Black Canyon of the Gunnison besuchen: der komplette Guide
Es gibt Parks, die du durchquerst, und andere, vor denen du sprachlos stehen bleibst. Black Canyon of the Gunnison gehört zur zweiten Kategorie. Du kommst an den Rand einer fast senkrechten, schwarzen Felsspalte, an deren Grund der Gunnison River nur noch wie ein silberner Faden wirkt. Der Schwindel setzt sofort ein, und genau deshalb kommt man hierher.
Die schnelle Antwort: Black Canyon of the Gunnison ist ein Nationalpark im Westen Colorados. Bekannt ist er für seinen engen, dunklen und schwindelerregenden Canyon, den der Gunnison River gegraben hat. Du besichtigst ihn von zwei Rändern aus: der South Rim, die leicht erreichbar ist, und der North Rim, die abgelegen liegt und nur im Sommer geöffnet ist. Plane für die South Rim einen halben bis ganzen Tag ein, zwei Tage, wenn du auch zur North Rim oder in den Canyon hinabsteigen möchtest. Der Park lebt mehr von seinen Aussichtspunkten als von Wanderungen und lässt sich perfekt mit einem Roadtrip durch Colorado oder nach Utah verbinden.
Black Canyon of the Gunnison kompakt: Wo liegt der Park und wie kommst du hin?
Der Park liegt im Westen Colorados, abseits der großen Touristenrouten. Er erstreckt sich rund um eine etwa 20 km lange Schlucht, deren Wände an manchen Stellen mehr als 800 m unter das Niveau der Aussichtspunkte abfallen. Das Gestein ist so dunkel und der Canyon so eng, dass einige Winkel täglich nur wenige Minuten Sonne abbekommen. Daher kommt der Name „Black Canyon“.
Zwei Eingänge, zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse.
Die South Rim ist der wichtigste Rand. Hier kommen mehr als 90 % der Besucher an. Du erreichst sie über die CO 347, die von ihrer Kreuzung mit dem US Highway 50 östlich von Montrose etwa 11 km nach Norden führt. Als GPS-Adresse gibst du 9800 Highway 347, Montrose, CO 81401 ein. Hier findest du das Visitor Center, die Panoramastraße und die meisten Aussichtspunkte. Die South Rim ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet.
Die North Rim ist der wilde Rand auf der gegenüberliegenden Seite. Sie liegt etwa 18 km südwestlich von Crawford. Die Zufahrt führt über die CO 92 und anschließend über eine Straße, die in eine Schotterpiste übergeht. Achtung: Die North Rim Road und der dortige Ranger Post schließen im Winter und zu Beginn des Frühlings. Meist wird Mitte November geschlossen und Anfang Mai wieder geöffnet. Prüfe immer den Straßenzustand, bevor du dich auf den Weg machst.
Wichtig ist: Die beiden Ränder liegen einander gegenüber, aber keine Straße verbindet sie innerhalb des Parks. Der Wechsel von einer Seite zur anderen erfordert einen langen Umweg von zwei bis drei Stunden mit dem Auto. Du besichtigst also nicht spontan „beide Ränder“. Alle Details zu den Anfahrtsrouten ab Montrose, Denver oder Utah findest du unter Anreise zum Black Canyon of the Gunnison und unter Unterwegs zwischen den beiden Rändern.
Eintrittspreise, Pässe und Reservierung
Der Eintritt gilt nach dem Bezahlen sieben Tage lang für beide Ränder. Aktuell gelten folgende Preise:
- 30 US-Dollar pro privatem Fahrzeug (Auto, Familienvan).
- 25 US-Dollar pro Motorrad.
- 15 US-Dollar pro Person zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Wenn du mehrere amerikanische Nationalparks besuchst, ist die Rechnung schnell gemacht. Der America the Beautiful Pass für ein Jahr (oft etwa 80 US-Dollar) gilt in allen föderalen Nationalparks und lohnt sich ab drei oder vier Besuchen. Der Park bietet außerdem einen eigenen Jahrespass „Black Canyon“ für 55 US-Dollar an. Er lohnt sich nur, wenn du im selben Jahr mehrmals zurückkommst, was bei einer Reise aus Frankreich eher selten vorkommt.
Anders als Parks wie Arches oder Zion verlangt Black Canyon keine zeitgebundene Reservierung für den Eintritt. Du fährst hin, bezahlst und gehst hinein. Reservierungen brauchst du nur für Campingplätze und bestimmte betreute Aktivitäten.
Unsere Seite Preise & Pässe erklärt Eintrittsgebühren, kostenlose Tage und Jahreskarten. Wenn du außerdem Stempel sammelst, wartet das Visitor Center an der South Rim auf dich. Mehr dazu steht auf unserer Seite Pass & Stempel.
Reservierungen, Permits und wichtige Regeln
Eintritt und Reservierungen
Für den Black Canyon of the Gunnison brauchst du keine Eintrittsreservierung mit festem Datum. Du fährst direkt zur Zahlstelle. Das ist ein konkreter Vorteil gegenüber stark besuchten Parks, die kostenpflichtige Zeitfenster eingeführt haben.
Die Campingplätze reservierst du über Recreation.gov. Im Juli und August sind die Stellplätze schnell vergeben. Buche mehrere Wochen im Voraus, wenn du in der Hauptsaison dort übernachten möchtest.
Permits für Wanderungen im inneren Canyon
Für den Abstieg in den Canyon auf den nicht markierten Routen Gunnison Route, Warner Route und Long Draw brauchst du ein kostenloses Wilderness Permit. Du holst es vor dem Start persönlich im Visitor Center ab. Diese Routen sind erfahrenen Wanderern vorbehalten, die mit instabilem Gelände umgehen können. Bei einem Aufenthalt auf der Gunnison Route habe ich für den Aufstieg fast doppelt so lange gebraucht wie geplant. Die Steigung und das Geröll erschöpfen dich deutlich stärker, als es vom Rand aus zu erwarten ist. Plane für den Aufstieg grundsätzlich doppelt so viel Zeit ein wie für den Abstieg und nimm mehr Wasser mit, als du deiner Einschätzung nach brauchst.
Für das Angeln im Gunnison River brauchst du ein separates Permit des Bundesstaats Colorado. In einigen Parkabschnitten ist nur Fliegenfischen mit verpflichtendem Zurücksetzen erlaubt. Informiere dich im Visitor Center über die genauen Regeln.
Die wichtigsten Regeln
- Haustiere sind im Park erlaubt, aber auf markierten Wegen und im inneren Canyon verboten. Sie müssen jederzeit an einer höchstens 2 m langen Leine geführt werden.
- Drohnen sind im gesamten Park verboten.
- Pflanzen, Steine, Fossilien oder andere Naturgegenstände dürfen nicht gesammelt werden.
- Lagerfeuer sind nur in den dafür vorgesehenen Feuerstellen auf den Campingplätzen erlaubt.
- Wildcampen außerhalb ausgewiesener Bereiche ist verboten.
Unterwegs im Black Canyon of the Gunnison
Hier gibt es weder einen verpflichtenden Shuttle noch eine Verkehrsregelung. Du erkundest den Park mit deinem eigenen Auto, und das passt bestens.
Das Zentrum des Besuchs an der South Rim ist die South Rim Road, eine etwa 11 km lange Panoramastraße am Canyonrand. Sie führt zu rund zwölf Aussichtspunkten, die jeweils über einen kurzen Weg vom Parkplatz aus erreichbar sind. Das Prinzip ist einfach: Du fährst, hältst an, gehst fünf bis fünfzehn Minuten, lässt den Anblick auf dich wirken und fährst weiter. Die Straße endet am High Point in einer Sackgasse. Du musst also zurückfahren.
An der North Rim ist die Straße kürzer, teilweise nicht asphaltiert und führt zu einigen Aussichtspunkten. Sie gelten oft als spektakulärer, weil der Abgrund dort noch schwindelerregender wirkt. Bei trockenem Wetter ist die Strecke mit einem normalen Auto befahrbar, nach Regen wird sie jedoch anspruchsvoll.
Zwei konkrete Tipps zum Fahren: Erstens ist die South Rim Road eng und kurvenreich. Halte dich an die ausgeschilderten Geschwindigkeitsbegrenzungen, die meist bei etwa 40 km/h liegen, und achte auf Radfahrer. Zweitens solltest du in Montrose tanken, bevor du hinauffährst. Im Park gibt es keine Tankstelle.
Wie viel Zeit brauchst du für den Black Canyon of the Gunnison?
Diese Frage kommt ständig, deshalb hier unsere ehrliche Antwort, abgestimmt auf dein Tempo.
- Ein halber Tag (2 bis 3 Std.): Du fährst die South Rim Road entlang und hältst an den wichtigsten Aussichtspunkten Gunnison Point, Chasm View, Painted Wall und Sunset View. Das ist die Variante „kurz anhalten und einen Eindruck vom Ort bekommen“. Sie reicht, wenn du zwischen Colorado und Utah unterwegs bist.
- Ein ganzer Tag: Du besuchst zusätzlich alle Aussichtspunkte der South Rim, unternimmst eine kurze Wanderung am Rand auf dem Rim Rock Trail oder Oak Flat Loop und bleibst bis zum Sonnenuntergang, der die Felswände in Glut taucht. Für die meisten Besucher ist das unsere Empfehlung.
- Zwei Tage: Du nimmst die wildere North Rim dazu und/oder steigst anspruchsvoll zum Fluss am Canyonboden hinab. Das ist erfahrenen und gut ausgerüsteten Wanderern vorbehalten.
Kurz gesagt: Black Canyon ist kein Park, in dem du eine Woche verbringst. Seine Stärke liegt in der konzentrierten Intensität. Wie du deine Tagesplanung mit den benachbarten Parks verbindest, steht auf unserer Seite Route & Dauer.
Besuch planen
Was du im Black Canyon of the Gunnison sehen und unternehmen kannst
Das Besuchserlebnis spielt sich an den Aussichtspunkten ab, die auf beide Ränder verteilt sind. So kannst du das Gelände einteilen.
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South Rim: der zugängliche und wichtigste Rand
Neun von zehn Besuchern beginnen hier, und das aus gutem Grund. Die South Rim Road reiht Aussichtspunkt an Aussichtspunkt, ohne dass du dich anstrengen musst. Jeder bietet einen anderen Blick auf die Schlucht.
Einige Stopps, für die du das Auto verlassen solltest:
- Gunnison Point direkt hinter dem Visitor Center, für die erste Begegnung mit dem Abgrund.
- Chasm View, eine der engsten Stellen des Canyons. Tief unten hörst du den Fluss rauschen.
- Painted Wall View gegenüber der Painted Wall: Diese von Adern aus rosafarbenem Granit durchzogene Gneiswand ist mit fast 685 m die höchste senkrechte Felswand Colorados. Du kannst sie nicht verfehlen.
- Sunset View und High Point am Ende der Straße eignen sich perfekt für den späten Nachmittag.
An der South Rim befinden sich außerdem das Visitor Center, einige kurze Wege am Rand und der wichtigste Campingplatz.
North Rim: der wilde und schwindelerregende Rand
Die North Rim musst du dir verdienen. Eine teilweise unbefestigte Straße, weniger Menschen und Aussichtspunkte, an denen du das Gefühl bekommst, in den Abgrund zu kippen. Punkte wie Chasm View an der Nordseite oder Exclamation Point bieten ursprünglichere, intimere Perspektiven. Wichtig: Dieser Rand ist von Mitte November bis Anfang Mai geschlossen, und die Anfahrt erfordert einen echten Umweg. Plane ihn ein, wenn du Zeit hast und Abgeschiedenheit suchst.
In den Canyon hinabsteigen und andere Aktivitäten
Für Abenteuerlustige führen mehrere nicht markierte Routen, darunter Gunnison Route und Warner Route, bis zum Fluss hinunter. Das sind keine gewöhnlichen Wanderungen: steile Hänge, instabiler Untergrund und ein großer Höhenunterschied beim Rückweg. Ein kostenloses Permit ist erforderlich, außerdem brauchst du eine gute körperliche Verfassung. Forellenfischen im Gunnison River und Sternegucken ergänzen das Angebot. Der Park ist als Dark Sky Park ausgewiesen.
Jeden Aussichtspunkt, jede Aktivität und jeden Schwierigkeitsgrad erklären wir auf unserer Seite Aktivitäten. Wenn du mit Kindern reist, zeigt dir unsere Seite Mit der Familie, was für kurze Beine geeignet ist und was nicht. Viele Aussichtspunkte sind gesichert, aber an ungeschützten Kanten bleibt Aufmerksamkeit nötig.
Den Park entdecken
Die schönsten Wanderungen im Black Canyon of the Gunnison
Seien wir ehrlich: Black Canyon ist kein Wanderparadies wie Zion. Die meisten Wege am Rand sind kurz und verbinden die Aussichtspunkte miteinander. Der Rim Rock Trail, der Oak Flat Loop und der Warner Point Nature Trail bieten dir in weniger als einer Stunde schöne Ausblicke, ohne besonders schwierig zu sein.
Die eigentliche Herausforderung ist der Abstieg zum Fluss. Er bleibt erfahrenen und körperlich vorbereiteten Wanderern vorbehalten. Es gibt keine Markierungen, die Steigung ist heftig und der Rückweg fordert deine Oberschenkel.
Entfernungen, Höhenunterschiede, Schwierigkeitsgrade und Ausrüstungstipps findest du ausführlich auf unserer Seite Wanderungen.
Der ausführliche Reiseführer Wanderungen im Black Canyon of the Gunnison: die schönsten Touren (+ Schwierigkeit & Zugang) Guide zu den besten Wanderungen im Black Canyon of the Gunnison mit Wegen,… Reiseführer lesen →Tiere und Pflanzen beobachten
Trotz seines mineralischen Aussehens beherbergt der Canyon eine unauffällige, aber sehr lebendige Tierwelt. Schau zu den Felswänden hinauf: Greifvögel fühlen sich dort wohl. Regelmäßig siehst du Steinadler, Wanderfalken und Geier, die die Aufwinde der Schlucht nutzen. An den Rändern lassen sich vor allem am frühen Morgen Maultierhirsche (mule deer), Murmeltiere und Eichhörnchen blicken. Im Fluss leben Forellen, die Angler glücklich machen.
Die Ränder sind mit Wacholdern und Colorado-Pinyon-Kiefern bewaldet. Dazu kommen Gambel-Eichen, deren Laub sich im Herbst rostrot färbt. Wie überall hältst du Abstand zu Wildtieren und fütterst kein Tier. Unsere Seite Tiere stellt die Arten, Beobachtungszeiten und geeignete Tageszeiten vor.
Der ausführliche Reiseführer Tiere im Black Canyon of the Gunnison: Welche Tiere du sehen kannst und wo Dickhornschafe, Pumas, Schwarzbären und Wanderfalken Reiseführer lesen →Wann solltest du zum Black Canyon of the Gunnison reisen?
Kurz zusammengefasst: Spätes Frühjahr und Herbst bieten den besten Kompromiss. Von Ende Mai bis Juni öffnet die North Rim wieder, und die Temperaturen sind angenehm. Im September und Oktober ist das Licht besonders schön, während die Besucherzahlen zurückgehen.
Der Sommer von Juni bis August bleibt die Hauptsaison. Rechne jedoch mit häufigen Nachmittagsgewittern und Hitze. Im Sommer liegen die Tagestemperaturen zwischen 13 und 32 °C, nachts sind es 7 bis 16 °C. Im Winter verändert sich der Park: Die South Rim bleibt geöffnet, aber die Straße kann verschneit sein, die North Rim ist geschlossen. Tagsüber werden -9 bis 4 °C erreicht, nachts kann die Temperatur auf -12 °C fallen.
Das Klima verdient besondere Aufmerksamkeit, weil es den Zugang zur North Rim und den Komfort deines Besuchs bestimmt. Eine Übersicht Monat für Monat gibt es auf unserer Seite Beste Reisezeit, detaillierte Messwerte, Schneelage und Vorhersagen auf unserer Seite Wetter.
Der ausführliche Reiseführer Wann solltest du den Black Canyon of the Gunnison besuchen? Beste Reisezeit & Wetter Beste Reisezeit für den Black Canyon of the Gunnison Reiseführer lesen →Übernachten im Black Canyon of the Gunnison
Im Park selbst gibt es weder Hotel noch Lodge. Eine feste Unterkunft findest du außerhalb. Je nach Reisestil hast du drei Möglichkeiten.
- Im Park campen: Es gibt drei Campingplätze, darunter den South Rim Campground, der gut für Sonnenauf- und -untergänge liegt. Die Plätze sind begrenzt, im Sommer empfiehlt sich eine Reservierung.
- In Montrose übernachten: Die Stadt liegt etwa eine halbe Stunde von der South Rim entfernt und bietet die größte Auswahl an Hotels, Motels und Restaurants. Für die meisten Besucher ist das die praktischste Wahl.
- Mit Van oder Wohnmobil reisen: Das ist auf den Campingplätzen im Park und in der Umgebung möglich. Auf einigen Straßen gelten jedoch Größenbeschränkungen.
Den vollständigen Vergleich findest du in unseren Spezial-Guides: im Guide Übernachten für den Überblick, auf unserer Seite Hotels & Lodges für komfortable Unterkünfte in und um Montrose, auf der Seite Camping für Stellplätze im Park und auf der Seite Wohnmobil für die besonderen Einschränkungen großer Fahrzeuge.
Im Park übernachten
Rund um den Black Canyon of the Gunnison: Unternehmungen in der Umgebung
Der Park lässt sich ganz natürlich in eine größere Reise einbauen. Im Westen dient Montrose als Tor zum Park und als logistischer Ausgangspunkt. Im Norden bietet die Grand Mesa, eines der größten vulkanischen Plateaus der Welt, Seen und Wälder. Weiter westlich sind Utah und seine Parks wie Arches und Canyonlands auf einem Roadtrip gut erreichbar. Im Süden warten die San-Juan-Berge und die Panoramastraße Million Dollar Highway.
Black Canyon ist also selten ein isoliertes Reiseziel, sondern ein starker Etappenort auf einer Rundreise. Für die komplette regionale Route behältst du unsere Seiten Regionen (Colorado und Umgebung) und Roadtrips im Blick.
Unser Fazit: Lohnt sich der Black Canyon of the Gunnison?
Ja, sofern du weißt, wonach du suchst. Black Canyon ist weder ein Park für lange Wanderungen noch ein Ort für weite Panoramen wie der Grand Canyon. Es ist ein Park der senkrechten Dimension, des gebremsten Schwindels und der mineralischen Stille. Was uns bei unserem Besuch besonders beeindruckt hat, war die Nähe zum Ort: wenige Menschen und das Gefühl, am Rand einer geheimen Spalte des Kontinents zu stehen.
Wenn du Colorado durchquerst oder nach Utah weiterreist, ist der Halt naheliegend. Ein paar Stunden reichen für starke Eindrücke, und der Umweg ist überschaubar. Wenn du für drei Tage Trekking einen „vollwertigen“ Nationalpark suchst, bist du anderswo besser aufgehoben. Unsere Empfehlung: Baue ihn in einen Roadtrip ein, schenke ihm einen ganzen Tag mit Sonnenuntergang und nimm Bilder mit, die nur wenige Reisende aus Frankreich nach Hause bringen.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauchst du für den Besuch des Black Canyon of the Gunnison?
Plane einen halben Tag für die South Rim Road und ihre wichtigsten Aussichtspunkte ein, einen ganzen Tag für alle Sehenswürdigkeiten und den Sonnenuntergang sowie zwei Tage, wenn du die North Rim oder einen Abstieg zum Fluss dazunimmst. Der Park ist intensiv, verlangt aber keinen langen Aufenthalt.
Wie hoch ist der Eintrittspreis für den Black Canyon of the Gunnison?
Der Eintritt kostet 30 US-Dollar pro privatem Fahrzeug, 25 US-Dollar pro Motorrad und 15 US-Dollar pro Person zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Er gilt sieben Tage lang an beiden Rändern. Der America the Beautiful Pass für alle Nationalparks lohnt sich ab drei oder vier besuchten Parks.
Kannst du den Black Canyon of the Gunnison mit dem Auto besuchen?
Ja, du kannst Black Canyon vollständig mit dem Auto erkunden. Die etwa 11 km lange South Rim Road führt zu rund zwölf Aussichtspunkten, die über kurze Wege erreichbar sind. Ein Shuttle ist nicht vorgeschrieben. Im Park gibt es keine Tankstelle, tanke deshalb in Montrose.
Wann ist die beste Reisezeit für den Black Canyon of the Gunnison?
Die beste Zeit reicht von Ende Mai bis Juni sowie von September bis Oktober. Dann sind die Temperaturen angenehm, die Besucherzahlen geringer und die North Rim zugänglich. Im Sommer ist viel los und Nachmittagsgewitter sind häufig. Im Winter schließt die North Rim und die South Rim kann verschneit sein. Die Details Monat für Monat findest du auf unserer Seite Beste Reisezeit.
Solltest du die South Rim oder die North Rim wählen?
Wähle die South Rim, wenn du wenig Zeit hast oder außerhalb der Saison reist. Sie ist ganzjährig geöffnet, von Montrose aus leicht erreichbar und bietet die meisten Einrichtungen. Entscheide dich für die wildere und schwindelerregendere North Rim, wenn du Abgeschiedenheit suchst und zwischen Anfang Mai und Mitte November unterwegs bist, solange die Straße geöffnet ist.
Lohnt sich der Black Canyon of the Gunnison?
Ja, Black Canyon of the Gunnison lohnt sich wegen seines einzigartig engen und schwindelerregenden Canyons, besonders als Teil eines Roadtrips durch Colorado oder nach Utah. Der Park lebt mehr von Aussichtspunkten und intensiven Eindrücken als von langen Wanderungen. Ein gut gefüllter Tag reicht, um seine ganze Kraft zu erleben.
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