Unterwegs in White Sands: Anfahrt, Eingang, Auto und Parkplätze
Eigenes Auto oder Shuttle vorgeschrieben? Ein Auto, ohne Ausnahme. Im White Sands National Park gibt es keinen öffentlichen Shuttle. Du fährst durch ein einziges Tor hinein, folgst einer einzigen Straße in die Dünen aus weißem Gips und stellst dein Auto am Trailhead deiner Wahl ab. Der Park ist im amerikanischen Südwesten besonders übersichtlich: eine Achse, Parkplätze und Wanderwege.
So kommst du nach White Sands
White Sands erreichst du über den US Highway 70, 24 km westlich von Alamogordo und 84 km östlich von Las Cruces. Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel zum Park, deshalb brauchst du einen Mietwagen. Für Möglichkeiten ab den Flughäfen der Region und Etappen deines Roadtrips siehe den Anfahrtsguide für White Sands.
Der Parkeingang
White Sands hat nur einen Eingang an der US-70. Die Mautstation führt zum Visitor Center, das wenige Fahrminuten hinter dem Tor liegt.
Öffnungszeiten. Der Park öffnet jeden Morgen um 7 Uhr. Die Schließzeit variiert: Der Park schließt 30 Minuten nach dem lokalen Sonnenuntergang, der 8 Minuten früher stattfindet als der für Alamogordo angegebene. Im Sommer kannst du dadurch bis 21 Uhr bleiben. Im Winter musst du den Park am frühen Abend wieder verlassen.
Für Eintrittspreise und Jahreskarten siehe die Seite zu Preisen und Pässen der Nationalparks. Der America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar lohnt sich bereits, wenn du im selben Jahr zwei oder drei Nationalparks besuchst.
Militärische Sperrungen auf der US-70
Das ist die besondere logistische Herausforderung von White Sands. Der Park liegt innerhalb des White Sands Missile Range (WSMR). Das Militär sperrt die US-70 regelmäßig für Raketentests, manchmal mehrere Stunden am Stück und ohne lange Vorankündigung. Wenn du dich bei Beginn der Sperrung bereits im Park befindest, wartest du dort, bis die Straße wieder geöffnet wird.
Beachte zwei konkrete Vorsichtsmaßnahmen: Prüfe am Vortag den Status der US-70 auf der Website des WSMR oder telefonisch beim Visitor Center. Plane außerdem am späten Nachmittag keine knappe Anschlussverbindung ab dem Park.
Unterwegs im Park
Mit dem Auto
Die Hauptstraße heißt Dunes Drive. Sie beginnt am Eingang und führt etwa 13 km nach Nordwesten. Der erste Abschnitt ist asphaltiert. Der zweite besteht aus verdichtetem Gips und ist für jedes gewöhnliche Auto ohne 4x4-Antrieb befahrbar. Fahre langsam: Bei Sandstürmen kann die Sicht plötzlich stark eingeschränkt sein, und regelmäßig queren Tiere die Straße.
Es gibt weder eine zweite Rundstrecke noch einen weiteren befahrbaren Nebenweg. Dunes Drive ist die einzige Möglichkeit, den Park motorisiert zu durchqueren.
Zu Fuß
Die Trailhead-Parkplätze liegen direkt am Fuß der Dünen. Jeder Wanderweg ist mit nummerierten Pfosten markiert, weil der Wind die Dünen ständig verändert und die vorhandenen Spuren verwischt. Der Wanderführer für White Sands beschreibt die Trails sowie ihre Länge und ihren Schwierigkeitsgrad.
Mit dem Fahrrad
Mit dem Fahrrad kannst du Dunes Drive grundsätzlich befahren, doch der Abschnitt auf verdichtetem Gips ist anstrengend und bietet keinen Schatten. Im Sommer raten wir zwischen 10 und 17 Uhr davon ab. Im Park und in der unmittelbaren Umgebung gibt es keinen Fahrradverleih.
Wo du parkst: Parkplätze und Stellflächen
Entlang von Dunes Drive gibt es mehrere Parkplätze, die jeweils zu einem Wanderweg oder einem Picknickbereich gehören:
- Parkplatz am Playa Trail (erste Haltestelle ab dem Eingang, fester Untergrund).
- Parkplatz am Dune Life Nature Trail (auf halber Strecke, ideal mit Kindern).
- Parkplatz am Interdune Boardwalk (barrierefrei, kurze Runde auf einem Holzsteg).
- Parkplatz am Alkali Flat Trail (am Ende der Straße, anspruchsvoller Trail durch tiefe Dünen).
Eine Reservierung ist weder möglich noch nötig: Wer zuerst kommt, parkt zuerst. In der Hochsaison und an Wochenenden füllen sich die Parkplätze früh. Komm vor 9 Uhr, damit du nicht lange nach einem Platz suchen musst. Wann du nach White Sands reisen solltest nennt die Zeiten mit besonders vielen Besuchern.
Das Visitor Center hat einen separaten, größeren Parkplatz. Er dient auch als Ausgangspunkt, bevor du zu den Trailheads weiterfährst.
Entfernungen und Fahrzeiten im Park
Vom Eingang bis zum am weitesten entfernten Parkplatz am Alkali Flat Trail sind es ungefähr 13 km. Ohne anzuhalten, fährst du Dunes Drive in etwa 20 Minuten.
White Sands ist kein Park mit mehreren Bereichen, die du miteinander verbinden musst. Die Route führt linear durch die Dünen. Du wählst einen Trail passend zu deinem Niveau und der verfügbaren Zeit, parkst am entsprechenden Parkplatz und bist damit fertig. Der komplette White-Sands-Guide und die Seite Route und Dauer schlagen Programme für einen zweistündigen Kurzbesuch, einen halben Tag oder einen ganzen Tag vor.
Wohnmobil, Barrierefreiheit und Tiere
Wohnmobil und Van. Für Dunes Drive gelten nach aktuellem Kenntnisstand keine Einschränkungen hinsichtlich Höhe oder Länge der Fahrzeuge. Der Abschnitt auf verdichtetem Gips kann nach Regen allerdings instabil werden. Prüfe deshalb noch am selben Morgen die Bedingungen im Visitor Center. Im Park gibt es keine Stromanschlüsse. Der Wohnmobil-Guide für White Sands stellt die Möglichkeiten zum Parken und Übernachten in der Umgebung vor.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Der Interdune Boardwalk ist der am besten zugängliche Weg: ebener Untergrund und Beginn an einem ausgewiesenen Behindertenparkplatz. Auch das Visitor Center ist zugänglich. Die anderen Parkplätze liegen auf verdichtetem Gips, der bei trockenem Wetter mit einem leichten Rollstuhl schwieriger zu befahren ist.
Haustiere. Hunde sind im Park an der Leine erlaubt, die höchstens 1,80 m lang sein darf. Im Sommer reflektiert der weiße Gips die Hitze besonders stark. Der Boden kann die Ballen verbrennen. Prüfe die Temperatur mit der Hand, bevor du dein Tier über die Dünen laufen lässt.
Praktische Infos zur Anfahrt: Treibstoff, Netz und Wasser
Treibstoff. Im Park und in der unmittelbaren Umgebung an der US-70 gibt es keine Tankstelle. Tanke in Alamogordo oder Las Cruces, bevor du in den Park fährst.
Mobilfunk. In den Dünen ist der Empfang sehr eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Lade deine Karten vor der Ankunft offline herunter, etwa die offizielle NPS-App, Gaia GPS oder die PDF-Karte des Parks auf der NPS-Website. Im Visitor Center gibt es WLAN.
Wasser. In den Dünen selbst gibt es kein zugängliches Trinkwasser. Im Visitor Center findest du Trinkbrunnen. Plane im Sommer mindestens 1 Liter pro Stunde körperlicher Anstrengung ein. Hitze und die Höhenlage von etwa 1.200 m führen schnell zu Flüssigkeitsmangel.
Häufige Fragen
Wie bewegt man sich im White Sands National Park fort?
Du fährst ausschließlich mit dem Auto auf Dunes Drive, der einzigen Straße im Park. Es gibt keinen öffentlichen Shuttle. Von den Trailhead-Parkplätzen gelangst du anschließend zu Fuß auf die Wanderwege.
Kann man White Sands mit dem Auto besichtigen?
Ja, das ist die einzige motorisierte Möglichkeit. Dunes Drive ist für jedes gewöhnliche Fahrzeug befahrbar, auch auf dem Abschnitt mit verdichtetem Gips.
Wo kann man im White Sands National Park parken?
Du parkst auf den Trailhead-Parkplätzen entlang von Dunes Drive. Reservierungen gibt es nicht. Komm in der Hochsaison vor 9 Uhr, um einen Platz zu finden.
Welcher Eingang ist für White Sands der beste?
Es gibt nur einen Eingang an der US-70. Die Frage stellt sich nicht: Es gibt nur diesen.
Wo liegt White Sands?
Der White Sands National Park liegt in New Mexico am US Highway 70, 24 km westlich von Alamogordo und 84 km östlich von Las Cruces.
Gibt es im Park Mobilfunkempfang?
In den Dünen ist der Mobilfunkempfang sehr eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Lade deine Karten herunter, bevor du in den Park fährst.
Gibt es Toiletten in White Sands?
Toiletten gibt es im Visitor Center und an mehreren Servicebereichen entlang von Dunes Drive. In den Dünen findest du keine, sobald du dich von den Parkplätzen entfernt hast.
Hat Trump White Sands zum Nationalpark gemacht?
Ja. White Sands wurde am 20. Dezember 2019 zum Nationalpark, als Präsident Donald Trump den National Defense Authorization Act für das Haushaltsjahr 2020 (NDAA 2020) unterzeichnete, der diese Umwidmung enthielt. Seit 1933 war das Gebiet bereits ein National Monument.
