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Siebdruck-Illustration: Ein abgelegenes Zelt steht am Fuß der Gipsdünen unter einem sternenübersäten Himmel.

Camping in White Sands: 10 Backcountry-Stellplätze, Genehmigungen und Preise

Von David Sanchez · Daten: National Park Service · ← Kompletter Reiseführer White Sands

White Sands ist kein gewöhnlicher Campingpark. Der einzige vom NPS verwaltete Campingplatz ist ein primitiver Zeltplatz mitten in den Gipsdünen. Du erreichst ihn zu Fuß; Wasser und Strom gibt es dort nicht. Einen ausgebauten Campground mit Sanitäranlagen und Anschlüssen suchst du vergeblich. Hier schläfst du unter dem Sternenhimmel von New Mexico in einer völlig weißen Landschaft. Familien und Wohnmobilreisende, die mehr Komfort suchen, finden weniger als 30 Kilometer entfernt die Campingplätze rund um Alamogordo.

Kurz gesagt: ein Campingplatz im Park (Backcountry Camping mit 10 Stellplätzen ausschließlich für Zelte), Genehmigung am selben Tag im Visitor Center, 2 US-Dollar pro Nacht, in der Reihenfolge der Ankunft. Vor Ort gibt es Toiletten und Mobilfunkempfang, aber weder Wasser- noch Stromanschlüsse. Für alles andere fährst du zu einem Campingplatz außerhalb des Parks.

Die Campingplätze im Park (1)

  • Campingplatz Backcountry Camping Wer zuerst kommt, mahlt zuerst · 10 Stellpl. Route ↗
Karte: Die Campingplätze im Park Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO

Die Campingplätze in White Sands in Zahlen

1 offizielle Campingplätze im Park, 10 Stellplätze insgesamt, davon 0 reservierbar.

CampingplatzStellplätzeBuchungPreis / NachtGeöffnetAusstattung
Backcountry Camping10 (10 nur Zelte)Wer zuerst kommtab $1.50Toiletten, Mobilfunk

Quelle: National Park Service (NPS-API), Stand 6. Oktober 2026. Preise und Daten ändern sich: vor der Abfahrt die Seite des Campingplatzes prüfen.

Kannst du innerhalb von White Sands campen?

Ja, wenn du die Regeln für das primitive Campen akzeptierst. White Sands hat keinen ausgebauten Campground: Im Park gibt es weder Trinkwasser noch Strom. Die einzige Möglichkeit vor Ort ist Backcountry Camping mit 10 Zeltplätzen. Du erreichst sie zu Fuß ab Dunes Drive; die Plätze werden für 2 US-Dollar pro Nacht in der Reihenfolge der Ankunft vergeben.

Außerhalb der ausgewiesenen Plätze zu campen, ist streng verboten. Auch Feuer sind zu jeder Jahreszeit untersagt. Die Brandgefahr in den Gipsdünen ist real, und die Ranger setzen diese Regel durch.

Die Stellplätze im Park: Backcountry Camping

Backcountry Sites (primitive Stellplätze)

Der Park bietet 10 nummerierte primitive Sites. Von der Hauptstraße aus führt ein ungefähr 1,5 km langer Fußweg dorthin. Jeder Stellplatz ist abgegrenzt und mit Metallheringen ausgestattet, die du bei starkem Wind zum Sichern deines Zelts brauchst. Vor Ort gibt es Toiletten und Mobilfunkempfang.

Das findest du vor: einen markierten Zeltplatz, Metallheringe, Toiletten und Mobilfunkempfang. Das findest du dort nicht: Trinkwasser, Mülleimer, Strom oder eine Versorgungsstelle.

Auf jedem Site übernachten in der Regel 2 bis 6 Personen. Eine Gruppe nutzt jeweils nur einen Site. Zusätzlich zur Backcountry-Camping-Genehmigung fällt der Eintritt in den Park an (2 US-Dollar pro Nacht für den Stellplatz).

Wohnmobil (RV) oder Zelt: Was du wissen musst

Mit einem Wohnmobil darfst du nachts nicht im Park stehen. Große Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 7 Metern sind auf Dunes Drive außerdem wegen der engen Kurven und schmalen Seitenstreifen nicht zu empfehlen.

Wenn du mit dem Zelt kommst: Backcountry Camping ist deine einzige Möglichkeit im Park. Es gibt 10 Plätze, die in der Reihenfolge der Ankunft vergeben werden, für 2 US-Dollar pro Nacht. Nimm einen ausreichend großen Rucksack mit, damit du deine gesamte Ausrüstung einschließlich Wasser tragen kannst. Plane mindestens 3 Liter pro Person für die Nacht ein, im Sommer mehr.

Wenn du mit einem RV oder Van unterwegs bist: Such dir einen ausgestatteten Campingplatz außerhalb des Parks. In Alamogordo, 24 km östlich am US Highway 70, gibt es mehrere Plätze mit Wasser- und Stromanschlüssen sowie einer Entsorgungsstation für die Chemietoilette. Unser Guide zum Wohnmobil-Camping rund um White Sands stellt die am besten gelegenen Möglichkeiten vor.

Camping in der Umgebung: Campingplätze außerhalb des Parks

Wenn der Park ausgebucht ist oder du mehr Annehmlichkeiten brauchst, kommen zwei Gebiete infrage.

Oliver Lee Memorial State Park liegt ungefähr 25 km südlich von Alamogordo. Dort gibt es Stellplätze für Zelte und RVs, auf einigen Sites mit Wasser und Strom sowie mit Duschen. Die Sacramento Mountains bieten eine schöne Alternative zur Gipswüste. Vom Parkeingang bist du etwa 30 Minuten unterwegs.

Alamogordo hat mehrere private Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in der Stadt. Alle sind in weniger als 30 Minuten erreichbar. Das ist praktisch, wenn du am späten Nachmittag ankommst oder mit der Familie unterwegs bist.

Unser Guide zu Unterkünften in White Sands stellt Hotels, Motels und Lodges für alle vor, die lieber auf ein Zelt verzichten.

Wildcampen und Backcountry-Camping: die Genehmigung

Backcountry Camping in White Sands funktioniert mit einer Genehmigung, die du persönlich vor Ort beantragst. Online reservieren kannst du nicht, ebenso wenig wie ein Zeitfenster sechs Monate im Voraus über Recreation.gov. Du gehst am selben Tag vor Schalterschluss ins Visitor Center und erhältst die Genehmigung vor Ort, sofern Plätze verfügbar sind.

An Herbstwochenenden und während der amerikanischen Schulferien sind die 10 Plätze früh vergeben. Komm am Vormittag ins Visitor Center, damit du dir einen Platz sicherst.

Unser Guide zu Wanderungen in White Sands beschreibt ausführlich die Wege von Dunes Drive zu den Sites sowie die Trails, die du vom Zeltplatz aus verbinden kannst.

Wie und wann du deinen Campingplatz in White Sands reservierst

Frühzeitige Reservierung über Recreation.gov: Für Backcountry Camping nicht möglich. Du erledigst alles am selben Tag persönlich im Visitor Center.

Diese Uhrzeit musst du beachten: Die Schalter schließen vor Sonnenuntergang. Der Park selbst schließt 30 Minuten nach dem örtlichen Sonnenuntergang. An Tagen mit starkem Andrang empfehlen die Ranger, vor Mittag anzukommen.

Beste Campingzeit: Herbst (Oktober und November) sowie später Frühling (Ende April bis Mai). Sommernächte bleiben warm und liegen oft über 22 °C. Im Frühling ist es windig. Unser Guide zu den besten Reisezeiten für White Sands hilft dir bei der Wahl je nachdem, wie gut du Hitze und Wind verträgst.

Preise: Was eine Nacht in White Sands kostet

Der Parkeintritt ist für alle Camper verpflichtend:

Kategorie Preis
Privates Fahrzeug (7 Tage) 25 US-Dollar
Zu Fuß oder mit dem Fahrrad 15 US-Dollar
Motorrad 20 US-Dollar
White Sands Annual Pass 45 US-Dollar

Zusätzlich zum Eintritt kostet die Backcountry-Camping-Genehmigung 2 US-Dollar pro Nacht. Du bezahlst sie am selben Tag im Visitor Center. Unsere Seite Preise und Pässe für Nationalparks erklärt den America the Beautiful Pass (80 US-Dollar pro Jahr, in allen Bundesparks gültig) und wann er sich bei einer Rundreise lohnt.

Sicherheit und gute Praxis

White Sands bringt Herausforderungen mit sich, die es in den meisten Parks nicht gibt.

Hitze und Dehydrierung: Im Sommer steigen die Temperaturen regelmäßig auf 38 bis 40 °C. Der weiße Gips reflektiert die ultraviolette Strahlung. Auch bei teilweise bewölktem Himmel bekommst du schneller einen Sonnenbrand, als du denkst. Nimm mindestens 3 bis 4 Liter Wasser pro Person und Nacht mit, zusätzlich zum Bedarf für den Hin- und Rückweg zum Site.

Orientierung in den Dünen: Das gleichmäßige Weiß nimmt dir in alle Richtungen die visuellen Orientierungspunkte. Speichere gleich nach dem Aufbau einen GPS-Wegpunkt deines Sites. Nachts verlierst du mit nur einer Stirnlampe leicht den Verlauf des Trails. Der Mobilfunkempfang an den Sites ist hilfreich, ersetzt aber keinen Wegpunkt, den du vor Einbruch der Dunkelheit gespeichert hast. Bei unserem Besuch im Oktober hatten mehrere Camper einfach ihre Schuhe vor das Zelt gestellt, um einen sichtbaren Orientierungspunkt zu haben. Das funktioniert, doch der GPS-Wegpunkt bleibt die zuverlässigste Absicherung.

Tierwelt: In White Sands leben Klapperschlangen (rattlesnakes) und Skorpione. Schüttle Schuhe und Kleidung morgens aus, bevor du sie anziehst. Dreh niemals einen Stein mit bloßen Händen um.

Wind: Im Frühling können heftige Böen ein Zelt ohne ausreichende Sicherung flachlegen. Stabile Heringe und straff gespannte Abspannleinen sind unverzichtbar.

Bei Fragen zu den Parkregeln informierst du dich auf der offiziellen NPS-Website oder wendest dich an die Ranger im Visitor Center.

Welchen Campingplatz du je nach deinen Bedürfnissen wählen solltest

Du kommst mit dem Zelt und willst etwas Besonderes erleben: Die 10 Sites von Backcountry Camping sind genau das Richtige für dich. Komm früh ins Visitor Center, trage dein gesamtes Wasser selbst und verbringe die Nacht in einer Landschaft, wie sie kein anderer amerikanischer Park bietet. Unser kompletter White-Sands-Guide liefert dir den allgemeinen Überblick zur Vorbereitung deiner Reise.

Du reist mit kleinen Kindern oder im RV: Entscheide dich für einen ausgestatteten Campingplatz in Alamogordo oder im Oliver Lee Memorial State Park. Der Komfort der Einrichtungen wiegt die 25 bis 30 Minuten Fahrt bis zum Parkeingang deutlich auf. Unser Guide für den Familienbesuch in White Sands stellt die kinderfreundlichen Angebote vor.

Du wanderst und willst bei Tagesanbruch mehrere Trails verbinden: Mit Backcountry Camping bist du mitten im Wegenetz. Lies unseren Guide zu Wanderungen, bevor du deinen Site auswählst, damit du Entfernungen und Höhenunterschiede einplanen kannst.

Häufige Fragen

Kannst du im White Sands National Park campen?

Ja, über das vom NPS verwaltete Backcountry Camping. Es gibt 10 Plätze ausschließlich für Zelte, die du zu Fuß ab Dunes Drive erreichst, für 2 US-Dollar pro Nacht. Einen ausgebauten Campground mit fließendem Wasser oder Strom gibt es im Park nicht.

Welchen Campingplatz solltest du in White Sands wählen?

Wenn du die Gipsdünen intensiv erleben möchtest, sind die 10 Sites von Backcountry Camping die naheliegende Wahl. Die Genehmigung bekommst du am selben Tag im Visitor Center für 2 US-Dollar pro Nacht. Toiletten und Mobilfunkempfang gibt es vor Ort. Mehr Komfort oder einen RV bieten Oliver Lee Memorial State Park und die Campingplätze in Alamogordo.

Wann solltest du einen Campingplatz in White Sands reservieren?

Für Backcountry Camping in White Sands gibt es keine frühzeitige Reservierung. Die Genehmigung erhältst du ausschließlich persönlich am Anreisetag im Visitor Center. In der Hauptsaison, besonders im Herbst und an Frühlingswochenenden, solltest du vor Mittag eintreffen, weil die 10 Plätze früh vergeben sind.

Wie campst du in White Sands?

Geh am Anreisetag ins Visitor Center und hole dir eine Backcountry-Camping-Genehmigung für 2 US-Dollar pro Nacht. Danach gehst du zu Fuß zu deinem markierten Site in den Dünen. Nimm dein gesamtes Wasser und alle Lebensmittel mit. Vor Ort gibt es keine Versorgungsstelle, auch wenn Toiletten und Mobilfunkempfang vorhanden sind.

Wie viel kostet ein Stellplatz in White Sands?

Die Backcountry-Camping-Genehmigung kostet 2 US-Dollar pro Nacht und wird am selben Tag im Visitor Center bezahlt. Dazu kommt der Parkeintritt: 25 US-Dollar pro Fahrzeug für 7 Tage oder 15 US-Dollar zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad.

Gibt es Bären oder Alligatoren in White Sands?

Nein. White Sands ist eine Gipswüste in New Mexico und liegt weit entfernt von den Lebensräumen von Bären und Alligatoren. Aufpassen musst du auf die heimische Tierwelt, insbesondere Klapperschlangen (rattlesnakes) und Skorpione. Sie verstecken sich gern unter Schuhen und Kleidung, die auf dem Boden liegt. Schüttle deine Ausrüstung vor der Benutzung daher immer aus.