Camping in American Samoa: Homestay, Wildcampen auf Ofu und praktische Tipps
Der National Park of American Samoa gleicht keinem anderen vom NPS verwalteten Park. Hier gibt es keinen einzigen ausgestatteten Campground und keinen nummerierten Stellplatz auf recreation.gov. Stattdessen bietet der Park etwas Einzigartiges im amerikanischen Nationalparksystem: Du übernachtest bei einer samoanischen Familie in einem lebendigen Dorf oder stellst dein Zelt an einer der am besten erhaltenen Lagunen im Südpazifik auf.
Kurz gesagt. Im Park gibt es keinen traditionellen Campground. Die intensive Übernachtungsmöglichkeit ist das Homestay-Programm, das der NPS auf drei Inseln organisiert, Tutuila, Ta'u und Ofu. Auf Ofu gibt es außerdem einen primitiven Campingplatz. Der Eintritt in den Park ist kostenlos, und du brauchst keine Reservierung auf recreation.gov. Alles läuft über das Visitor Center in Pago Pago.
Die Campingplätze im Park (0)
Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO Kannst du im National Park of American Samoa campen?
Ja, aber nicht so, wie du es normalerweise kennst. Der Park hat keinen Campground mit Sanitäranlagen, Wasseranschlüssen oder nummerierten Stellplätzen.
Wildcampen außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche ist wie in jedem amerikanischen Nationalpark verboten. Dafür gibt es hier etwas sehr Besonderes: ein offizielles Homestay-Programm und einen primitiven Campingbereich auf Ofu.
Das Homestay-Programm: die besondere Übernachtungsmöglichkeit des Parks
Der Park hat gemeinsam mit Familien aus den umliegenden Dörfern ein Homestay-Programm entwickelt. Du übernachtest bei einer samoanischen Familie, oft in einem „fale“, einem traditionellen Haus mit offener Bauweise, und lebst im Rhythmus des Dorfes. Soweit wir wissen, ist dies der einzige amerikanische Nationalpark, der eine solche Erfahrung offiziell in sein Angebot aufgenommen hat.
So läuft es ab. Das Visitor Center in Pago Pago ist montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet und vermittelt dir teilnehmende Familien auf Tutuila, Ta'u und Ofu. Nimm vor deiner Abreise vom US-Festland Kontakt mit dem Park auf: Die Verfügbarkeit wechselt, und für Ta'u und Ofu brauchst du von Pago Pago aus einen zusätzlichen Inlandsflug.
Was dich erwartet. Die Bedingungen sind einfach: eine dünne Matratze, keine Klimaanlage und unbedingt ein Moskitonetz. Die samoanische Gastfreundschaft ist echt, Hotelkomfort gibt es nicht. Das solltest du wissen, bevor du losfliegst.
Preise. Die Familien legen ihre Bedingungen selbst fest, mit oder ohne Verpflegung. Der NPS hat keine zentrale Preisliste. Frag direkt danach, wenn du den Park kontaktierst.
Camping auf Ofu: Zelt und Korallenlagune
Auf Ofu gibt es am Rand von Ofu Beach einen primitiven Campingbereich. Der Strand gilt als einer der unberührtesten im Südpazifik. Die Plätze sind einfach: kein fließendes Wasser, kein Strom und keine festen Einrichtungen. Du musst dich vollständig selbst versorgen.
Um Ofu zu erreichen, nimmst du von Pago Pago aus einen Inlandsflug, der etwa 20 Minuten dauert. Die Flugzeiten sind selten, und das Wetter kann Verbindungen ohne Vorwarnung ausfallen lassen. Nimm immer mehr Proviant mit als unbedingt nötig, denn auf der Insel gibt es kein Geschäft.
Diese Reiseform eignet sich für erfahrene Reisende, die mit der Logistik in abgelegenen Gebieten und dem unsicheren Tropenwetter umgehen können.
Wildcampen und Backcountry
Für Backcountry-Camping in American Samoa gibt es kein formelles Permit, und die Trails des Parks sind überwiegend für Tageswanderungen angelegt. Das primitive Camping auf Ofu entspricht hier funktional dem „Backcountry“: abgelegen, ohne Versorgung und vollständig auf eigene Verantwortung. Die Trails des Parks und ihre Zugänge werden im Wanderführer für American Samoa beschrieben.
Wohnmobil (RV): hier keine Möglichkeit
Du kannst kein Wohnmobil nach American Samoa mitbringen. Die Anreise erfolgt ausschließlich per Flugzeug, mit einem Langstreckenflug von Honolulu und anschließend Inlandsflügen. Es gibt keine Fähre vom US-Festland und keine RV-Vermietung vor Ort.
Wenn du normalerweise mit Van oder Wohnmobil unterwegs bist, kommst du dem gewohnten Ablauf am nächsten, indem du auf Tutuila ein Auto mietest und von Pago Pago aus die Insel erkundest. Für die anderen Inseln kombinierst du Homestay oder leichtes Camping.
Außerhalb des Parks übernachten: Guesthouses in Pago Pago
In Pago Pago gibt es einige Hotels und Guesthouses, die sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park eignen. Das Angebot ist begrenzt, und du buchst direkt bei den Gastgebern, oft per E-Mail. Einen Überblick über alle Übernachtungsmöglichkeiten findest du im Übernachtungsführer für American Samoa.
Auf Ta'u, der abgelegensten Insel, gibt es außerhalb von Homestays so gut wie keine Unterkünfte. Hier ist Homestay keine Option unter mehreren, sondern die einzige Lösung.
Wie und wann du deinen Aufenthalt in American Samoa reservierst
Für diesen Park gibt es keine Reservierung auf recreation.gov. So gehst du vor:
- Kontaktiere das Visitor Center vor deiner Abreise. Der NPS vermittelt dir Gastfamilien und informiert dich über die Bedingungen vor Ort, etwa gesperrte Trails und saisonale Wetterrisiken.
- Buche deine Inlandsflüge so früh wie möglich. Es gibt nur wenige Verbindungen nach Ofu und Ta'u, und wetterbedingte Ausfälle sind in der Regenzeit häufig.
- Plane deinen Proviant für Ofu: aufbereitetes Wasser, Essen für die geplante Dauer plus zwei zusätzliche Tage und eine einfache Reiseapotheke.
Der Park ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Für die komplette Anreiseplanung mit Flügen, Anschlüssen und dem Wechsel zwischen den Inseln fasst der Anreiseführer für American Samoa alle wichtigen Informationen zusammen.
Wenn du den passenden Zeitraum suchst, beschreibt der Saisonführer für American Samoa die Monate und die besten Zeitfenster ausführlich.
Preise: Wie viel kostet eine Campingnacht in American Samoa?
Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Es fallen keine Gebühren an, und du brauchst keinen America the Beautiful Pass.
- Camping auf Ofu: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erhebt der NPS keine offizielle Platzgebühr. Frag beim Visitor Center nach, da sich die Bedingungen ändern können.
- Homestay: Den Preis legt die Gastfamilie fest, je nach Angebot, nur Übernachtung oder Vollpension.
- Größter Kostenpunkt: die Flüge. Das Ticket von Honolulu nach Pago Pago und die Inlandsflüge nach Ofu und Ta'u machen den größten Teil des Reisebudgets aus.
Der Überblick zum Park liefert dir die wichtigsten Anhaltspunkte für deine Reiseplanung.
Sicherheit und gute Verhaltensweisen vor Ort
Tropischer Regen und Wirbelstürme
In American Samoa fallen je nach Höhenlage und Ausrichtung pro Jahr zwischen 3 m und 7,6 m Niederschlag. In der Regenzeit von Oktober bis Mai können die Schauer heftig sein, und die Gefahr tropischer Wirbelstürme ist real. Informiere dich vor und während deiner Reise über die offiziellen amerikanischen Wetterberichte. Der Wetterführer für American Samoa erklärt die Monatsmittel und die ruhigeren Zeiträume.
Mücken, Tiere und Hitze
Auf den Inseln gibt es weder Bären noch gefährliche Schlangen. Dafür solltest du Folgendes beachten:
- Mücken: Sie kommen das ganze Jahr über vor und können Dengue übertragen. DEET-Repellent und ein Moskitonetz sind unverzichtbar, besonders wenn du in einem offenen fale schläfst.
- Korallen und Seeigel: Wasserschuhe schützen deine Füße beim Schnorcheln und beim Gehen über die Riffplattformen.
- Hitze und Feuchtigkeit: Die gefühlte Temperatur liegt in der Regenzeit regelmäßig über 35 °C. Trink auf den Trails kontinuierlich Wasser.
Respekt gegenüber samoanischen Dörfern
Der Park führt durch bewohnte Dörfer. Das Prinzip „Leave No Trace“ gilt auch hier, wird aber durch die fa'asamoa-Gepflogenheiten, die traditionelle samoanische Lebensweise, ergänzt: Frag immer um Erlaubnis, bevor du ein Grundstück durchquerst, vermeide in den Dörfern leichte Kleidung und respektiere die Zeiten der sonntäglichen religiösen Zeremonien.
Welches Profil passt zu welcher Reiseart?
| Profil | Empfohlene Option |
|---|---|
| Kulturelles Eintauchen, begrenztes Budget | Homestay auf Tutuila oder Ta'u |
| Unberührte Natur, vollständige Unabhängigkeit | Primitives Camping auf Ofu |
| Minimaler Komfort, Ausgangspunkt für Ausflüge | Guesthouse in Pago Pago (siehe Seite Übernachten) |
| Familie mit Kindern | Homestay (Betreuung vor Ort, kein Zeltaufbau in unbekanntem Gelände) |
Häufige Fragen
Kannst du im National Park of American Samoa campen?
Im Park gibt es keinen ausgestatteten Campground. Auf Ofu kannst du primitiv campen und über das vom NPS koordinierte Homestay-Programm bei Einheimischen übernachten.
Was ist American Samoa?
American Samoa ist ein nicht inkorporiertes US-amerikanisches Außengebiet im Südpazifik zwischen Äquator und Wendekreis des Steinbocks, etwa 4.000 km südwestlich von Honolulu. Sein Nationalpark schützt feuchte Tropenwälder, Korallenriffe und lebendige samoanische Dörfer.
Warum sind die American Samoa ein Nationalpark?
Der National Park of American Samoa wurde 1988 vom Kongress eingerichtet, um ein seltenes tropisches Ökosystem unter amerikanischer Verwaltung zu schützen: Regenwald, Korallenriffe und das kulturelle Erbe der fa'asamoa. Verwaltet wird er auf Grundlage einer Partnerschaft zwischen der US-Regierung und der lokalen Regierung von American Samoa.
Welche Staatsangehörigkeit haben die Bewohner von American Samoa?
Die Bewohner von American Samoa sind US-amerikanische Staatsangehörige, aber im verfassungsrechtlichen Sinn keine US-Bürger. Sie können mit einem US-Pass reisen und sich auf dem US-Festland niederlassen, nehmen jedoch nicht an den Präsidentschaftswahlen teil, außer sie wohnen in einem der 50 Bundesstaaten.
Wie besuchst du den National Park of American Samoa?
Pago Pago erreichst du mit einem Langstreckenflug von Honolulu aus, der etwa 5 Stunden und 30 Minuten dauert. Das Visitor Center im Dorf Pago Pago ist montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Inlandsflüge bringen dich anschließend von Tutuila nach Ofu und Ta'u.
Welche Jahreszeit eignet sich am besten zum Campen in American Samoa?
Die Trockenzeit von Juni bis September bringt weniger Regen und ein nahezu vernachlässigbares Wirbelsturmrisiko. Das ist der empfohlene Zeitraum zum Campen auf Ofu und Wandern im Park. Der Führer zur besten Reisezeit für American Samoa hilft dir, deinen Kalender genauer zu planen.
