Camping auf Haleakalā: Welchen Campground solltest du wählen, Reservierung und Preise
Ja, du kannst im Haleakalā National Park campen. Das ist oft die beste Möglichkeit, den Park in deinem eigenen Rhythmus zu erleben. Vier Campgrounds stehen zur Verfügung, verteilt auf zwei geografisch getrennte Districts: den Summit District mit Vulkan, Höhe und Sternen sowie den Kīpahulu District mit Küste, Wasserfällen und tropischer Wärme. Zwei Plätze erreichst du mit dem Auto. Zwei weitere liegen tief im Krater und erfordern mehrere Stunden Fußweg sowie ein Permit. Für die meisten Stellplätze musst du über Recreation.gov reservieren.
Die Campingplätze im Park (4)
- Campingplatz Hosmer Grove Campground NPS ansehen · 6 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Kīpahulu Campground NPS ansehen · 9 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Wilderness Cabins NPS ansehen · 3 Stellpl. Route ↗
- Campingplatz Wilderness Tent Sites NPS ansehen · 10 Stellpl. Route ↗
Basiskarte © OpenStreetMap · © CARTO Darfst du im Haleakalā National Park campen?
Ja, aber nur auf den ausgeschilderten offiziellen Stellplätzen. Wildes Campen ist weder im Krater noch an den Hängen des Vulkans erlaubt. Der Park ist in zwei Districts geteilt, die keine direkte Straßenverbindung haben. Für den Wechsel zwischen ihnen musst du auf Maui zwei bis drei Stunden Fahrzeit einplanen. Entscheide dich vor der Reservierung für einen Bereich, je nachdem, was du während deines Aufenthalts unternehmen möchtest.
Die Campgrounds im Park
Hosmer Grove (Summit District)
Hosmer Grove ist der einzige mit dem Auto erreichbare Campground im Summit District. Er liegt nahe dem Haupteingang auf etwa 2.200 m Höhe in einem Eukalyptuswald, der Anfang des 20. Jahrhunderts angepflanzt wurde. Es gibt einige reine Zeltplätze, aber keine Strom- oder Wasseranschlüsse für Wohnmobile. Toiletten und Trinkwasser stehen vor Ort zur Verfügung. Der Platz ist ideal, wenn du den Sonnenaufgang vom Gipfel aus sehen möchtest, ohne am Vorabend wieder hinunterfahren zu müssen.
Kīpahulu (Kīpahulu District)
Der Campground Kīpahulu liegt direkt am Meer, nur wenige Schritte von den Pools of ʻOheʻo entfernt. Die Atmosphäre unterscheidet sich deutlich vom Gipfel: dichte tropische Vegetation, Brandungsrauschen und das ganze Jahr über milde Temperaturen von bis zu 27 °C am Tag. Toiletten und Trinkwasser gibt es vor Ort, Anschlüsse für Wohnmobile jedoch nicht. Für die meisten Stellplätze brauchst du eine Reservierung über Recreation.gov. Hier beginnen außerdem die Trails zu den Wasserfällen, die zum Pīpīwai Trail führen.
Holua und Pālikū (Backcountry im Krater)
Holua und Pālikū sind zwei Campgrounds im Krater, die du ausschließlich zu Fuß von den Trailheads im Summit District erreichst. Holua liegt etwa 10 km vom Halemauʻu Trailhead entfernt. Pālikū liegt noch abgelegener, ungefähr 16 km entfernt. Auf beiden Plätzen gibt es einfache Toiletten, aber kein Trinkwasser. Nimm deshalb einen Filter oder Reinigungstabletten mit. Ein Backcountry Permit ist über Recreation.gov Pflicht, und die Zahl der Übernachtungsplätze ist streng begrenzt. Ohne dieses Permit in der Tasche solltest du nie in den Krater aufbrechen.
Wohnmobil oder Zelt
Kein Stellplatz im Haleakalā National Park verfügt über Strom-, Wasser- oder Abwasseranschlüsse. Autarke Wohnmobile können Hosmer Grove und Kīpahulu zwar grundsätzlich erreichen, doch die Straße im Summit District ist kurvig, schmal und voller enger Haarnadelkurven. Mit einem Fahrzeug von mehr als sieben Metern wird das Manövrieren dort schwierig. Für Reisende im RV, die Plätze mit Infrastruktur suchen, beschreibt der Wohnmobil-Camping-Guide für Haleakalā die verfügbaren Möglichkeiten außerhalb des Parks auf Maui.
In der Nähe campen: Campgrounds außerhalb des Parks
Wenn die Campgrounds im Park ausgebucht sind, was von März bis August häufig vorkommt, findest du auf Maui mehrere Campgrounds von Counties und private Plätze. Viele liegen rund um Hāna und in den besser erreichbaren Gebieten im Inselinneren. So bleibst du in der Nähe des Parks und hast zugleich etwas mehr Komfort. Alle Übernachtungsmöglichkeiten, darunter Lodges, Hotels und Gästehäuser, findest du im Guide zur Übernachtung auf Haleakalā.
Wildes Campen und Backcountry-Biwak
Biwakieren außerhalb der offiziellen Stellplätze ist im gesamten Park streng verboten. Die Campgrounds Holua und Pālikū bieten dir dagegen ein Wilderness-Erlebnis, das nur wenige Parks in Amerika übertreffen: eine Nacht am Grund eines Vulkankraters, einen Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung, kalten Wind und absolute Stille. Du brauchst ein Backcountry Permit von Recreation.gov und solltest deinen Termin weit im Voraus planen. Route, Entfernungen und Höhenmeter der Krater-Trails sind im Wander-Guide für Haleakalā ausführlich beschrieben.
Wie und wann du deinen Campingplatz auf Haleakalā reservierst
Alle Reservierungen laufen über Recreation.gov. Das Buchungsfenster öffnet sich normalerweise sechs Monate vor dem gewünschten Termin. In der Hochsaison von Mai bis September sind die besten Plätze wenige Minuten nach der Freischaltung vergeben. Richte auf Recreation.gov einen Alarm ein und logge dich genau zur Öffnungszeit ein. In der Nebensaison von November bis Februar ist die Auswahl deutlich größer. Welche Reisezeit die besten Bedingungen fürs Camping bietet, erfährst du im Guide zur besten Reisezeit für Haleakalā.
Ein wichtiger Punkt wird oft übersehen: Für die Einfahrt in den Summit District zwischen 3 und 7 Uhr morgens brauchst du eine separate Timed Entry Reservation. Sie ist unabhängig von der Campingreservierung und läuft ebenfalls über Recreation.gov. Camper, die sich bereits vor 3 Uhr im Park befinden, sind davon ausgenommen.
Preise: Was kostet eine Campingnacht auf Haleakalā?
Die genauen Preise werden auf Recreation.gov angezeigt und regelmäßig aktualisiert. Je nach Platz und Saison zahlst du einige bis etwa 20 US-Dollar pro Nacht. Für Backcountry Permits kommen zusätzliche Bearbeitungsgebühren hinzu. Der Eintritt in den Park von 30 US-Dollar pro Fahrzeug im Jahr 2026 wird immer zusätzlich zu den Campinggebühren fällig. Der Jahrespass für Haleakalā kostet 55 US-Dollar und lohnt sich ab zwei Besuchen im Jahr. Eine Übersicht über Eintrittspreise und Jahrespasses findest du auf der Seite zu Preisen und Pässen für die Nationalparks.
Sicherheit und gute Campingpraxis
Kälte am Gipfel. In Hosmer Grove sinken die Temperaturen nachts regelmäßig unter 5 °C, im Winter manchmal sogar unter 0 °C. Der Wind verstärkt die gefühlte Kälte erheblich. Nimm einen für Minusgrade geeigneten Schlafsack und ein windfestes Zelt mit. Eine wasserdichte Jacke ist unverzichtbar, denn am Gipfel können Wolken innerhalb von weniger als einer Stunde die Sonne verdrängen.
Lebensmittel und Wildtiere schützen. Die Nēnē, Hawaiis geschützte Gans und Wahrzeichen der Insel, hält sich häufig auf den Campgrounds auf und nähert sich auf der Suche nach Futter unerschrocken den Campern. Füttere sie nicht. Das stört ihr natürliches Verhalten und ist ein Verstoß gegen die Vorschriften. Bewahre alle Lebensmittel in deinem Fahrzeug oder einem luftdichten Behälter auf. Nachts sind Ratten und Mungos unterwegs. Auf unserer Seite zur Tierwelt auf Haleakalā erfährst du, welchen Tieren du unterwegs begegnen kannst.
Höhenlage. Der Summit District reicht bis auf 3.055 m. Bei manchen Campern treten Kopfschmerzen oder leichte Atemnot auf. Trink ausreichend und steige langsam höher, wenn du direkt vom Meeresspiegel kommst.
Welchen Campground solltest du je nach deinen Plänen wählen?
Du kommst wegen des Sonnenaufgangs am Vulkangipfel? Dann ist Hosmer Grove nahe dem Haupteingang des Summit District deine natürliche Basis. Du bevorzugst Küste, Wärme und Wasserfälle? Dann passt Kīpahulu zu dir. Du suchst das komplette Kraterabenteuer und hast die nötige Ausdauer? Dann peile Holua an, das du in einem halben Tag erreichst, oder Pālikū, das einen ganzen Tag beansprucht und noch abgelegener liegt. Für Familien mit kleinen Kindern ist Kīpahulu die beste Wahl: deutlich wärmer, leichter zugänglich und mit natürlichen Becken, die den Nachwuchs beschäftigen.
Häufige Fragen
Kannst du auf Haleakalā campen?
Ja, der Haleakalā National Park bietet vier Campgrounds. Hosmer Grove und Kīpahulu sind mit dem Auto erreichbar. Für Holua und Pālikū im Krater brauchst du ein Backcountry Permit und musst mehrere Stunden wandern. Biwakieren außerhalb der ausgeschilderten Plätze ist verboten.
Welchen Campground solltest du auf Haleakalā wählen?
Das hängt von deinen Plänen ab: Hosmer Grove im Summit District für Sonnenaufgang und Höhe, Kīpahulu an der Küste für tropische Wärme und Wasserfälle, Holua oder Pālikū für eine Nacht im Vulkankrater mit obligatorischem Permit.
Wann solltest du einen Campground auf Haleakalā reservieren?
Du reservierst über Recreation.gov. Das Buchungsfenster öffnet sich normalerweise sechs Monate vor dem Termin. In der Hochsaison von Mai bis September sind die Plätze wenige Minuten nach der Freischaltung vergeben. Sei deshalb genau zur Öffnungszeit eingeloggt.
Kannst du ohne Reservierung auf den Haleakalā fahren?
Zwischen 3 und 7 Uhr morgens ist eine Timed Entry Reservation für die Einfahrt in den Summit District Pflicht. Außerhalb dieses Zeitraums ist der Zugang mit dem Eintrittspreis von 30 US-Dollar pro Fahrzeug im Jahr 2026 frei. Camper, die schon vor 3 Uhr im Park waren, sind davon nicht betroffen.
Wie viel kostet eine Campingnacht auf Haleakalā?
Die Preise hängen von Platz und Saison ab. Die aktuellen Tarife findest du auf Recreation.gov. Der Parkeintritt von 30 US-Dollar pro Fahrzeug im Jahr 2026 kommt zu den Campinggebühren hinzu. Der Jahrespass für 55 US-Dollar lohnt sich ab zwei Besuchen.
Was hat es mit Haleakalās Fluch auf sich?
Nach einer hawaiianischen Tradition bringt es Unglück, Steine oder schwarzen Vulkansand mitzunehmen. Unabhängig vom Glauben ist das vor allem illegal: Wer Naturgegenstände aus einem amerikanischen Nationalpark entnimmt, muss mit einer Geldstrafe nach Bundesrecht rechnen. Lass die Steine am Ort liegen.
Ist der Haleakalā aktiv?
Der Haleakalā ist ein als ruhend eingestufter Schildvulkan, der langfristig jedoch geologisch aktiv ist. Für Camper stellt das kein unmittelbares Risiko dar. Es erklärt aber, warum du die ausgeschilderten Trails keinesfalls verlassen darfst, denn die Gesteinsformationen im Krater sind empfindlich und oft scharfkantig.
