Im Theodore Roosevelt National Park unterwegs: Anfahrt, Eingänge, Shuttles und Parken
Theodore Roosevelt National Park hat keinen verpflichtenden Park-Shuttle. Dein eigenes Auto ist die einzige wirklich praktikable Möglichkeit, die drei weit verstreut liegenden Einheiten der Badlands im Westen von North Dakota zu erkunden. Die Luftlinie zwischen ihnen beträgt mehr als 110 km. Das solltest du wissen, bevor du die Koffer packst.
So erreichst du den Park
Der Haupteingang zur South Unit liegt in Medora an der Interstate 94, an den Ausfahrten 24 oder 27. Die North Unit erreichst du über den Highway 85, 130 km weiter nördlich. Der Anfahrtsguide für Theodore Roosevelt bündelt alle Informationen zu Entfernungen von den großen Städten und zu den Möglichkeiten, mit dem Flugzeug anzureisen.
Die Parkeingänge
Jede Einheit hat ihren eigenen Zugang: Medora für die South Unit, den Highway 85 bei Watford City für die North Unit und eine unbefestigte Piste für die Elkhorn Ranch Unit. Komm in der Hauptsaison vor 9 Uhr in Medora an, damit du am Eingang nicht warten musst. Der America the Beautiful Pass für 80 US-Dollar gilt in allen drei Einheiten und lohnt sich schon ab zwei oder drei Nationalparks, die du im selben Jahr besuchst. Auf der Seite zu Eintrittspreisen und Pässen für Nationalparks findest du die wichtigsten Informationen zu Eintrittsgebühren und Pässen.
Im Park unterwegs
Mit dem Auto
Dein eigenes Auto ist fast die einzige Möglichkeit, dich im Park fortzubewegen. Jede Einheit hat ihre eigene Scenic Road:
- South Rim Scenic Loop (South Unit): etwa 58 km lang, vollständig asphaltiert und mit einem normalen Auto befahrbar. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 mph (72 km/h), aber sobald eine Bisonherde die Straße für sich beansprucht, fährst du meist freiwillig deutlich langsamer.
- North Unit Scenic Drive: etwa 22 km einfache Strecke bis zum Oxbow Overlook. Gleiches Format, gleiche Vorsicht wegen der Tiere.
Für die Elkhorn Ranch Unit brauchst du auf der Zufahrt ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit. Bei trockenem Wetter kommt ein SUV oder Pick-up problemlos durch, eine tiefergelegte Limousine deutlich weniger.
Mit dem Shuttle
Theodore Roosevelt National Park betreibt selbst keinen Park-Shuttle. Die Stadt Medora und die Theodore Roosevelt Presidential Library haben jedoch ein Shuttle-System für Besucher und Einwohner eingerichtet, das aus drei Linien besteht:
- Gelbe Linie (Yellow Loop): Shuttle vom Parkplatz in Fryburg nach Medora.
- Blaue Linie (Blue Loop): Verbindung innerhalb der Stadt Medora.
- Rote Linie (Red Loop): Verbindung zwischen Dickinson und Medora.
Diese Shuttles sind praktisch, wenn du ohne Fahrzeug in Medora oder Dickinson übernachtest. In den Park selbst bringen sie dich jedoch nicht. Für die Scenic Loops bleibt ein Auto unverzichtbar.
Mit dem Fahrrad
Auf den asphaltierten Straßen des Parks ist Radfahren erlaubt. Besonders verbreitet ist diese Art der Fortbewegung nicht: Die Loops sind lang, die Höhenunterschiede spürbar und die Sonne der Badlands brennt stark. Die Wanderwege sind dagegen Fußgängern vorbehalten.
Wo du parken kannst: Parkplätze und Parken
Die wichtigsten Parkplätze liegen an den Visitor Centern:
- Medora Visitor Center (South Unit): großer kostenloser Parkplatz und Ausgangspunkt des Loops. Im Juli und August ist er vor 10 Uhr voll.
- North Unit Visitor Center: kleinerer Parkplatz, der nur selten ausgelastet ist.
- Entlang der Scenic Loops gibt es an den Overlooks und Picknickplätzen kleine Parkplätze ohne zeitliche Begrenzung.
In diesem Park gibt es weder ein Reservierungssystem noch einen „Parking Tag“. Es gilt: Wer zuerst kommt, parkt zuerst. Wenn der Parkplatz am Visitor Center am späten Vormittag voll ist, findest du an den Overlooks dazwischen oft noch einige freie Plätze.
Entfernungen und Fahrzeiten zwischen den Bereichen
Die drei Einheiten sind nicht durch interne Straßen miteinander verbunden. Du musst daher immer wieder auf die öffentliche Straße zurück.
- Medora (South Unit) bis Watford City (North Unit): etwa 130 km über den Highway 85, also 1 Stunde 30 Minuten Fahrzeit.
- South Unit bis Elkhorn Ranch Unit: etwa 60 km, davon rund 15 km unbefestigt.
- North Unit bis Elkhorn Ranch Unit: etwa 80 km, mit derselben letzten Piste.
Wenn du die beiden Haupt-Einheiten auf einer Reise besuchen möchtest, solltest du für jede Einheit einen ganzen Tag einplanen, damit du sie wirklich genießen kannst. Die Routen für 1, 2 oder 3 Tage im Theodore Roosevelt National Park helfen dir dabei, deine Zeit vor Ort passend einzuteilen.
Sonderfälle: Wohnmobil, Van, Barrierefreiheit und Tiere
Wohnmobile und Campervans: Die asphaltierten Loops der beiden Haupteinheiten haben keine besonderen Höhenbeschränkungen. Die Campgrounds des Parks, Cottonwood Campground in der South Unit und Juniper Campground in der North Unit, nehmen Wohnmobile auf, bieten aber keinen Stromanschluss. Der Wohnmobil-Guide für Theodore Roosevelt beschreibt die Stellplätze und die vorhandene Ausstattung ausführlich.
Barrierefreiheit: Die Visitor Center sind mit dem Rollstuhl zugänglich. Einige Overlooks haben ebene Wege. Die große Mehrheit der Wanderwege führt jedoch über unebenes und nicht asphaltiertes Gelände.
Haustiere: Hunde sind im Park erlaubt, aber nur auf asphaltierten Straßen, in den Campgrounds und auf den Parkplätzen. Sie dürfen weder die Wanderwege benutzen noch sich den Weideflächen der Bisons nähern. Leinenpflicht gilt ausnahmslos.
Praktische Infos zur Fortbewegung: Treibstoff, Mobilfunk, Apps
Treibstoff: Im Park gibt es keine Tankstelle. Tanke in Medora, bevor du in die South Unit fährst, und in Watford City für die North Unit. Wenn du beide Einheiten am selben Tag besuchst, solltest du zwischendurch noch einmal tanken.
Mobilfunk: Im fast gesamten Park und auf einem großen Teil der Zufahrtsstraßen ist der Empfang schwach oder gar nicht vorhanden. Die Badlands von North Dakota sind kein Ort, an dem du dich auf 4G verlassen solltest. Lade deine Karten offline herunter, etwa Gaia GPS, Maps.me oder die offizielle NPS-App, bevor du die Stadt verlässt.
Offizielle NPS-App: Die App „National Park Service“ funktioniert teilweise auch ohne Internetverbindung. Sie bietet Parkkarten, aktuelle Hinweise zu Sperrungen und die Standorte interessanter Punkte.
Winterbedingungen: Nach Schneefällen können einzelne Straßenabschnitte gesperrt werden. Zwischen November und April solltest du auf der offiziellen NPS-Website die aktuellen Bedingungen prüfen, bevor du losfährst.
Häufige Fragen
Wie bewegt man sich im Theodore Roosevelt National Park fort?
Du fährst hauptsächlich mit dem eigenen Auto auf den Scenic Loops der einzelnen Einheiten. Im Park gibt es keinen eigenen Shuttle. Ohne Fahrzeug kannst du die Badlands nicht sinnvoll erkunden.
Kann man Theodore Roosevelt mit dem Auto besichtigen?
Ja. Das Auto ist die einzige praktische Möglichkeit, den Park zu erkunden. Die beiden Haupt-Loops, 58 km in der South Unit und 22 km in der North Unit, sind vollständig asphaltiert und für alle normalen Fahrzeuge geeignet.
Wo kann man im Theodore Roosevelt National Park parken?
Die wichtigsten kostenlosen Parkplätze liegen an den Visitor Centern in Medora (South Unit) und bei Watford City (North Unit). Auch die Overlooks entlang der Loops bieten Parkmöglichkeiten. Komm in der Hauptsaison vor 10 Uhr, damit du noch einen Platz findest.
Welcher Eingang ist für den Theodore Roosevelt National Park am besten?
Der Eingang in Medora zur South Unit, an den Ausfahrten 24 oder 27 der I-94, ist für den ersten Besuch der beste Ausgangspunkt. Visitor Center, Campgrounds und der Start des wichtigsten Scenic Loops liegen hier dicht beieinander.
Gibt es im Theodore Roosevelt National Park Mobilfunk?
Im fast gesamten Park ist der Mobilfunk sehr eingeschränkt. Lade deine Karten vor der Einfahrt offline herunter und verlasse dich vor Ort nicht auf die Navigation in Echtzeit.
