Unabhängige Reiseführer zu den US-Nationalparks
Illustriertes Poster des Nationalparks Joshua Tree

Karte von Joshua Tree: Übersicht, Bereiche und offizielle Karte zum Download

Von Jocelyn Pion · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer Joshua Tree

Der Joshua Tree National Park liegt in der Wüste Südkaliforniens, etwa 215 km östlich von Los Angeles und 80 km östlich von Palm Springs. Die offizielle Parkkarte bekommst du kostenlos als PDF auf der NPS-Website und an allen drei Eingangsstellen.

Offizielle NPS-Karte des Nationalparks Joshua Tree (Unigrid)
Offizielle NPS-„Unigrid“-Karte

Die offizielle Parkkarte von den Eingangsstationen mit Straßen, Bereichen, Visitor Centern und Einrichtungen. Hier ansehen oder zur Offline-Nutzung herunterladen.

Karte herunterladen (PDF) Gemeinfrei · National Park Service

Wo liegt Joshua Tree?

Der Joshua Tree National Park liegt im Süden Kaliforniens und erstreckt sich über die Counties Riverside und San Bernardino. Seine Lage ist besonders: Der Park liegt an der Grenze zwischen zwei unterschiedlichen Wüsten. Im Nordwesten steigt die Mojave-Wüste bis auf 1.800 m Höhe an und beherbergt die berühmten Joshua Trees (Yucca brevifolia). Im Südosten sinkt die Colorado-Wüste bis auf 600 m ab. Dort ist es heißer, und Cholla sowie Ocotillo bestimmen das Landschaftsbild.

Die Stadt am Westzugang ist Yucca Valley, nur wenige Kilometer vom West Entrance entfernt. Twentynine Palms grenzt direkt an den North Entrance.

Die offizielle Karte von Joshua Tree (NPS-Unigrid) zum Download

Der NPS veröffentlicht eine sogenannte „Unigrid“-Karte. Dabei handelt es sich um ein großes gefaltetes Papierformat, das auf der Vorderseite die Parkkarte und auf der Rückseite Informationen zur Natur und zum Aufenthalt zeigt. Du bekommst sie kostenlos an allen drei Eingangsstellen oder als PDF zum Download auf der offiziellen NPS-Website.

Die Karte zeigt asphaltierte Straßen, Pisten, von denen einige nur für 4×4-Fahrzeuge freigegeben sind, Campgrounds, Day-Use Areas und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung zu jedem GPS-Gerät, denn in weiten Teilen des Parks gibt es keinen Mobilfunkempfang. Zwischen zwei Felsformationen reißen die Signale schnell ab.

Die Bereiche von Joshua Tree

Der Park erstreckt sich über rund 3.200 km² und lässt sich ganz natürlich in drei geografische Bereiche gliedern.

Der Nordwestbereich (Mojave-Wüste)

Hier liegt das touristische Zentrum des Parks. Dich erwarten Granitformationen, Joshua-Tree-Wälder, Bouldergebiete und die meistbesuchten Campgrounds, darunter Hidden Valley und Jumbo Rocks. Du erreichst den Bereich über den West Entrance oder über den North Entrance in Twentynine Palms. Die meisten Besucher konzentrieren sich hier, vor allem im Frühjahr während der Blüte.

Der zentrale Bereich (Übergangszone)

Im zentralen Bereich geht die eine Wüste allmählich in die andere über. Die Joshua Trees werden seltener, und die Landschaft öffnet sich zu weiten Ebenen aus Granit und Sand. Park Boulevard durchquert hier seine meistfotografierten Abschnitte. Von dort hast du freie Sicht auf die Little San Bernardino Mountains.

Der Südostbereich (Colorado-Wüste)

Dieser Bereich liegt tiefer, ist heißer und trockener. Hier findest du den Cholla Cactus Garden und die Oase Cottonwood Spring. Du gelangst über den South Entrance hinein. Der Südosten ist weniger besucht als der Nordwesten und vermittelt eine unverfälschte Wüstenstimmung.

Parkeingänge und die Durchquerung mit dem Auto

Joshua Tree hat drei Haupteingänge.

Der West Entrance führt direkt auf den Park Boulevard, die wichtigste Straße des Parks. Der North Entrance bei Twentynine Palms öffnet den Zugang zum Oasis Visitor Center und zu den angrenzenden Campgrounds.

Der South Entrance ist der am wenigsten frequentierte der drei Eingänge. Du erreichst ihn von Palm Springs aus oder über die I-10, wenn du aus Osten kommst.

Park Boulevard verbindet den West Entrance mit dem North Entrance auf rund fünfzig vollständig asphaltierten Kilometern. Für die komplette Durchquerung brauchst du ohne Halt etwa eine Stunde. „Ohne Halt“ ist allerdings eher Theorie, denn die Felsformationen lassen kein Auto ohne neugieriges Bremsen vorbeifahren.

Für die Anfahrt von deinem Ausgangsort aus siehe So kommst du nach Joshua Tree.

Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte auf der Karte

Einige Spots solltest du vor der Abfahrt auf deiner Karte markieren.

Skull Rock (Nordwestbereich): eine durch Erosion geformte Granitformation, die du vom Park Boulevard über einen 2,7 km langen Trail hin und zurück erreichst.

Cholla Cactus Garden (Südostbereich): eine 400 m lange Schleife mitten durch eine dichte Ansammlung von Jumping Cholla. Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Lass deine Hände in den Taschen. Die Stacheln bleiben an der Kleidung hängen, ohne dass du es bemerkst.

Keys View (1.580 m): der Panorama-Aussichtspunkt des Parks mit Blick auf die San Andreas Fault und bei klarer Sicht bis zur Salton Sea.

Cottonwood Spring: eine ruhige Oase und Ausgangspunkt für Trails zur Lost Palms Oasis.

Details zu jedem einzelnen Trail findest du unter Wanderungen in Joshua Tree und Aktivitäten, die du im Park nicht verpassen solltest.

Die nächstgelegenen Städte und Flughäfen

Für den West Entrance und den North Entrance sind Yucca Valley und Twentynine Palms die direkten Ausgangsstädte. Dort findest du alles Wichtige: Tankstellen, Lebensmittelgeschäfte und Restaurants.

Palm Springs (etwa 80 km westlich) ist der bequemste Ausgangspunkt für einen gut organisierten Aufenthalt. Los Angeles liegt etwa 215 km entfernt, also zweieinhalb Autostunden.

Wanderkarten und topografische Führer (auf Papier)

Die NPS-Unigrid-Karte reicht für einen klassischen Besuch mit dem Auto und einigen Trails weitgehend aus. Für lange Touren oder Wege abseits markierter Trails ist eine topografische Karte im Maßstab 1:50.000 eine echte Hilfe. Cartovia und spezialisierte Reisebuchhandlungen wie ITM und Librairie du Voyage bieten Karten und topografische Führer für Joshua Tree und die umliegende Wüste an.

Die Visitor Center des Parks, darunter das Oasis Visitor Center in Twentynine Palms und das Cottonwood Visitor Center im Süden, verkaufen vor Ort ebenfalls Karten und Führer.

Häufige Fragen

Lohnt sich Joshua Tree?

Joshua Tree lohnt sich, wenn du Wüstenlandschaften magst. Der Park verbindet zwei unterschiedliche Ökosysteme, eindrucksvolle Felsformationen und einen Nachthimmel, der zu den dunkelsten in Kalifornien zählt. Ob der Park zu deinem Reiseplan passt, erfährst du in unserem kompletten Joshua-Tree-Guide.

Kostet der Eintritt in den Joshua Tree National Park etwas?

Ja. Der Eintritt kostet 30 US-Dollar pro Fahrzeug, 25 US-Dollar pro Motorrad und 15 US-Dollar pro Person zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Der eigene Jahrespass des Parks kostet 55 US-Dollar und lohnt sich bereits ab dem zweiten Besuch. Die Eintrittspreise und Jahrespass-Optionen findest du auf der Seite zu Eintrittspreisen und Pässen für Nationalparks.

Wie viel Zeit brauchst du für Joshua Tree?

Ein halber Tag reicht für einen Drive-through mit zwei oder drei Stopps. Ein bis zwei Tage genügen, um die beiden wichtigsten Bereiche mit einigen Trails zu erkunden. Drei Tage geben dir zusätzlich Zeit für längere Wanderungen und eine Übernachtung im Backcountry. Unter Joshua-Tree-Routen findest du Programme für unterschiedlich viel verfügbare Zeit.

Leben Prominente in Joshua Tree?

Die kleine Stadt Joshua Tree direkt nördlich des Parks zieht seit den 1990er-Jahren eine Gemeinschaft von Künstlern und Musikern an. Sie ist weiterhin eher vom Wohnen geprägt und zurückhaltend. Für touristische Angebote sind Yucca Valley und Twentynine Palms deutlich praktischer.