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Ein Reiter mit rotem Hemd auf einem braunen Pferd blickt von einem Felsvorsprung auf die Tafelberge im Monument Valley

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Las Vegas: von den Neonlichtern zu den Nationalparks im Westen

Von Zion bis zum Grand Canyon: Las Vegas öffnet den Weg zu den Landschaften im amerikanischen Westen. Routen für 5 oder 8 Tage und Tipps für die Planung.

Von Jocelyn Pion · · 4 Min. Lesezeit

Man hält Las Vegas leicht für eine Stadt, die nur aus Casinos, Neonlichtern und Shows besteht. Dabei nimmt sie auf der Landkarte des amerikanischen Westens eine besondere Stellung ein: Sie liegt mitten in einer Region, die einige der schönsten Nationalparks des Landes vereint. Wer von Canyons, Felsbögen und roten Wüsten träumt, findet hier wohl den praktischsten Ausgangspunkt.

Eine ideale geografische Lage

Von Las Vegas aus sind die großen Landschaften des Westens überraschend nah:

  • Zion: etwa 2,5 bis 3 Autostunden.
  • Bryce Canyon: etwa 4 Stunden.
  • Grand Canyon (South Rim): etwa 4,5 Stunden.
  • Page, Antelope Canyon und Horseshoe Bend: etwa 4,5 Stunden.
  • Death Valley: etwa 2 Stunden.
  • Monument Valley: etwa 6 Stunden.
  • Moab, Arches und Canyonlands: etwa 7 Stunden, am äußersten Ende einer Rundreise durch Utah.

Von keiner anderen Großstadt aus lässt sich eine solche Ansammlung von Nationalparks so bequem erreichen. Wer eine Rundreise ab Las Vegas plant, vermeidet lange Rückfahrten und erlebt jeden Tag eine andere Landschaft.

Ein internationaler Flughafen und einfache Organisation

Der Harry Reid International Airport, der Flughafen von Las Vegas, ist hervorragend mit dem übrigen US-Gebiet und vielen internationalen Städten verbunden. Vor Ort gibt es eine riesige Auswahl an Mietwagen und Hotels, oft zu günstigeren Preisen als am Rand der Parks, besonders unter der Woche. Einige Nächte in Las Vegas zu Beginn oder am Ende der Reise bieten außerdem Gelegenheit, sich vor der nächsten Fahrt vom Jetlag zu erholen.

Ausflüge schon in den ersten Tagen

Noch bevor die große Rundreise beginnt, lassen sich mehrere Ziele als Tages- oder Halbtagesausflug von der Stadt aus besuchen: Red Rock Canyon, Valley of Fire, der Hoover Dam oder Grand Canyon West mit seinem Skywalk. Ein schöner Vorgeschmack auf die Mojave-Wüste.

Zwei klassische Routen ab Las Vegas

5 Tage: die wichtigsten Stationen

Eine Rundreise über Zion, Bryce Canyon, Horseshoe Bend und Lake Powell, Antelope Canyon, Monument Valley und den Grand Canyon (South Rim). Zurück nach Las Vegas geht es über die Route 66 mit Seligman, Hackberry und Kingman. Ideal, wenn vor Ort eine Woche zur Verfügung steht.

8 Tage: die Parks von Utah und Arizona umfassend erleben

Mit drei zusätzlichen Tagen kommen die Scenic Byway 12, Capitol Reef, Canyonlands (Island in the Sky) und Arches mit zwei Nächten in Moab hinzu. Eine weitere Nacht ist im Monument Valley vorgesehen, mit einem Essen bei Sonnenuntergang in Gesellschaft von Navajo-Gastgebern. Anschließend führt die Route zum Antelope Canyon, Grand Canyon und zur Route 66.

Ein roter Sandsteinbogen rahmt eine Wüstenebene ein, mit Sträuchern im Vordergrund und einer kleinen Öffnung am Fuß

Tipps für die Planung einer Rundreise ab Las Vegas

  • Zeitunterschiede zwischen den Bundesstaaten: Arizona stellt im Gegensatz zu Nevada und Utah nicht auf Sommerzeit um, die Navajo Nation dagegen schon. Ein wichtiges Detail, damit Sie einen gebuchten Besuch im Antelope Canyon oder Monument Valley nicht verpassen.
  • Der Nationalparkpass: Beim Besuch mehrerer Parks ist ein Jahrespass in der Regel günstiger als einzelne Eintrittskarten. Prüfen Sie vor der Abreise die geltenden Preise.
  • Benzin und Mobilfunkempfang: Zwischen den Parks können Tankstellen und Netzabdeckung rar sein. Tanken Sie bei Gelegenheit und laden Sie Karten zur Offline-Nutzung herunter.
  • Reservierungen: In der Hochsaison sind Unterkünfte in Parknähe früh ausgebucht. Am besten buchen Sie mehrere Monate im Voraus.

Las Vegas vor oder nach der Rundreise?

Viele Reisende fragen sich, ob sie Las Vegas lieber am Anfang oder am Ende ihres Aufenthalts erleben sollten. Wer in der Stadt beginnt, kann sich vom Flug erholen, Vorräte für unterwegs einkaufen und letzte Einzelheiten organisieren. Wer die Reise in Las Vegas beendet, gönnt sich nach mehreren Tagen in der Natur eine lebhafte Abwechslung: eine Show, ein Abendessen am Strip oder den Ausblick von einem großen Riesenrad oder einer Dachterrasse. Planen Sie zusätzlich zur Rundreise möglichst mindestens zwei oder drei Nächte vor Ort ein: Die Stadt verdient etwas Zeit für sich.

Auf eigene Faust oder mit Begleitung?

Diese Rundreisen lassen sich gut mit einem Mietwagen unternehmen, verlangen aber vorausschauende Planung: Hotels müssen mitunter Monate vorher gebucht werden, für den Antelope Canyon braucht es Besuchszeiten, hinzu kommen Parkpässe und lange Strecken. Wer ohne diesen Organisationsaufwand reisen möchte, kann sich auch ab seinem Hotel in Las Vegas einer Kleingruppe mit französischsprachiger Reiseleitung anschließen. Las Vegas Aventures bietet beispielsweise eine 5-tägige Kleingruppenreise durch den amerikanischen Westen sowie eine 8-tägige Reise durch die Parks von Utah und Arizona an, einschließlich Hotels, Parkeintritten und Mittagessen im Picknickstil.

Kurz gesagt

Las Vegas ist mehr als ein Reiseziel: Es ist ein hervorragendes Basislager. Nach wenigen Autostunden weichen die Neonlichter des Strip den Felswänden von Zion, den Felssäulen von Bryce oder den Weiten des Grand Canyon. Für eine erste Rundreise durch den amerikanischen Westen lässt sich kaum ein besserer Ausgangspunkt finden.

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