Camping in White Sands: Welchen Campingplatz wählen, Reservierung und Preise
White Sands ist kein gewöhnlicher Campingpark. Der einzige Platz im Park ist ein primitives Biwak mitten in den Gipsdünen. Du erreichst ihn zu Fuß, Wasser und Strom gibt es nicht. Traditionelle Campingplätze mit Sanitäranlagen und Anschlüssen findest du hier nicht. Stattdessen schläfst du unter dem Himmel von New Mexico in einer völlig weißen Mondlandschaft. Familien und Wohnmobilreisende, die mehr Komfort suchen, finden in der Umgebung von Alamogordo Campingplätze, die weniger als 30 Kilometer entfernt liegen.
Kurz gesagt: Im Park gibt es eine Campingart, nämlich Backcountry Camping ohne Infrastruktur, mit etwa zehn nummerierten Plätzen. Das Permit erhältst du noch am selben Tag im Visitor Center. Wasser- und Stromanschlüsse gibt es nicht. Für alles Weitere fährst du zu den Campingplätzen außerhalb des Parks.
Die Campingplätze im Park (1)
- Campingplatz Backcountry Camping Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 10 Stellpl. Route ↗
Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO Kannst du in White Sands im Park campen?
Ja, wenn du die Regeln für ein Wildnisbiwak akzeptierst. White Sands hat keinen ausgebauten Campground. Im Park gibt es weder Sanitäranlagen noch Trinkwasser oder Strom. Die einzige Möglichkeit vor Ort ist Backcountry Camping, ein primitives Biwak, das ganzjährig an etwa zehn markierten Plätzen möglich ist. Du erreichst sie zu Fuß von der Dunes Drive aus.
Außerhalb der ausgewiesenen Plätze darfst du nicht biwakieren. Auch Feuer sind zu jeder Jahreszeit verboten. In den Gipsdünen besteht tatsächlich Brandgefahr, und die Ranger achten auf die Einhaltung dieser Regel.
Die Plätze im Park: Backcountry Camping
Backcountry Sites (primitive Plätze)
Der Park bietet etwa zehn nummerierte primitive Plätze. Du erreichst sie nach ungefähr 1,5 km Fußweg von der Hauptstraße. Jeder Platz ist abgegrenzt und mit Metallheringen ausgestattet, an denen du dein Zelt bei starkem Wind befestigen kannst. Trockentoiletten werden von benachbarten Plätzen gemeinsam genutzt.
Das findest du vor: einen markierten Platz, Metallheringe und eine Trockentoilette in angemessener Entfernung. Das findest du nicht vor: Wasser, Abfalleimer, Strom oder eine Möglichkeit, Vorräte aufzufüllen.
Auf jedem Platz können normalerweise 2 bis 6 Personen übernachten. Eine Gruppe belegt nur einen Platz.
Zusätzlich zum Backcountry-Permit fällt der Eintritt für den Park an. Die genauen Permit-Preise findest du auf der offiziellen NPS-Seite von White Sands, denn die Beträge können im Laufe des Jahres angepasst werden.
Wohnmobil (RV) oder Zelt: Was du wissen musst
Mit einem Wohnmobil darfst du über Nacht nicht im Park stehen. Große Fahrzeuge mit mehr als 7 Metern Länge sind außerdem auf der Dunes Drive wegen der engen Kurven und schmalen Seitenstreifen nicht zu empfehlen.
Wenn du mit dem Zelt kommst: Backcountry Camping ist deine einzige Möglichkeit im Park. Nimm einen ausreichend großen Rucksack mit, damit du deine gesamte Ausrüstung und auch das Wasser tragen kannst. Plane für die Nacht mindestens 3 Liter pro Person ein, im Sommer mehr.
Wenn du mit einem RV oder Van unterwegs bist: Such dir außerhalb des Parks einen ausgestatteten Campingplatz. In Alamogordo, 24 km östlich am US Highway 70, gibt es mehrere Plätze mit Wasser- und Stromanschlüssen sowie einer Entsorgungsstation für Kassettentoiletten. Unser Wohnmobil-Campingführer rund um White Sands stellt die am besten gelegenen Optionen vor.
In der Nähe campen: Campingplätze außerhalb des Parks
Wenn der Park ausgebucht ist oder du mehr Komfort brauchst, bieten sich zwei Gegenden an.
Oliver Lee Memorial State Park liegt etwa 25 km südlich von Alamogordo. Dort gibt es Plätze für Zelte und RVs, an einigen Stellplätzen Wasser- und Stromanschlüsse sowie Duschen. Die Landschaft der Sacramento Mountains ist eine schöne Alternative zur Gipswüste. Den Parkeingang erreichst du von dort in etwa 30 Minuten.
Alamogordo hat mehrere private Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in der Stadt. Alle sind in weniger als 30 Minuten erreichbar. Das ist praktisch, wenn du am späten Nachmittag ankommst oder mit der Familie unterwegs bist.
Unser Unterkunftsführer für White Sands stellt Hotels, Motels und Lodges für alle vor, die lieber auf ein Zelt verzichten.
Wildcampen und Backcountry-Biwak: das Permit
Das Backcountry Camping in White Sands funktioniert mit einem Permit, das du persönlich beantragen musst. Eine Online-Reservierung und ein Zeitfenster sechs Monate im Voraus über Recreation.gov gibt es nicht. Du gehst am selben Tag vor Schalterschluss ins Visitor Center und erhältst das Permit dort, sofern noch Plätze frei sind.
Da es nur wenige Plätze gibt, etwa zehn, sind sie an Herbstwochenenden und während der amerikanischen Schulferien früh vergeben. Komm am Vormittag zum Visitor Center, damit du dir deinen Platz sicherst.
Unser Wanderführer für White Sands erklärt ausführlich, welche Wege von der Dunes Drive zu den Plätzen führen und welche Trails du vom Biwak aus verbinden kannst.
Wie und wann du deinen Campingplatz in White Sands reservierst
Frühzeitige Reservierung über Recreation.gov: Für Backcountry Camping nicht möglich. Du erledigst alles am Anreisetag persönlich im Visitor Center.
Öffnungszeiten beachten: Die Schalter schließen vor Sonnenuntergang. Der Park selbst schließt 30 Minuten nach dem örtlichen Sonnenuntergang. An stark besuchten Tagen empfehlen die Ranger, vor Mittag anzukommen.
Beste Campingzeit: Herbst (Oktober und November) sowie der späte Frühling (Ende April bis Mai). Sommernächte bleiben heiß, oft über 22 °C, und im Frühling ist es windig. Unser Ratgeber zur besten Reisezeit für White Sands hilft dir bei der Wahl, je nachdem, wie gut du Hitze und Wind verträgst.
Preise: Wie viel kostet eine Nacht in White Sands?
Der Eintritt in den Park ist für alle Camper verpflichtend:
| Kategorie | Preis |
|---|---|
| Privates Fahrzeug (7 Tage) | 25 US-Dollar |
| Zu Fuß oder mit dem Fahrrad | 15 US-Dollar |
| Motorrad | 20 US-Dollar |
| White Sands Annual Pass | 45 US-Dollar |
Zusätzlich zum Eintritt bezahlst du das Backcountry-Permit im Visitor Center. Unsere Seite Preise und Pässe der Nationalparks erklärt die wichtigsten Punkte zum America the Beautiful Pass (80 US-Dollar pro Jahr, gültig in allen Bundesparks) und wann er sich bei einer Rundreise lohnt.
Sicherheit und wichtige Tipps
White Sands stellt dich vor Herausforderungen, die es in den meisten Parks nicht gibt.
Hitze und Dehydrierung: Im Sommer steigen die Temperaturen regelmäßig auf 38 bis 40 °C. Der weiße Gips reflektiert die ultraviolette Strahlung. Auch bei teilweise bewölktem Himmel bekommst du schneller einen Sonnenbrand, als du denkst. Plane pro Person und Nacht mindestens 3 bis 4 Liter Wasser ein, zusätzlich zu dem Wasser für den Hin- und Rückweg zum Platz.
Orientierung in den Dünen: Das einheitliche Weiß lässt die visuellen Orientierungspunkte in alle Richtungen verschwinden. Speichere direkt nach dem Aufbau einen GPS-Wegpunkt für deinen Platz. Nachts verlierst du mit einer Stirnlampe leicht den Verlauf des Weges. Bei unserem Besuch im Oktober hatten mehrere Camper ihre Schuhe einfach vor das Zelt gestellt, um einen sichtbaren Orientierungspunkt zu haben. Das funktioniert, aber der GPS-Wegpunkt bleibt die sicherste Lösung.
Tiere: In White Sands leben Rattlesnakes und Skorpione. Schüttle morgens deine Schuhe und Kleidung aus, bevor du sie anziehst. Dreh niemals mit bloßen Händen einen Stein um.
Wind: Im Frühling bringen starke Böen ein schlecht ausgerüstetes Zelt schnell zum Einsturz. Stabile Metallheringe und straff gespannte Abspannleinen sind unverzichtbar.
Bei Fragen zu den Parkregeln informierst du dich auf der offiziellen NPS-Website oder wendest dich an die Ranger im Visitor Center.
Welchen Campingplatz du je nach Reiseprofil wählst
Du kommst mit dem Zelt und möchtest etwas Besonderes erleben: Dann sind die Backcountry Sites genau richtig für dich. Komm früh zum Visitor Center, trage dein gesamtes Wasser und verbringe die Nacht in einer Landschaft, wie sie kein anderer amerikanischer Park bietet. Unser White-Sands-Komplettführer liefert dir den allgemeinen Überblick für deine Reisevorbereitung.
Du reist mit kleinen Kindern oder im RV: Entscheide dich für einen ausgestatteten Campingplatz in Alamogordo oder im Oliver Lee Memorial State Park. Der Komfort der vorhandenen Einrichtungen macht die 25 bis 30 Minuten Fahrt bis zum Parkeingang mehr als wett. Unser Ratgeber für einen Familienbesuch in White Sands zeigt dir die kinderfreundlichen Einrichtungen.
Du gehst wandern und möchtest bei Tagesanbruch direkt mehrere Trails verbinden: Mit Backcountry Camping schläfst du mitten im Wegenetz. Lies vor der Wahl deines Platzes unseren Wanderführer, damit du Entfernungen und Höhenunterschiede einplanen kannst.
Häufige Fragen
Kannst du im White Sands National Park campen?
Ja. In White Sands kannst du auf primitiven Backcountry-Plätzen in den Dünen campen, die du zu Fuß von der Dunes Drive erreichst. Im Park gibt es keinen ausgebauten Campground mit fließendem Wasser oder Strom.
Welchen Campingplatz solltest du in White Sands wählen?
Wenn du die Gipsdünen intensiv erleben möchtest, sind die Backcountry Sites die naheliegende Wahl. Das Permit erhältst du am selben Tag im Visitor Center. Mehr Komfort bieten der Oliver Lee Memorial State Park und die Campingplätze in Alamogordo, besonders wenn du mit einem RV unterwegs bist.
Wann solltest du einen Campingplatz in White Sands reservieren?
Für Backcountry Camping in White Sands gibt es keine frühzeitige Reservierung. Du erhältst das Permit ausschließlich persönlich am Tag deiner Ankunft im Visitor Center. In der Hochsaison, im Herbst und an Frühlingswochenenden, solltest du vor Mittag eintreffen, damit du einen Platz bekommst.
Wie kannst du in White Sands campen?
Geh am Tag deiner Ankunft zum Visitor Center und hol dir ein Backcountry-Permit. Danach gehst du zu Fuß zu deinem markierten Platz in den Dünen. Nimm dein gesamtes Wasser und ausreichend Verpflegung mit, denn vor Ort gibt es keinerlei Infrastruktur.
Wie viel kostet ein Campingplatz in White Sands?
Der Parkeintritt kostet 25 US-Dollar pro Fahrzeug und gilt sieben Tage. Dazu kommt das Backcountry-Permit, das du im Visitor Center bezahlst. Prüfe den genauen Betrag vor deinem Besuch auf der offiziellen NPS-Seite von White Sands, da die Preise regelmäßig angepasst werden.
Gibt es in White Sands Bären oder Alligatoren?
Nein. White Sands ist eine Gipswüste in New Mexico, weit entfernt von den Lebensräumen der Bären und Alligatoren. Aufpassen musst du auf die heimische Tierwelt: Rattlesnakes und Skorpione schlüpfen gern unter Schuhe und Kleidung, die auf dem Boden liegen. Schüttle deine Ausrüstung vor der Benutzung immer gründlich aus.
