Wetter auf Haleakalā: Vorhersage, Klima und beste Reisezeit
Haleakalā ist eine Klasse für sich. In weniger als zwei Stunden Fahrt auf Maui gelangst du von der tropischen Küste des Kīpahulu District (27 °C, hohe Luftfeuchtigkeit, dichte Vegetation) zum Gipfel eines 3.055 m hohen Vulkans, wo das Thermometer bis auf -1 °C fallen kann. Zwischen den beiden Parkbereichen liegen 15 bis 17 °C. Als Faustregel gilt: Pro 300 m Höhenunterschied sinkt die Temperatur um etwa 1,7 °C. Was du konkret erlebst, hängt von der Höhe ab, in der du unterwegs bist.
Aktuelle Messwerte sind momentan nicht verfügbar. Die saisonalen Mittelwerte stehen weiter unten.
Messwerte von Open-Meteo · wird aktualisiert… · Zeitzone des Parks
Das Klima auf Haleakalā Monat für Monat
Die folgende Tabelle bezieht sich auf den Gipfel (3.055 m). Für den Küstenbereich des Kīpahulu District (nahe Hāna) addierst du zu den Höchsttemperaturen 15 bis 17 °C und vervierfachst die Niederschlagsmenge in der Regenzeit ungefähr.
| Monat | Tiefsttemp. | Höchsttemp. | Niederschlag | Das solltest du wissen |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 1 °C | 10 °C | hoch | Nachts Glatteis, Schnee möglich |
| Februar | 1 °C | 10 °C | hoch | Straße kann gesperrt werden |
| März | 2 °C | 11 °C | mäßig | Morgens oft ein Wolkenmeer |
| April | 3 °C | 12 °C | mäßig | Übergang: wechselhafter Himmel |
| Mai | 4 °C | 13 °C | gering | Im Morgengrauen oft klarer Himmel |
| Juni | 6 °C | 15 °C | sehr gering | Hochsaison für den Sunrise |
| Juli | 7 °C | 16 °C | sehr gering | Unten warm, trotzdem kühle Nächte |
| August | 7 °C | 16 °C | sehr gering | Optimale Bedingungen für den Sunrise |
| September | 6 °C | 14 °C | gering | Passatwinde kehren allmählich zurück |
| Oktober | 5 °C | 13 °C | mäßig | Wetter wird wechselhafter |
| November | 3 °C | 11 °C | hoch | Kona-Stürme möglich |
| Dezember | 1 °C | 10 °C | hoch | Schnee selten, aber möglich |
Richtwerte für den Gipfel (3.055 m). Daten für den Kīpahulu District: ganzjährig 22 bis 27 °C, von November bis April reichlich tropischer Niederschlag.
Das Klima im Jahresverlauf
Hawaii hat offiziell nur zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit (Mai bis Oktober) und die Regenzeit (November bis April). Auf 3.055 m Höhe verstärkt Haleakalā ihre Unterschiede auf eindrucksvolle Weise.
Winter (Dezember bis Februar)
Dann ziehen Kona-Stürme auf. Tiefdruckgebiete kommen aus Südwesten heran und bringen heftigen Regen, starken Wind und auf dem Gipfel Schnee oder Glatteis. Nachts sinken die Temperaturen regelmäßig unter 0 °C. Nach Schneefall kann die Haleakalā Highway mehrere Stunden lang und ohne Vorwarnung gesperrt werden. Prüfe vor der Abfahrt immer die aktuellen Bedingungen.
Frühling (März bis Mai)
Die Störungen treten seltener auf, doch morgens liegt oft ein Wolkenmeer unter dem Gipfel. Diese Zeit eignet sich, wenn du wechselhaftes Wetter in Kauf nimmst: Die Menschenmengen zum Sunrise sind deutlich kleiner als im Hochsommer, und ein Gipfel, der am frühen Morgen aus den Wolken auftaucht, ist den Umweg wert.
Sommer (Juni bis September)
Das ist die Hochsaison für den Sunrise. Auf dem Gipfel fällt jetzt am wenigsten Regen, der Nachthimmel ist meist klar, und unterhalb von 2.500 m liegt das Wolkenmeer wie eine Wattefläche. Achtung: „Sommer auf Maui“ bedeutet nicht, dass es auf dem Gipfel warm ist. Auf 3.000 m bleiben die Nächte mit 5 bis 8 °C kühl, und die Passatwinde wehen regelmäßig mit 30 bis 50 km/h.
Herbst (Oktober bis November)
Der Oktober bleibt angenehm, kündigt aber die allmähliche Rückkehr der Tiefdruckgebiete an. Im November beginnt die Regenzeit: Auf der dem Wind zugewandten Seite werden Schauer täglich wahrscheinlicher, und der Gipfel kann mehrere Tage hintereinander in den Wolken liegen.
Ist es auf dem Gipfel von Haleakalā kalt?
Ja, das ganze Jahr über. Die Höchsttemperatur auf dem Gipfel liegt selbst im Hochsommer nur selten über 18 °C. Zum Sunrise, der viele Besucher anzieht, zeigt das Thermometer je nach Monat meist 2 °C bis 8 °C an. Der Wind lässt die gefühlte Temperatur zusätzlich um vier bis sechs Grad sinken. Im Winter gehören nächtliche Fröste zum Alltag und sind keine Ausnahme.
Im Gegensatz dazu liegen die Temperaturen an der Küste im Kīpahulu District ganzjährig zwischen 22 °C und 27 °C. Das ist buchstäblich eine andere Welt, 3.000 m tiefer.
Ein weiterer oft unterschätzter Punkt: Die UV-Strahlung auf dem Gipfel ist deutlich stärker als am Meer, weil die Atmosphäre in dieser Höhe viel dünner ist.
Die passende Kleidung für jede Jahreszeit
Für den Gipfel, das ganze Jahr über: Setze auf das Zwiebelprinzip. Die klassische Kombination besteht aus einer Thermounterwäsche, einer Fleece-Midlayer und einer wind- und wasserdichten Jacke. Für den Sunrise kommen Mütze und Handschuhe dazu. Taube Finger auf 3.000 m im Morgengrauen haben wir bei unserem Besuch im Juni selbst erlebt. Auch bei völlig klarem Himmel kann die Kälte schneidend sein.
Für den Kīpahulu District: leichte Tropenkleidung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, denn auf dem Pīpīwai Trail ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch, sowie wasserdichte Schuhe oder Trail-Sandalen.
Bei jedem Besuch, unabhängig von Jahreszeit und Parkbereich:
- Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz, auf dem Gipfel unverzichtbar.
- Trinkflasche mit mindestens einem Liter Wasser: Höhe und Wind trocknen den Körper schneller aus, als man denkt.
- Kompakte Regenjacke: Auch bei blauem Himmel kann innerhalb von zehn Minuten ein Schauer aufziehen.
Lies den Haleakalā-Parkführer für die besonderen Vorgaben, vor allem zur Sunrise-Reservierung.
Warnungen und Bedingungen, die du im Blick behalten solltest
Gipfelstraße: Die Haleakalā Highway führt auf rund vierzig Kilometern bis auf 3.055 m. Bei Glatteis, Schnee oder extremem Wind sperrt der National Park Service die Straße, manchmal ohne Vorwarnung. Prüfe vor der Abfahrt die Bedingungen auf der offiziellen Website.
Wind: Auf dem Gipfel wurden Böen von mehr als 100 km/h gemessen. Bei starkem Wind solltest du die ausgesetzten Bereiche am Kraterrand meiden.
Sunrise-Reservierung: Zwischen 3 und 7 Uhr brauchst du für den Zugang zum Gipfel eine verpflichtende Reservierung. Die Zeitfenster sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. Die vollständige Vorgehensweise findest du in unserem Guide zur Anreise nach Haleakalā.
Höhenlage: Auf 3.055 m ist die Höhenkrankheit selten, aber möglich, besonders wenn du direkt vom Strand hinauffährst. Bei starken Kopfschmerzen oder Übelkeit steigst du sofort wieder ab.
Kīpahulu District: Die Wege entlang der Pools of ʻOheʻo können nach starken Regenfällen weiter oben geschlossen werden. Sturzfluten treten an diesem Hang ohne Vorwarnung auf. Durchquere niemals ein Hochwasser führendes Gewässer, auch wenn die Strömung scheinbar schwach ist.
Häufige Fragen
Ist es auf dem Gipfel von Haleakalā immer kalt?
Ja, das ganze Jahr über: Auf dem Gipfel (3.055 m) bleiben die Temperaturen kühl. Im Winter liegen sie zwischen 1 °C und 10 °C, im Sommer zwischen 6 °C und 16 °C. Beim Sunrise fühlt es sich wegen des Windes unabhängig vom Monat selten wärmer als 5 bis 8 °C an.
Wie warm ist es auf dem Gipfel von Haleakalā?
Die Temperatur auf dem Gipfel liegt zwischen -1 °C in Winternächten und 16 °C an Sommernachmittagen. Als Faustregel gilt: Pro 300 m Höhe sinkt die Temperatur gegenüber der Küste um etwa 1,7 °C.
Wie hoch ist die Durchschnittstemperatur auf Hawaii im Sommer?
An der Küste von Maui liegen die Temperaturen von Juni bis September zwischen 24 °C und 30 °C. Auf dem Gipfel von Haleakalā sind es im selben Zeitraum 6 °C bis 16 °C. Das Bild vom „heißen Hawaii“ passt hier also nicht.
Lohnt sich ein Besuch auf Haleakalā bei bewölktem Wetter?
Ja, unter bestimmten Bedingungen. Bleiben die Wolken unterhalb von 2.000 bis 2.500 m, ragt der Gipfel oft darüber hinaus und bietet ein spektakuläres Wolkenmeer. Steckt der Gipfel selbst in den Wolken, mit Nieselregen und nahezu null Sicht, fällt der Sunrise aus und die Wanderung verliert ihren größten Reiz. Prüfe vor der Abfahrt um 3 Uhr morgens die Vorhersage des National Weather Service für das Gebiet „Haleakalā Summit“.
