde während der letzten großen Eiszeit vor mehreren Zehntausend Jahren im Pleistozän geformt. Den Rückzug der Gletscher seit dem 19. Jahrhundert kannst du am Exit Glacier direkt vor Ort sehen. Dort markieren Schilder die früheren Positionen der Gletscherzunge.

Welches Land ist für seine Fjorde bekannt?

Norwegen ist das Land, das am bekanntesten für seine Fjorde ist. An seiner Westküste liegen die tiefsten und spektakulärsten Fjorde Europas. Die Kenai-Fjorde verwenden denselben geologischen Begriff für ähnliche, von Gletschern geformte Landschaftsformen, liegen aber in einem völlig anderen alaskanischen Umfeld.