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Siebdruck-Illustration: Das offene Fale auf dem Gipfel des Mount ʻAlava ist der einzige einfache Unterstand mitten im Wald.

Camping in American Samoa: kein NPS-Campground, Homestay und Camping in Ofu

Von Erika Müller · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer American Samoa

Im National Park of American Samoa gibt es innerhalb der Parkgrenzen keinen vom NPS betriebenen Campground. Das bestätigen die offiziellen Daten der NPS-API vom 10. September 2026. Es gibt keine nummerierten Stellplätze, keine NPS-Wasserstelle und keine Möglichkeit, über recreation.gov zu reservieren. Die Übernachtungsmöglichkeiten in diesem Guide, das Homestay-Programm und der Campingplatz in Ofu, liegen entweder außerhalb des Parks oder werden nicht vom NPS betrieben.

Kurzantwort. Im Park gibt es keinen klassischen Campground. Am engsten mit dem NPS verbunden ist das Homestay-Programm. Dabei übernachtest du bei einer samoanischen Familie auf Tutuila, Taʻu oder Ofu. Das Programm wird vom Park koordiniert. Auf Ofu gibt es außerhalb der Parkgrenzen einen einfachen Campingplatz. Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Über recreation.gov kannst du nicht reservieren. Alles läuft über das Visitor Center in Pago Pago.

Die Campingplätze im Park (0)

Karte: Die Campingplätze im Park Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO

Kannst du im National Park of American Samoa campen?

Nein, jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Der NPS betreibt innerhalb der Grenzen des National Park of American Samoa keinen Campground. In der offiziellen Datenbank sind weder nummerierte Stellplätze noch NPS-Sanitäranlagen oder eine Campinginfrastruktur verzeichnet.

Stattdessen gibt es ein vom Park koordiniertes Homestay-Programm und einen einfachen Campingplatz auf Ofu. Beide liegen außerhalb der Parkgrenzen oder werden außerhalb des NPS-Systems betrieben. Wildes Zelten im Park bleibt verboten, wie in allen amerikanischen Nationalparks.

Das Homestay-Programm: die besondere Übernachtungsmöglichkeit des Parks

Der Park vermittelt Übernachtungen bei Familien in den Dörfern am Parkrand. Du schläfst in einem samoanischen Haushalt, oft in einer Fale, einem traditionell offen gebauten Haus, und lebst im Rhythmus des Dorfes. Das Programm ist kein NPS-Campground. Private Familien nehmen Gäste auf, während der Park den Kontakt vermittelt. Soweit bekannt, ist dies der einzige amerikanische Nationalpark, der eine solche Form des Eintauchens in die lokale Kultur offiziell anbietet.

So organisierst du es. Das Visitor Center in Pago Pago ist montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet und vermittelt den Kontakt zu teilnehmenden Familien auf Tutuila, Taʻu und Ofu. Kontaktiere den Park vor deiner Abreise. Die Verfügbarkeit wechselt, und für Taʻu und Ofu brauchst du von Pago Pago aus einen zusätzlichen Inlandsflug.

Was dich erwartet. Die Bedingungen sind einfach: eine dünne Matratze, keine Klimaanlage und unbedingt ein Moskitonetz. Die samoanische Gastfreundschaft ist echt, Hotelkomfort gibt es nicht. Das solltest du wissen, bevor du aufbrichst.

Preise. Die Familien legen ihre Bedingungen selbst fest, entweder nur für die Übernachtung oder einschließlich Mahlzeiten. Eine zentrale Preisliste des NPS gibt es nicht. Frag bei deiner Kontaktaufnahme mit dem Park direkt nach.

Camping auf Ofu: Zelt und Korallenlagune

Auf Ofu gibt es direkt an Ofu Beach einen einfachen Campingbereich. Der Strand gilt als einer der ursprünglichsten im Südpazifik. Der Platz liegt außerhalb der Parkgrenzen und wird nicht vom NPS betrieben. Die Stellplätze sind einfach, es gibt kein fließendes Wasser, keinen Strom und keine festen Einrichtungen. Du musst dich vollständig selbst versorgen.

Nach Ofu kommst du mit einem Inlandsflug von Pago Pago. Der Flug dauert etwa 20 Minuten. Die Verbindungen sind selten, und in der Regenzeit kommt es häufig zu wetterbedingten Ausfällen. Nimm immer mehr Vorräte mit als unbedingt nötig. Auf der Insel gibt es keinen Laden.

Diese Art des Aufenthalts eignet sich für erfahrene Reisende, die mit der Logistik in abgelegenen Gebieten und dem unsicheren tropischen Wetter zurechtkommen.

Wildes Zelten und Backcountry

Für Backcountry-Camping in American Samoa gibt es kein formelles Permit. Die Wanderwege des Parks sind überwiegend für Tagestouren ausgelegt. Der einfache Campingplatz auf Ofu ist hier praktisch das Gegenstück zum Backcountry: abgelegen, ohne Versorgung und vollständig auf Selbstversorgung ausgelegt. Die Wanderwege des Parks und ihre Zugänge findest du im Wanderführer für American Samoa.

Wohnmobil (RV): hier keine Möglichkeit

Ein Wohnmobil kannst du nicht nach American Samoa mitnehmen. Die Anreise erfolgt ausschließlich mit dem Flugzeug, zunächst per Langstreckenflug von Honolulu und anschließend mit Inlandsflügen. Es gibt keine kontinentale Fährverbindung und keine Wohnmobilvermietung vor Ort.

Wenn du normalerweise mit Van oder Wohnmobil reist, ist diese Kombination die naheliegendste Lösung: Mietwagen auf Tutuila, um von Pago Pago aus die Insel zu erkunden, dazu Homestay oder leichtes Camping auf den anderen Inseln.

Außerhalb des Parks übernachten: Guesthouses in Pago Pago

In Pago Pago gibt es einige Hotels und Guesthouses, die sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park eignen. Das Angebot ist überschaubar. Reserviere meist direkt bei den Gastgebern, oft per E-Mail. Eine Übersicht aller Übernachtungsmöglichkeiten findest du im Guide zum Übernachten in American Samoa.

Auf Taʻu, der abgelegensten Insel, gibt es außerhalb des Homestay-Angebots kaum Unterkünfte. Hier ist das Homestay keine von mehreren Möglichkeiten, sondern die einzige Lösung.

Wie und wann du deinen Aufenthalt in American Samoa reservierst

Für diesen Park gibt es keine Reservierung über recreation.gov. So gehst du vor:

  1. Kontaktiere das Visitor Center vor deiner Abreise. Der NPS vermittelt dir eine Gastfamilie und informiert dich über die Bedingungen vor Ort, etwa gesperrte Wege und saisonale Wetterrisiken.
  2. Buche deine Inlandsflüge so früh wie möglich. Die Verbindungen nach Ofu und Taʻu sind selten, und in der Regenzeit kommt es häufig zu wetterbedingten Ausfällen.
  3. Plane deine Vorräte für Ofu: gereinigtes Wasser, ausreichend Essen für den geplanten Zeitraum plus zwei zusätzliche Tage und eine einfache Reiseapotheke.

Der Park ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Für die komplette Anreiseplanung mit Flügen, Anschlüssen und Verbindungen zwischen den Inseln findest du im Guide zur Anreise nach American Samoa alle wichtigen Informationen.

Wenn du die passende Reisezeit suchst, erklärt der Guide zu den Jahreszeiten in American Samoa die einzelnen Monate und die besten Zeitfenster.

Preise: Was kostet eine Campingnacht in American Samoa?

Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Du brauchst weder eine Gebühr zu bezahlen noch einen America the Beautiful Pass.

  • Camping auf Ofu: Der NPS erhebt keine Stellplatzgebühr, weil der Platz außerhalb des Parks liegt und nicht vom NPS verwaltet wird. Frag im Visitor Center nach den aktuellen Bedingungen.
  • Homestay: Die Gastfamilie legt den Preis je nach gewählter Variante selbst fest, nur für die Übernachtung oder mit Vollpension. Eine zentrale Preisliste gibt es nicht.
  • Größter Kostenpunkt: die Flüge. Der Flug von Honolulu nach Pago Pago und die Inlandsflüge nach Ofu und Taʻu machen den größten Teil des Reisebudgets aus.

Der Überblick über den Park liefert dir die wichtigsten Anhaltspunkte für deine Reiseplanung.

Sicherheit und gute Praxis vor Ort

Tropischer Regen und Wirbelstürme

In American Samoa fallen je nach Höhe und Lage zwischen 3 m und 7,6 m Niederschlag pro Jahr. In der Regenzeit von Oktober bis Mai können die Schauer heftig sein, und die Gefahr von Wirbelstürmen ist real. Informiere dich vor und während deiner Reise über die offiziellen amerikanischen Wetterwarnungen. Der Wetterguide für American Samoa zeigt die Monatsmittel und die ruhigsten Zeiträume.

Moskitos, Tiere und Hitze

Auf den Inseln gibt es weder Bären noch gefährliche Schlangen. Trotzdem solltest du Folgendes beachten:

  • Moskitos: Sie kommen das ganze Jahr über vor und können Dengue übertragen. DEET-Repellent und ein Moskitonetz sind unverzichtbar, besonders wenn du in einer offenen Fale schläfst.
  • Korallen und Seeigel: Wasserschuhe schützen deine Füße beim Schnorcheln und beim Gehen über die Riffplattformen.
  • Hitze und Feuchtigkeit: In der Regenzeit liegt die gefühlte Temperatur regelmäßig über 35 °C. Trink auf den Wegen ständig ausreichend.

Respekt gegenüber samoanischen Dörfern

Der Park führt durch bewohnte Dörfer. Das Prinzip „Leave No Trace“ gilt auch hier, wird aber durch die Fa'asamoa genannten samoanischen Traditionen ergänzt. Frag immer um Erlaubnis, bevor du ein Grundstück durchquerst, trag in den Dörfern keine allzu leichte Kleidung und respektiere die Zeiten der sonntäglichen religiösen Zeremonien.

Welche Reiseform passt zu dir?

Profil Empfohlene Option
Kulturelles Eintauchen, begrenztes Budget Homestay auf Tutuila oder Taʻu
Unberührte Natur, vollständige Selbstversorgung Einfaches Camping auf Ofu, außerhalb des Parks und nicht vom NPS verwaltet
Minimaler Komfort, Ausgangspunkt für Ausflüge Guesthouse in Pago Pago, siehe Guide zum Übernachten
Familie mit Kindern Homestay, lokale Betreuung und kein Zeltaufbau in unbekanntem Gelände

Häufige Fragen

Kannst du im National Park of American Samoa campen?

Nein. Der NPS betreibt innerhalb der Parkgrenzen keinen Campground. Das zeigen die offiziellen Daten der NPS-API, Stand 10. September 2026. Die verfügbaren Möglichkeiten, das einfache Camping auf Ofu und das Homestay-Programm, liegen außerhalb der Parkgrenzen oder werden außerhalb des NPS-Systems betrieben. Wildes Zelten im Park bleibt verboten.

Was ist American Samoa?

American Samoa ist ein nicht inkorporiertes US-Territorium im Südpazifik zwischen Äquator und Wendekreis des Steinbocks, rund 4.000 km südwestlich von Honolulu. Der Nationalpark schützt tropische Regenwälder, Korallenriffe und lebendige samoanische Dörfer.

Warum ist American Samoa ein Nationalpark?

Der National Park of American Samoa wurde 1988 vom Kongress eingerichtet, um ein seltenes tropisches Ökosystem unter amerikanischer Verwaltung zu schützen: Regenwald, Korallenriffe und das kulturelle Erbe der Fa'asamoa. Die Verwaltung beruht auf einer Partnerschaft zwischen der US-Regierung und der lokalen Regierung von American Samoa.

Welche Staatsangehörigkeit haben die Bewohner von American Samoa?

Die Bewohner von American Samoa sind US-Staatsangehörige, aber im verfassungsrechtlichen Sinn keine US-Bürger. Sie können mit einem amerikanischen Pass reisen und sich auf dem Festland niederlassen. An den Präsidentschaftswahlen nehmen sie jedoch nur teil, wenn sie in einem der 50 Bundesstaaten wohnen.

Wie besuchst du den National Park of American Samoa?

Nach Pago Pago gelangst du mit einem Langstreckenflug von Honolulu, der etwa 5 Stunden und 30 Minuten dauert. Das Visitor Center im Dorf Pago Pago ist montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Inlandsflüge bringen dich anschließend von Tutuila nach Ofu und Taʻu.

Wann ist die beste Zeit zum Campen in American Samoa?

Die Trockenzeit von Juni bis September bringt weniger Regen und ein nahezu null Risiko für Wirbelstürme. Das ist das empfohlene Zeitfenster für einen Aufenthalt auf Ofu oder Wanderungen im Park. Der Guide zur besten Reisezeit in American Samoa erklärt die Jahreszeiten genauer und hilft dir bei der Planung.