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Grand Canyon: Prüfe den Zustand des Canyons, bevor du absteigst
Wetter im inneren Canyon, gesperrte Trails, Hitzerisiko und Wasserstellen: Die Lage ändert sich schnell, wir zeigen dir, wie du auf dem Laufenden bleibst.
Von Jocelyn Pion,
Ein Abstieg in den Grand Canyon lässt sich nicht wie ein einfacher Spaziergang am Rand des Plateaus planen. Der Park stuft seine Backcountry-Bedingungen derzeit auf eine Warnstufe ein, und das aus gutem Grund: Je mehr du Richtung Colorado River an Höhe verlierst, desto stärker steigt die Hitze. Ein kühler Morgen am Rim kann einen Glutofen tief im Canyon verbergen.
Vor jedem Aufbruch auf die Trails solltest du auf vier Dinge achten. Zuerst die Wettervorhersage speziell für den inneren Canyon, die mit der auf dem Plateau, wo die Autos parken, nichts zu tun hat. Dann die Liste der vorübergehend gesperrten Trails, denn eine am Vortag geplante Route kann von heute auf morgen gesperrt sein. Dazu kommt der Hitzerisiko-Index des Tages, der dir sagt, ob ein Aufbruch vernünftig ist oder nicht. Und schließlich die Verfügbarkeit von Trinkwasser entlang der Wege: Manche Wasserstellen sind saisonal oder außer Betrieb, und wer auf eine ausgetrocknete Wasserstelle setzt, tappt in eine klassische Falle.
Unser Rat lässt sich auf eine einzige Gewohnheit bringen: Sieh dir diese Infos am selben Morgen an, nie am Abend zuvor. Sperrungen und Hitzerisiko ändern sich im Lauf der Stunden. Nimm mehr Wasser mit, als du für nötig hältst, plane salzige Nahrung ein und lege deine Anstrengung außerhalb der heißesten Nachmittagsstunden. Denk auch daran, dass der Aufstieg ungefähr doppelt so viel Zeit und Energie kostet wie der Abstieg.
Um diese Trails im gesamten Park einzuordnen, deine Etappen zu planen und die tatsächlichen Distanzen zwischen dem Rim und dem Fluss zu verstehen, stütz dich auf den Parkführer für den Grand Canyon. Und wenn du den Canyon am Steuer eines Reisemobils ansteuerst, wirf einen Blick auf unsere Roadtrip-Route, die durch diesen Park führt, um diese Etappe in eine größere Tour einzubauen.
Kurz gesagt: Der Grand Canyon bleibt geöffnet und großartig, vorausgesetzt, du prüfst den Zustand des Geländes kurz vor dem Aufbruch.